Raven- & Pinnacle Ridge: AMD bietet Boot-Kits mit Leih-CPUs an
Wer einen Ryzen 5 2400G oder Ryzen 3 2200G gekauft hat beziehungsweise kaufen möchte, braucht ein AM4-Mainboard mit aktuellen BIOS. Ist keine Version mit der neuesten AGESA aufgespielt, bootet der PC nicht. Sollten alle Stricke reißen und selbst die Händler beziehungsweise Mainboard-Hersteller keinen Support anbieten, stellt AMD kostenlos ein Boot-Kit zur Verfügung. Das Gleiche wird bei den kommenden Pinnacle-Ridge-CPUs gelten.
Mit dem Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G alias Raven Ridge (Test) hat AMD die ersten Prozessoren aus der Ryzen-2000-Serie veröffentlicht. Die neuen Modelle sind zwar kompatibel zu allen bisherigen AM4-Mainboards mit den I/O-Hubs (umgangssprachlich "Chipsätze" genannt) X370, B350 und A320, erfordern jedoch ein aktuelles BIOS mit der AMD Generic Encapsulated Software Architecture (AGESA) 1.0.0.0a Pinnacle PI oder neuer. Ist ein solches nicht vorhanden, bootet der PC gar nicht erst - er ist de facto nicht nutzbar. Genauso wird es sich bei den Pinnacle-Ridge-CPUs verhalten, die AMD voraussichtlich im April veröffentlichen wird.
In einem Support-Artikel beschreibt AMD die Möglichkeiten, wenn ein Nutzer einen Ryzen-2000-Prozessor und ein Mainboard mit altem BIOS kauft. Zunächst möge der Käufer den Händler kontaktieren, ob dieser ein BIOS-Update durchführen kann, gegebenenfalls gegen eine Aufwandsentschädigung. Alternativ soll ein RMA-Prozess beim Mainboard-Hersteller Abhilfe schaffen. Führen beide Wege nicht zum gewünschten Ziel, bietet AMD kostenlos ein sogenanntes Boot-Kit an. Dieses werde allen "betroffenen und qualifizierten Nutzern" zur Verfügung gestellt - "qualifiziert" heißt wahrscheinlich, dass der Kauf von CPU/APU und Mainboard nachgewiesen werden muss.
Wie dieses Boot-Kit aussieht, hat AMD gegenüber Golem bestätigt: Der Chiphersteller verschickt Ryzen-1000-CPUs beziehungsweise Bristol-Ridge-APUs an den Nutzer, damit dieser das System booten und das BIOS-Update durchführen kann. Ist das geschehen, muss der Prozessor zurück an AMD versandt werden. Zur Absicherung müssen Nutzer ihre Kreditkarte hinterlegen, die AMD im Falle des Falles belasten kann.

Es geht auch derzeit schon komplett ohne CPU mit externem Bios-Flasher, habe ich schon persöhnlich gemacht und sollte mit jedem Mainboard gehen. Man braucht aber das extra Gerät was in der Regel ~20€ kostet (ist aber auch mit nahezu allen CPUs auf dem Markt kompatibel).
1) Bios aufs Gerät
2) Gerät ans EEPROM
3) Flashen
Mäuschen, es geht doch nicht um vorhandene lauffähige Rechner, bei denen problemlos ein Biosupdate durchgeührt werden kann,
es geht um neu gekaufte Mainboards, die Jahre beim Händler lagen und dann schaut man ziemlich bescheiden aus der Wäsche.
Wenn, wäre ein USB Flash noch eine Option, aber das traut sich auch nicht jeder zu und es passieren auch Fehler. Bleiben wir
dabei, es ist von AMD eine nette Aktion, um hier und da panischen Käufern zu helfen.
Intel hat sich beim Wechsel von Skylake auf Kaby Lake ähnlich dämlich angestellt, wobei da vermutlich Produktpolitik mit hineinspielte, weil man ja zugleich auch brandneue *husthustKEUCH* Mainboard-Chips veröffentlichte. Mein B150/DDR3-Board für den Pentium G4560 konnte ich auch nur in Betrieb nehmen, nachdem ich es zuvor mit einem Skylake geflasht hatte (danke an die nette Kurzleihgabe aus der PCGH-CPU-Schublade an dieser Stelle).
Nachtrag: Natürlich ist es eine gute Aktion von AMD, das wurde schon festgestellt und bestätigt.
Mäuschen, es geht...
Super Aktion von AMD, zwar leicht umständlich da wie viele schon sagten, ein Update ohne CPU angenehmer wäre aber besser als sich eine CPU dafür neu zu kaufen und dann zurückzuschicken. Seitens Intels braucht man sich da ja keine Gedanken machen da sind die Nachfolger ja meist inkompatibel
Habt ihr mal an die TPM-Chips gedacht? Dort ist ja oft ein ARM drin. Möglicherweise stellt er neben der Managementfunktion auch einen minmalen Systemmodus bereit.