A620-Mainboards: Kein Support für PCI-E Gen 5 für niedrigere Preise?
Der A620-Chipsatz soll wohl zeitnah und technisch abgespeckt einen günstigen Einstand in AMDs AM5-Sockel ermöglichen. Dazu scheint er auf PCI-E Gen 5 zu verzichten und dadurch die Kosten für die Platinen deutlich niedriger zu halten. Lesen Sie daher im Folgenden mehr zu den bisher bekannten Platinen mit dem Chipsatz und den Alternativen für aktuelle Käufer.
Der AM5-Sockel ist technisch komplexer als sein PGA-Vorgänger AM4 und obwohl die Plattform bereits mehrere Monate auf dem Markt ist, gibt es bisher keinen wirklich günstigen Einstieg für AM5. In der Theorie bietet AMD bisher vier Chipsätze an. Den Einstieg markiert B650, darüber rangieren B650E, X670 und X670E. Die beiden Versionen mit E-Suffix bieten PCI-E 5.0 für Grafikkarten und SSDs, ohne muss sich der Hersteller jeweils für eine Komponente entscheiden.
Preislich liegt der Einstieg im Micro-ATX-Formfaktor mit B650 und nur zwei Speicherslots bei immer noch 160 Euro, womit AMDs Versprechen von 125-Dollar-Mainboards bisher noch nicht umgesetzt wurde. Dafür soll sich der A620-Chipsatz eignen, der unterhalb der bisherigen Chipsätze zum Einsatz kommen soll und Einschnitte mit sich bringen wird. Laut einer BIOS-Version vom 20.3.23, die der Nutzer "Reous" bei Hardwareluxx gefunden hat, soll das kommende Asus TUF Gaming A620M-Plus PCI-E 5.0 nicht unterstützen.
Demnach sind dort alle PCI-E-Slots und auch die M.2-Slots mit Gen 4 versorgt. Die Chipsatz-Firmware stammt bereits aus dem vergangenen Oktober, sodass wohl längere Tests seitens AMD und Board-Partnern durchgeführt wurden. Auch MSI soll mit dem Pro A620M-E ein erstes Modell mit dem neuen Chipsatz bieten können. Die Kosten für die A620-Platinen sollten dank des Verzichts auf PCI-E Gen 5 niedriger liegen und auch der Fokus auf M-ATX-Mainboards legt das nahe.
Brauchbare Platinen, die jedoch PCI-E Gen 5 für alle Komponenten bieten, gibt es mit B650E-Chipsatz ab 246 Euro im PCGH-Preisvergleich, während für entsprechende Mainboards mit X670E-Chipsatz mindestens 281 Euro fällig werden. Ordentliche Mainboards im ATX-Formfaktor für den Sockel AM4 starten bei leicht über 110 Euro, während für Intels Sockel 1700 ab ca. 150 Euro sinnvolle Mainboards, die auch schnelle Prozessoren betreiben können, bereitstehen.
Quelle: Hardwareluxx

Dafür iss die ssd gelähmt ! !
geizhals.de/asus-pro-h610m-c-csm-90mb1at0-m0eayc-a2701173.html?hloc=at&hloc=de&ccpid=pcgameshardware-extreme&cs_id=363729934
Andere Option ist die teure Intel die wohl auch nur 1 Gen Support haben wird.Yeh,juhu,na ganz toll.
Hier wird man echt nur als Kunde im Moment verarscht.Aber gut,da hilft nur abwarten weiter.Bei Aktueller Sicht,macht der mini hopser jedenfalls keinen Sinn aktuell.
Der X670E hat gerade einmal 12 4.0-Lanes zuzüglich bis zu 8 weiterer wenn man auf SATA verzichtet (üblich ist eine 4/4-Teilung). 44 Lanes ergeben sich erst zusammen mit den CPU-Ressourcen. Die 28 des Z790 sind dagegen die reinen PCH-Lanes (auch dort abzüglich SATA), zu denen für einen Plattformvergleich noch einmal 20 der CPU addiert werden müssen. Unterm Strich steht es 48 zu 44 für Intel (bzw. bei Abzug von SATA in der Realität meist 44 zu 40, aber immer noch mit AMD als zweitem Sieger). Daher: Knapper Sieg für Intel, wenn man nur die Quantität betrachtet.
Erst wenn man so viel PCI-Express 5.0 fordert, dass es auch für SSDs reicht, hat AMD einen Vorteil, denn Z790-Boards können "nur" die Grafikkarte so schnell anbinden. Für NVME haben sie zwar mehr Lanes, aber alle nur mit 4.0-Geschwindigkeit. Wenn man fünfmal 4.0 ×4 haben will, ist also Intel die richtige Wahl (mehr Lanes); wenn einem viermal ×4 reicht, davon aber einer oder zwei 5.0-Speed bieten sollen, dann X670E (teilweise schnellere Lanes). Deine Prämisse war aber explizit "5.0 spielt keine Rolle". Damit negierst du den entscheidenden Ausstattungs-Vorteil, den AM5 als Plattform bietet und Sockel 1700 geht automatisch in Führung.
(Ob man das alles überhaupt braucht, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Für 99 Prozent der Anwender sind die Eigenschaften der CPUs wohl viel wichtiger und ich fordere seit langem 30er oder 40er I/O-Hubs, die weniger Ausstattung aber mit vollem Speed und vollen CPU-Features bieten. Das wäre meiner Meinung nach der Sweet-Spot aus Kundensicht, baut aber weder AMD noch Intel. Stattdessen halt diese Schlachtschiffduelle zwischen X und Z.)
Zum "A"-Preis: Den meisten Käufern in diesem Segmet dürfte es gar nicht um Differenzen gehen, sondern um den Absolutpreis. Und der ist schon wieder zu hoch, A520 war <<70 Euro stark, da brauchen wir nicht über die Vor- und Nachteile von 130-Euro-Boards reden. In der Mittelklasse wird dagegen meist nach relativen Preisunterschieden gefragt: "Preis/Leistung" ist, wenn man es so schreibt, eben ein Faktor. Die meisten Käufer dieser Platinen könnten sich locker mehr leisten – aber sie sehen es nicht ein, wenn sie dafür nicht auch viel mehr bekommen, also pro Feature weniger zahlen.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Ich plane, ein paar A620 zu testen, der genaue Ablauf ist aber noch unklar. Wir haben nicht einmal einen offiziellen Release-Termin und was heute von Asrock geleakt wurde, ist definitiv kein 7950X-taugliches Board. Das heißt aber auch, dass ich damit nicht meinen normalen Testparcours durchziehen kann. Die Platine würde in den Verbrauchstest gnadenlos gewinnen, weil die CPU einfach nur auf Halbmast läuft oder weniger.
Ich werde daher abwarten, ob voll-AM5-taugliche Platinen veröffentlicht werden, mit denen ich einen regulären Vergleichstest machen kann, oder ob ich irgend einen Sonder-Praxis-Artikel mit 65-W-Ryzens zusammenstricken muss.
Also unabhängig davon, dass beide Boards ausreichend sind komme ich zu dem Schluss, dass in der Theorie die X670E Boards besser ausgestattet sind