Magic-Karten: Investoren verklagen Hasbro wegen Überproduktion
Hasbro soll Magic-Karten überproduziert und so die Marke abgewertet haben, lautet der Vorwurf einer Gruppe von klagenden Investoren in den USA.
In einer kürzlich beim US-Bezirksgericht von Rhode Island eingereichten Klage geht eine Investorengruppe gegen mehrere aktuelle und ehemalige Hasbro-Führungskräfte vor, wie PC Gamer berichtet. Vorgeworfen wird darin, dass Hasbro-CEO Chris Cocks, die ehemalige Wizards-of-the-Coast-Präsidentin Cynthia Williams und weitere "ihre treuhänderischen Pflichten als Direktoren und/oder Führungskräfte von Hasbro verletzt" hätten, indem sie die Marke Magic abgewertet hätten, obwohl Aktionäre Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Überproduktion von Karten und Sets geäußert hatten.
Klage: Hasbro soll Magic-Karten für Aktienwerte überproduziert haben
Laut der Klage veröffentlichte die Bank of America im Jahr 2022 einen Bericht, gemäß dem Hasbro Magic-Karten überproduziert habe, was zwar die jüngsten Geschäftsergebnisse von Hasbro gestützt, aber den langfristigen Wert der Marke zerstört habe, heißt es. Die Beklagten hätten zwar "solche Spekulationen wiederholt zurückgewiesen", aber während der Aktionärsversammlungen, bei denen diese Bedenken geäußert wurden, "wesentlich falsche und irreführende" Aussagen gemacht.
Infolgedessen behaupten die Kläger, dass die Führungskräfte von Hasbro "dem Unternehmen erheblichen Schaden zugefügt haben, indem sie es dazu veranlassten, eigene Aktien zu künstlich überhöhten Preisen zurückzukaufen", da Hasbro von April 2022 bis Juli 2022 125 Millionen US-Dollar für den Rückkauf von etwa 1,4 Millionen eigenen Aktien ausgegeben habe, als die Aktienwerte durch die Flut neuer Magic-Sets "künstlich überhöht" gewesen seien.
"Insgesamt führte dies dazu, dass das Unternehmen für den Rückkauf seiner eigenen Aktien etwa 55,9 Millionen Dollar zu viel bezahlte", so die Klageschrift, was deutlich geworden sei, als das Unternehmen im Anschluss daran rückläufige Finanzergebnisse bekannt gab. Während dieser Zeit behauptete Hasbro, dass "neue Magic-Sets gedruckt werden sollten, um die Nachfrage neuer Verbrauchersegmente zu befriedigen", was laut der Klage "falsch und irreführend" war.
Magic: 30-Jahre-Jubiläums-Sets angeblich zurückgehalten
IGN berichtet hierzu, dass die 76-seitige Klage (via Golocalprov) auch die Behauptung enthält, dass Führungskräfte von Hasbro versucht hätten, eine hohe Nachfrage nach dem umstrittenen 1.000-US-Dollar-Set zum 30. Jubiläum von Magic zu suggerieren. Weniger als eine Stunde nach der Veröffentlichung des Sets im Jahr 2022 twitterte Wizards of the Coast, dass "der Verkauf abgeschlossen und das Produkt derzeit nicht erhältlich ist", was impliziert, dass es trotz seines exorbitanten Preises so begehrt war, dass das Unternehmen seinen Lagerbestand fast sofort ausverkauft hatte.
In Wirklichkeit soll der Tweet laut der Klage das Ergebnis eines Plans der Hasbro-Geschäftsführung gewesen sein, den Verkauf des Sets "auszusetzen", wenn es den Anschein hatte, dass negative Wahrnehmungen den anfänglichen Absatz beeinträchtigten, um so den Aktienwert des Unternehmens künstlich zu stützen. Laut Aussagen ehemaliger Mitarbeiter hatte Hasbro nur einen Teil der gedruckten 30-Jahre-Jubiläums-Sets verkauft, als es den Verkauf einstellte.
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Es geht nur noch darum Kohle zu machen. Bei Hasbro sind nahezu sämtliche Sparten defizitär, außer eben Wizards of the Coast. Deshalb soll Magic deren anderen Mist querfinanzieren.
Die Sache damals mit der Magic 30th Anniversary Edition war ein weiterer Testballon wie weit man gehen kann (60 zufällige Proxys für 1000 Dollar verkaufen).
Die Preise neuer, standardlegaler Boosterdisplays haben sich im Vergleich zu vor 8-10 Jahren fast verdoppelt (Von rund 70 € auf 125 € bei einem guten Angebot). Gleichzeitig wurde die Anzahl der enthaltenen Booster von 36 auf 30 reduziert.
Obendrein wurde im Laufe der Zeit verschienene Displaytypen eingeführt (Draft, Collector, Paybooster-Displays) und teilweise wieder eingestellt. Das Ziel dieser Maßnahmen war es wohl die immensen Preiserhöhungen möglichst gut zu verschleiern.
Man ist ja auch immer mehr dazu übergegangen den Markt mit Sonder-Releases (Masters, Secret Lair, Universe Beyond, Commander Decks usw...) zu überfluten, die ebenfalls fast alle absolut überteuert sind. Selbst Content Creator aus dem Rereich kritisieren das schon seit Langem. Es ist selbst für diese Leute fast unmöglich überhaupt noch einen Überblick zu behalten was da Alles released wird.
Die Preise neuer, standardlegaler Boosterdisplays haben sich im Vergleich zu vor 8-10 Jahren fast verdoppelt (Von rund 70 € auf 125 € bei einem guten Angebot). Gleichzeitig wurde die Anzahl der enthaltenen Booster von 36 auf 30 reduziert.
Obendrein wurde im Laufe der Zeit verschienene Displaytypen eingeführt (Draft, Collector, Paybooster-Displays) und teilweise wieder eingestellt. Das Ziel dieser Maßnahmen war es wohl die immensen Preiserhöhungen möglichst gut zu verschleiern.
Man ist ja auch immer mehr dazu übergegangen den Markt mit Sonder-Releases (Masters, Secret Lair, Universe Beyond, Commander Decks usw...) zu überfluten, die ebenfalls fast alle absolut überteuert sind. Selbst Content Creator aus dem Rereich kritisieren das schon seit Langem. Es ist selbst für diese Leute fast unmöglich überhaupt noch einen Überblick zu behalten was da Alles released wird.