Mafia: The Old Country im Tech-Test - UE5-Ableger entpuppt sich als Radeon-Showcase [Update]
Benchmark-Update: Mafia geht zurück zu seinen Wurzeln und wir begleiten diese epische Reise mit zahlreichen Informationen zur Technik sowie reichhaltigen Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks. Welche Hardware wir empfehlen, lesen Sie in unserem Technik-Test.
In diesem Artikel
Mit Mafia: The Old Country kehrt die Serie zurück zu ihren Wurzeln - sowohl das Szenario als auch das Spiel-Design betreffend. Nachdem Mafia 3 im Jahre 2016 eher gemischte Gefühle ausgelöst hatte und obendrein insbesondere zum Launch mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, orientiert sich Mafia: The Old Country deutlich stärker an den ersten beiden Teilen. Das Spiel wird wie der dritte Teil von Hangar 13 entwickelt. Den grafischen Unterbau stellt dieses Mal die Unreal Engine 5. In Mafia 3 setzte Hangar 13 noch auf die hauseigene Fusion-Engine, die von der in Mafia 1 und 2 genutzten Illusion-Engine abstammte.
Bei Mafia: The Old Country steht die Story ganz klar im Vordergrund. Es handelt sich explizit NICHT(!) um ein GTA-ähnliches Open-World-Action-Adventure, das Ihnen in einer mehr oder weniger offenen Sandbox die Spielewelt zu Füßen legt, Sie mit hunderten Neben- und Sammelaufgaben beschäftigt oder Ihnen auch nur besondere Freiheiten gibt. In der rauen, sizilianischen Welt im Jahre 1904 sind Sie eng mit dem Schicksal des Protagonisten Enzo Favara, den es nach einigen einleitenden Abenteurern im Prolog in die Obhut der Mafia-Familie Don Torrisis verschlägt, verbunden.
Dabei liegt der Fokus des Spiels klar auf den zwischenmenschlichen Aktionen, den Figuren und ihren Motivationen. Mitunter können Sie das sehr ansehnlich gestaltete Sizilien auch frei allein erkunden, die meiste Zeit folgen Sie jedoch der Handlung und einem strikten "Drehbuch". Falls Sie Weiteres zum Gameplay erfahren möchten, legen wir Ihnen den Test unserer Kollegen von der PC Games ans Herz.
Grafik und Systemanforderungen
Grafisch ist Mafia: The Old Country generell sehr ansehnlich. Besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die für die Story und das Design-Konzept wichtigen Figuren, deren Gesichter und Mimik, gelegt. Es kommt dafür die Meta-Human-Technologie der Unreal Engine 5 zum Einsatz. Mithilfe dieser Technik können Gesichtsmuskulatur, detaillierte Shader für Haut, Haar und subkutane Effekte inklusive Durchblutung sowie realistische Faltenbildung neben Motion- und Face-Capture-Aufnahmen der Schauspieler digitalisiert werden. Fans der besonderen Immersion können neben unter anderem englischer, französischer oder deutscher Sprachausgabe obendrein eine sizilianische Synchronisation (samt Untertiteln, falls erwünscht) zuschalten.
Obendrein nutzen die Entwickler - insbesondere in den Zwischensequenzen - ausgiebig "filmische" Effekte, darunter ein starkes Depth-of-Field, welches in Gesprächen subtil den Blick des Zuschauers auf die wichtigen Personen lenkt. Dazu kommt eine kräftige Bewegungsunschärfe. Zusammen mit der temporalen Kantenglättung erhält Mafia: The Old Country durch diese Effekte einen generell "weichen", soften Look.
Beim Art-Style setzen die Entwickler merklich auf scharfe Kontraste zwischen hell und dunkel. So ist das weitläufige Sizilien mit den hellen Felsen, dem grellen Sonnenlicht tagsüber strahlend hell, die Schatten, Innenräume, Höhlen oder die Nächte sind dagegen sehr dunkel, beinahe tiefschwarz. Der starke Kontrast wird auch von der Erzählung untermalt: Auf der einen Seite die Geborgenheit, der Zusammenhalt, der Schutz durch die Torrisi-Familie, die neu gefundene "Freiheit". Auf der anderen Seite die Gewalt, die Unterdrückung, die Brutalität, die Diktatur, die Tyrannei. Mafia: The Old Country zitiert durch den kontrastreichen Look klassische Schwarz-Weiß- oder besser noch: Noir-Filme. Um zudem den Look eines älteren Films zu simulieren, nutzen die Entwickler beim Postprocessing einen leichten Sepia-Filter.
Mafia: The Old Country setzt auf die Unreal Engine 5.4.4 und nutzt - neben generellen Verbesserungen an der Performance, den Animationen und der Material-Darstellung obendrein einige für diese Engine-Version neu hinzugekommene Techniken, darunter gut sichtbar: Nanite Tessellation. Letzteres erlaubt es, reguläre Meshes mit einer Displacement-Map auszustatten. Statt "klassischer" Tessellation, welche in dieser Form nicht mehr von der UE5 unterstützt wird, kommt für die aus den Displacement-Maps erstellten Geometrie allerdings die Nanite-Technologie respektive das Nanite-Auto-LOD zum Einsatz. Dies verhindert unschönes "Brodeln" und "Blubbern", eine sichtbare Detailveränderung bei Materialien mit Tessellation. Am deutlichsten ist Nanite Tessellation an der Terraindarstellung zu erkennen.
Bildergalerie
Erfreulich: Trotz generell ansehnlicher Texturierung, detaillierter Landschaft und fein ausgearbeiteter Figuren benötigt Mafia: The Old Country nur relativ wenig Grafikspeicher. Wir empfehlen allerdings dennoch mindestens 12 GiByte für volle Detailpracht. Als Upsamplingverfahren stehen sowohl das UE-eigene TSR, AMDs FSR, Intels XeSS oder Nvidias DLSS zur Verfügung. Verbauen Sie eine Geforce RTX, können Sie Frame Generation zuschalten - DLSS FG lässt sich folglich nur mit DLSS-Upsampling und einer RTX-Grafikkarte nutzen. Gleiches gilt für FSR und FSR Frame Gen, diese können Sie nur mit FSR und einer AMD-Grafikkarte nutzen. Intel XeSS FG steht ebenfalls zur Verfügung, aber Sie ahnen es schon: einzig beim Nutzen des XeSS-Upsamplings und mit einer Inter-Arc-GPU. Multi Frame Gen für RTX 5000 wird indes gar nicht angeboten.
Die Performance ist generell gut. Mafia: The Old Country verzichtet auf ein langwieriges Shader-Compiling zu Beginn des Spiel (hinter dem initialen Ladebildschirm werden vermutlich einige wichtige Shader vorkompiliert), doch im Großen und Ganzen läuft Mafia: The Old Country angenehm sauber und wird nur selten von Stockern oder Hängern unterbrochen. Selbst bei geschwinder Fahrt oder beim flotten Ritt durch die hübsch gestalteten, dank vielzähliger NPCs lebendig wirkenden Landschaften Siziliens verschluckt sich die Unreal Engine nicht. Beim Betreten von Städten kommt es allerdings zu etwas unruhigeren Frametimes, hier liegt die Last tendenziell am höchsten. Kommen wir zur Performance und einigen Benchmarks.

Oder trifft euch das Erlebte nicht so tief ins Mark, wie mich? Ich war komplett zerstört nach dem Ende, dabei ist es ja ein sehr schönes Spiel, sogar mit Pferde- u. Autorennen, das ist stark, für mich als Racer. Das Reiten macht Spass, überhaupt macht das Spiel viel Spass.
Aber hat auch Ereignisse, wo moralisch zutiefst sehr sehr schlimm sind, also was man selber auch machen muss, und keine Wahl hat.
Ich würde mich gerne über das Spiel unterhalten, aber ich denke, dass das wegen dem Spoilern schwierig ist.
Ich ticke ja auch so, mind you. Aber rational ist es gerade heute mit dem langsameren Fortschritt und dem verlangsamten Wertverlust nicht immer.
zum Frühstück.