Details zur Ergonomie und Synapse 4, Sensorleistung sowie Fazit
Stimmt die Ergonomie, was leisten Software und Sensor und wie fällt das Fazit aus?
Inhaltsverzeichnis
Für alle Griffstile ergonomisch geformt
Da Razer die achsensymmetrische Form der Viper V3 Pro praktisch unverändert übernimmt, lässt sich auch die Viper V4 Pro generell mit der linken Hand nutzen. Für echte Linkshänder ist sie allerdings nur eingeschränkt interessant, denn auf der rechten Seite fehlen die beiden Seitentasten. Damit stehen insgesamt zwei Tasten weniger zur Verfügung. Um Fehleingaben zu vermeiden, empfiehlt es sich für Linkshänder daher, die linken Seitentasten zu deaktivieren und bei Bedarf lieber mit der Hypershift-Funktion in der Software zu arbeiten.
Mit 50 Gramm gehört die Viper V4 Pro klar zur Leichtgewichtsklasse und gleitet entsprechend mühelos über das Mauspad - auch wenn das wie das Razer Atlas im Test aus Glas gefertigt ist. Entscheidend ist dabei aber, ob die Form zu Ihrer Hand passt. Bei mittelgroßen bis großen und sogar sehr großen Händen funktioniert das gut, dann liegt die Maus stimmig in der Hand. Für kleine Hände fällt sie dagegen klar zu groß aus. Vor allem Zeige- und Mittelfinger ruhen dann nicht mehr entspannt auf den leicht ausgeformten Haupttasten, sondern sitzen zu weit hinten. Beim Griffstil zeigt sich die Viper V4 Pro dagegen flexibel. Obwohl Razer Claw- und Fingertip-Grip als Ideal nennt, funktioniert auch der Palm-Grip erstaunlich ordentlich. Das lang gezogene Heck und die Bauhöhe von 39,9 mm geben der Handinnenfläche dafür ausreichend Auflage.
Quelle: PCGH
Laut Razer ist die Viper V4 Pro die ideale Gaming-Maus für Claw- und Fingertip-Spieler. Dank ihres flachen, lang gezogenen Gehäuses können Sie die Profi-Maus aber auch als Palm-Grip-Spieler leichtgängig und ergonomisch über das Mauspad manövrieren.
Der Grip des Kunststoffgehäuses ist bereits ordentlich, mit dem beiliegenden Grip-Tape lässt sich der Halt bei Bedarf aber noch verbessern. Das erhöht das Gewicht allerdings um 1,9 Gramm. Für viele Spieler dürfte das kein Problem sein, zumal die Zusatzgrips gerade bei schwitzigen Händen einen spürbaren Vorteil bieten können. Vor allem im Claw- und Fingertip-Grip helfen die strukturierten Gummielemente dabei, die Maus sicherer zu kontrollieren.
Offline-Software mit vielen Abtastanpassungen
Wer die Razer Viper V4 Pro anpassen will, kommt derzeit an Synapse 4 nicht vorbei. Zusätzlich bietet Razer inzwischen auch eine Web-App an. Die bezeichnet man als Synapse Web Beta und die App kann bereits mit der Razer Huntsman V3 Pro 8 kHz, Huntsman V3 Pro Mini, Huntsman V3 Tenkeyless 8 kHz und Huntsman Signature Edition genutzt werden. Auch die Razer Viper V4 Pro wird von Synapse Web Beta sofort erkannt, der Funktionsumfang ist jedoch im Vergleich zur installierten Synapse 4 eingeschränkt. Mit der regulären Software lassen sich dagegen Tastenbelegung, Makros, Hypershift, Profile und die Polling-Rate wie gewohnt anpassen. Praktisch ist dabei vor allem, dass Sie etwa eine Abfragerate von 8.000 Hz für den Spiel- und Alltagsbetrieb getrennt konfigurieren können.
Interessanter sind die Abtastoptionen, auch wenn ihr Nutzen für normale Spieler meist überschaubar bleibt. Smart Tracking hält die Lift-off-Distanz auf unterschiedlichen Unterlagen möglichst konstant. Mit dem asymmetrischen Trennungspunkt lassen sich Lift-off- und Landing-Distanz getrennt festlegen, Motion Sync soll die Signale der Maus sauberer mit den Abfrageintervallen des PCs abstimmen. Dazu kommen dynamische Empfindlichkeit für eine veränderte dpi-Kurve und Rotation, um eine gerade von den Profis oft schräg geführte Maus softwareseitig auszugleichen.
Quelle: Razer
Razers-Synapse-4-Software ist ein gutes Werkzeug für die MCU-gesteuerte Abtastoptimierung und individuelle Einstellungen wie dynamische Empfindlichkeit und Rotation.
Für normale Spieler gilt aber: Die meisten dieser Funktionen sind eher Feintuning als ein Muss. Wer einfach nur präzise und zuverlässig spielen will, muss hier kaum eingreifen, sollte aber zumindest den asymmetrischen Trennungspunkt aktivieren und die Lift-off- und Landing-Distanz minimieren. Wirklich interessant werden die Extras, und hier vor allem für sehr ambitionierte Spieler, die ihr Setup und ihr Mausverhalten gezielt bis ins Detail anpassen möchten.
Beim Sensor zeigt die Razer Viper V4 Pro, was im High-End-Segment derzeit technisch machbar ist. Der neue Razer Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3 markiert hier aktuell das obere Ende. Auf dem Datenblatt ist er nicht nur bei der maximalen Auflösung von 50.000 dpi, sondern auch bei den übrigen Kennzahlen und Zusatzfunktionen dem bereits sehr starken 35K-Sensor der Viper V3 Pro überlegen. In der Praxis tastet der Sensor sehr präzise ab, arbeitet ohne auffälliges Jittering und zeigt auch bei schnellen Bewegungen keine Schwächen. Die Latenz liegt auf einem Niveau, das sich nicht erspüren, sondern allenfalls messen lässt. Dazu kommen die bekannten Kalibrierungsoptionen der Focus-Pro-Plattform, mit denen sich das Tracking gezielt anpassen lässt. Vor allem die Hubhöhe lässt sich fein abstimmen und bis auf 0,9 mm reduzieren, was primär für Spieler interessant ist, die die Maus häufig neu ansetzen und dabei möglichst wenig ungewollte Cursorbewegung haben möchten.
Quelle: PCGH
Mit 50.000 dpi stellt der neue Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3 einen neuen dpi-Rekord auf. In der Praxis ist die Razer Viper V4 Pro mit dieser hohen dpi-Rate viel zu empfindlich.
Wichtiger als die reine dpi-Zahl sind im Alltag ohnehin Funktionen wie Smart Tracking, Motion Sync oder die getrennte Anpassung von Lift-off- und Landing-Distanz, weil sie das Verhalten der Maus stärker beeinflussen als ein weiterer Sprung bei der Maximalauflösung. Gleichzeitig gilt aber auch: Für normale Spieler fällt der praktische Fortschritt kleiner aus, als es das Datenblatt vermuten lässt. Schon der 35K-Sensor der Viper V3 Pro spielt in einem Bereich, den die meisten Nutzer weder im Spiel noch im Alltag ausreizen. Die 50.000 dpi der Viper V4 Pro sind bei regulärer Nutzung, auch im Büro, klar überzogen. Spätestens in Verbindung mit dem sehr geringen Gewicht wird die Maus damit kaum noch kontrollierbar, verzieht schon bei kleinen Bewegungen und verrutscht mitunter sogar leicht beim Auslösen der Tasten. Für normale Spieler ist der neue Sensor deshalb weniger ein vollkommen neues Nutzungserlebnis als vielmehr eine technische Verfeinerung auf sehr hohem Niveau.

Die weiße Variante der Viper V4 Pro wiegt dank ihrer Beschichtung 50 g statt nur 49 g.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Die Razer Viper Ultimate leistet mir seit Jahren gute Dienste. Das Mausrad ist nur ziemlich schwammig.
"topic"
Weiße Mäuse, wie im Beitrag schon erwähnt, sind leichter wegen der Beschichtung. Razer dachte sich, wir setzen einfach den neuen Sensor drauf und bieten es so an. Mit einem schwarzen Case hätte man nur den Sensor vermarkten können. So kann man sagen: sieht sie ist leichter und hat einen neuen Sensor – mir persönlich viel zu wenig Neues für 180 Euro.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Die Razer Viper Ultimate leistet mir seit Jahren gute Dienste. Das Mausrad ist nur ziemlich schwammig.
Die Lamzu 4k Mini hielt leider nicht sehr lang.
Aber generell gibt es ja sehr viele gute und dabei deutlich günstigere Mäuse.
EDIT: Wenn man die derzeitige Aktion Bei MM/SATURN mitnimmt, kann man sich die Viper V3 Pro für 110 und die Viper V4 Pro für 143 EUR mitnehmen. Sofern man daran Interesse haben sollte.