Razer Viper V4 Pro im Test: Profi-Anspruch und -Preis - auch für normale Spieler lohnenswert?
Die neue Viper V4 Pro wiegt nicht nur 5 g weniger als ihr Vorgänger, Razer spendiert der Profi-Maus auch den neuen Focus-Pro-50K-Sensor sowie das optische Scrollrad und den Gen-2-Dongle der Deathadder 4. Profitieren auch Nicht-Profi-Spieler von der teuren Technik? Wir machen den Test.
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Wenn Hersteller neue Gaming-Mäuse entwickeln, sitzen inzwischen oft auch prominente E-Sportler mit am Tisch. Bei der Razer Viper V4 Pro soll League-of-Legends-Profi Lee "Faker" Sang-Hyeok laut Hersteller eine wichtige Rolle gespielt haben. Der sechsfache Weltmeister habe die Maus schon vor dem Marktstart mit einem Erlkönig-Prototypen im Trainings- und Turnierumfeld getestet. Das sorgt für Aufmerksamkeit, ist für den Alltag am heimischen PC aber noch kein Beleg für eine bessere Maus. Für Sie ist deshalb vor allem eine andere Frage wichtig: Bekommt man hier tatsächlich einen spürbaren Vorteil - oder vor allem eine weitere Profi-Maus mit Profi-Preis?
Denn die Viper V4 Pro bringt nicht nur den prominenten Namen mit. Gegenüber der Viper V3 Pro sinkt das Gewicht um 5 Gramm, dazu kommen der Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3, ein optisches Scrollrad und der neue Wireless-Gen-2-Dongle, den Razer bereits mit der Deathadder V4 Pro eingeführt hat. Auf dem Papier ist das ein klares Technik-Update, macht die Maus für rund 180 Euro aber längst nicht automatisch zur Empfehlung. Im Test klären wir deshalb, ob hinter dem Pro-Anspruch mehr steckt als Marketing - und ob sich die Razer Viper V4 Pro auch für normale Spieler lohnt.
Testtabelle als Bewertungsbasis
| Produkt | Viper V4 Pro |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Razer |
| Preis | Preis-Leistung | Verarbeitung | Ca. € 180,- | 4- | sehr gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3768757 |
| Bauart | Anschluss | Drahtlos | Hyperspeed Wireless Gen-2 Dongle | USB-C-auf-USB-A-Kabel |
| Empfohlener Spielstil |geeignet für | Low-, Mid- und High-Sense | Links- und Rechtshänder (nur Seitentasten links) |
| Ausstattung | 1,45 |
| Abtastung | Sensortyp | Optisch (IR-LED)/Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3 |
| Anzahl Tasten | 5 + Scrollrad (alle frei programmierbar) |
| Maximale Auflösung | 50.000 dpi (Abtasthilfen per ARM-CPU) |
| Kabellänge | 200 cm (Ladekabel/Anschlusskabel Empfänger) |
| Sonderausstattung | dpi-Umschaltung mit 5 Stufen in einzelnen dpi-Schritten (Schalter auf Unterseite, LED hinterm Scrollrad), Hypershift-Tastenverdoppelung, Speicher für 5 Profile und Makros, ARM-MCU für Advanced Software Features wie Dynamic Sensitivity, Frame Sync und Smart Tracking , 6 programmierbare Tasten, 8.000 Hz Polling kabellos, optisches Scrollrad mit Gummierung, Optical Switch Gen-4 für die Haupttasten, Razer Grip-Tape-Set, flexibles Kabel, Hyperspeed Wireless Gen-2 Dongle mit 3 Status LEDs (Akkustand, Verbindungsqualität, Abtastrate, dpi Stufe) |
| Eigenschaften | 1,13 |
| Größe (H × B × T) | Gewicht | Volumen (angenähert) | 39,9 × 69,9 × 127,1 mm | 50 g | 85 cm³ |
| Druckpunkte Haupt- | Sondertasten | Sehr gut | sehr gut |
| Druckpunkt | Rasterung Scrollrad | Gut bis sehr gut | sehr gut |
| Funktionsumfang und Features Software | Sehr gut | Optionen: 1-dpi-Stufen, Entfindlichkeitskalibrierung, Smart Tracking, asymmetrischer Trennungspunkt, dynamische Empfindlichkeit, Rotation, Frame Sync |
| Leistung | 1,03 |
| Ergonomie | geeigente Handgrößen | Sehr gut (Claw/Fingertip-Grip), Gut bis sehr gut (Palm-Grip) | optimal für mittelgroße/große Hand, für kleine Hand nicht geeignet |
| Präzision | 8.000 Hz Polling Rate | Sehr gut | ja, per Kabel und Hyperspeed Wireless Gen-2 Dongle (Smart Polling Rate Switcher in Software) |
| Gleiteigenschaften | Sehr gut |
| Abtastverhalten | Lift-off-Distanz | Sehr gut | sehr niedrig: ca. 0,9 mm |
| Gesamtnote (Fazit) | 1,13 |
Gleiches Gehäuse, aber Gewichtsverlust und neue Technik
Vergleicht man die Razer Viper V4 Pro rein äußerlich mit der Viper V3 Pro, zeigt sich zunächst kaum etwas Neues: Razer übernimmt Form, Design und auch die Anordnung sowie Größe der beiden Seitentasten praktisch unverändert. Spürbarer ist die Überarbeitung beim Gewicht. Die weiße Testversion bringt nur noch 50 Gramm auf die Waage und ist damit 5 Gramm leichter als der Vorgänger. Das ist auf dem Papier ein klarer Schritt, im Alltag und beim Spielen aber kein Unterschied, der jedem sofort auffallen dürfte. Vor allem ambitionierte E-Sportler könnten von der weiteren Gewichtsreduktion profitieren, während sie für normale Spieler eher ein netter Bonus als ein echter Kaufgrund ist.
Quelle: PCGH
Die weiße Variante der Viper V4 Pro wiegt dank ihrer Beschichtung 50 g statt nur 49 g. Das erklärt, warum sie im Vergleich mit der schwarzen Viper V3 Pro nur 4 g "abgespeckt" hat.
Technisch übernimmt die Razer Viper V4 Pro mehrere Neuerungen, die Razer bereits mit der Deathadder V4 Pro eingeführt hat. Dazu zählt etwa Hyperspeed Wireless Gen-2. Der Hersteller gibt für die Funktechnik eine Latenz von 0,204 ms an, was primär im kompetitiven Umfeld relevant sein soll. Für die meisten Spieler bleibt das allerdings eher ein theoretischer Vorteil als ein im Alltag sofort spürbarer Unterschied. Ähnliches gilt für die Polling-Rate von bis zu 8.000 Hz über 2,4-GHz-Funk. Auf dem Papier ist das ein starkes Feature, in der Praxis profitieren davon aber vor allem sehr ambitionierte Spieler mit passender Hardware.
Deutlich greifbarer ist der Nachteil bei der Akkulaufzeit: Laut Razer sinkt sie von bis zu 180 Stunden bei 1.000 Hz auf 45 Stunden bei 8.000 Hz. Dieser Trend bestätigt sich auch im Test, in dem die Razer Viper V4 Pro mit 8.000 Hz Polling-Rate fast 6 Arbeitstage durchhält. Unterm Strich sind 8.000 Hz damit vor allem ein Feature für Enthusiasten und E-Sportler, während normale Spieler davon meist weniger haben, als es das Datenblatt vermuten lässt.
Quelle: PCGH
Bei der Form und dem Design des Gehäuses gibt es keine Unterschiede zwischen der Viper V4 Pro (links) und der Viper V3 Pro (rechts). Neu sind dagegen der Wireless-Gen-2-Dongle, der 50.000-dpi-Sensor und das optische Mausrad.
Razer-Deathadder-4-Technik im Inneren
Für Sie im Alltag relevanter als manche Datenblatt-Rekorde ist zunächst der Wireless-Gen-2-Dongle, den Razer bereits mit der Deathadder V4 Pro eingeführt hat. Seine halbkugelige Form soll die Antenne höher positionieren; im Test arbeitet der Empfänger jedenfalls stabil und ohne Aussetzer. Praktisch sind zudem die drei LEDs, die je nach Software-Einstellung über Akkustand, Verbindungsqualität, Polling-Rate oder dpi-Stufe informieren. Ebenfalls von der Deathadder V4 Pro übernimmt die Viper V4 Pro das optische Mausrad und den Optical Mouse Switch Gen-4. Razer gibt für Letzteren eine Lebensdauer von 100 Millionen Klicks an und verspricht im Vergleich zur dritten Generation einen um rund 12 Prozent geringeren Kraftaufwand.
Im Alltag fällt jedoch vor allem etwas anderes auf: Die Schalter lösen direkt aus und bieten einen knackigen Druckpunkt, klingen dabei aber hell und vergleichsweise laut. In einer ruhigen Büroumgebung kann das auf Dauer stören. Spannender ist der neue Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3, den Razer erstmals in der Viper V4 Pro einsetzt. Er arbeitet mit bis zu 50.000 dpi; wie groß der praktische Nutzen davon tatsächlich ist, klären wir später noch im Detail. Unterstützt wird der Sensor von einer MCU, die Funktionen wie Smart Tracking, dynamische Empfindlichkeit, Rotation und Frame Sync ermöglicht.
Quelle: PCGH
Der Wechsel vom mechanischen Mausrad (Razer Viper V3 Pro) zur optischen Variante der Razer Viper V4 Pro sollte sich auf dessen Lebensdauer auswirken.
Beim optischen Scrollrad verweist Razer auf eine höhere Präzision und darauf, dass Ghost Scrolls sowie Reverse Inputs vermieden werden sollen. Im Test rastet das Rad sauber und sehr definiert ein, die Gummierung sorgt für guten Halt und erlaubt präzise Scroll-Bewegungen. Dass ein optischer Encoder ohne mechanischen Kontakt auf lange Sicht weniger anfällig für Verschleiß ist, klingt grundsätzlich plausibel. Ob sich daraus im Alltag ein spürbarer Vorteil ergibt, muss sich aber erst noch zeigen.

Die weiße Variante der Viper V4 Pro wiegt dank ihrer Beschichtung 50 g statt nur 49 g.
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Die Razer Viper Ultimate leistet mir seit Jahren gute Dienste. Das Mausrad ist nur ziemlich schwammig.
"topic"
Weiße Mäuse, wie im Beitrag schon erwähnt, sind leichter wegen der Beschichtung. Razer dachte sich, wir setzen einfach den neuen Sensor drauf und bieten es so an. Mit einem schwarzen Case hätte man nur den Sensor vermarkten können. So kann man sagen: sieht sie ist leichter und hat einen neuen Sensor – mir persönlich viel zu wenig Neues für 180 Euro.
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Die Razer Viper Ultimate leistet mir seit Jahren gute Dienste. Das Mausrad ist nur ziemlich schwammig.
Die Lamzu 4k Mini hielt leider nicht sehr lang.
Aber generell gibt es ja sehr viele gute und dabei deutlich günstigere Mäuse.
EDIT: Wenn man die derzeitige Aktion Bei MM/SATURN mitnimmt, kann man sich die Viper V3 Pro für 110 und die Viper V4 Pro für 143 EUR mitnehmen. Sofern man daran Interesse haben sollte.