Asus ROG Harpe 2 Ace im Test: 140 Euro für ein Profi-Leichtgewicht - lohnt das für alle Spieler?

Die Asus ROG Harpe 2 Ace wiegt 48 Gramm, funkt mit 8.000 Hz und kostet rund 140 Euro. Im Test prüfen wir, ob das Profi-Leichtgewicht mit 42.000-dpi-Sensor und optischen Schaltern auch Otto-Normal-Spieler überzeugt - oder ob der Aufpreis primär für E-Sportler interessant bleibt.

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Asus ROG Harpe 2 Ace im Test: 140 Euro für ein Profi-Leichtgewicht - lohnt das für alle Spieler?
Quelle: PCGH

Leichte Gaming-Mäuse sind kein reines E-Sports-Thema mehr. Viele Spieler greifen zu Modellen mit einem Gewicht unter 60 Gramm, weil schnelle Korrekturen oder große 180-Grad-Drehungen damit leichter fallen können. Geringes Gewicht ersetzt aber weder einen präzisen Sensor noch saubere Druckpunkte oder eine passende Form. Die Asus ROG Harpe 2 Ace setzt genau dort an: 48 Gramm, 8.000 Hz per Funk, 42.000-dpi-Sensor und optische Schalter ordnen sie klar bei den kompetitiven Leichtgewichten ein. Für rund 140 Euro muss sie aber nicht nur technisch, sondern auch bei Kontrolle, Tastengefühl, Ergonomie und Bedienung überzeugen - gerade, wenn Sie nicht nur kompetitiv spielen.

Mit gemessenen 47 g (Werksangabe: 48 g) gehört die Asus ROG Harpe 2 Ace auf jeden Fall zur Sparte der leichten, auch für E-Sports geeigneten Gaming-Mäuse. Quelle: PCGH Mit gemessenen 47 g (Werksangabe: 48 g) gehört die Asus ROG Harpe 2 Ace auf jeden Fall zur Sparte der leichten, auch für E-Sports geeigneten Gaming-Mäuse. Die Konkurrenz ist eng besetzt. Corsairs Sabre V2 Pro ist mit 36 Gramm leichter und kostet 110 Euro, verzichtet dafür aber auf Bluetooth und einige Sensor-Optionen. Razers Viper V4 Pro liegt mit 49 bis 50 Gramm nah an der ROG Harpe 2 Ace, schlägt jedoch mit rund 180 Euro höher zu Buche und setzt auf 50K-Sensor, optisches Scrollrad und Gen-2-Dongle. Logitechs Pro X2 Superstrike (ca. 180 Euro) ist mit rund 61 Gramm schwerer, bringt mit HITS und Rapid Trigger aber eine andere Klicktechnik. Die Steelseries Aerox 3 Wireless Gen 2 ist mit 68 Gramm, 4K-Funk, Bluetooth und rund 110 Euro eher ein leichter Alleskönner. Pulsars Pro Series STA-X liegt mit 60 Gramm, 8K-Empfänger, 32K-Sensor und etwa 150 Euro näher am E-Sports-Anspruch.

Damit bleibt die Kernfrage: Reicht die Mischung aus Gewicht, Sensorik, Schaltern, Form und Bedienung, damit sich 140 Euro nicht nur für E-Sportler, sondern auch für alle Spieler lohnen?

Testtabelle als Bewertungsbasis

Produkt ROG Harpe 2 Ace
Hersteller (Webseite) Asus
Preis | Preis-Leistung | Verarbeitung Ca. € 170,- | ausreichend | sehr gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/3533305
Bauart | Anschluss Kabellos | 2,4 GHz und Bluetooth | USB-Kabel
Empfohlener Spielstil | geeignet für Low-, Mid- und High-Sense | Rechtshänder
Ausstattung 0,92
Abtastung | Sensortyp Optisch (IR-LED) | Asus ROG Aimpoint Pro
Anzahl Tasten 6 + Mausrad (Dpi- und Paring-Taste nicht programmierbar)
Maximale Auflösung 42.000 Dpi (Abtasthilfen per ARM-CPU)
Kabellänge Ca. 200 cm (USB-A-auf-USB-C-Ladekabel, Verlängerung Empfänger mit Adapter)
Sonderausstattung dpi-Umschaltung (4 Stufen mit Taste auf Unterseite), ARM MCU, Speicher für 5 Profile und Makros, Onboard-Einstellungen (Tasten-Mausrad-Kombinationen) für Hardware Reset/Zone-Modus/Wechsel Polling-Rate/Profilwechsel/Hubhöhe, Zone-Modus, Speed-Shift-Funktion, Beleuchtung Mausrad mit 5 Effekten und Einstellungen, optische Schalter (Haupttasten), 2,4 GHz und Bluetooth, Mouse Grip Tape, austauschbare Mausfüße, Verlängerung Receiver mit Mauspad-Klemme
Eigenschaften 1,40
Größe (H × B × T) | Gewicht | Volumen 39,7 × 63,9 × 126,1 mm | 48 g | 84 cm³
Druckpunkte Haupt- | Sondertasten Sehr gut | sehr gut
Druckpunkt | Rasterung Scrollrad Gut bis sehr gut | gut bis sehr gut
Funktionsumfang und Features Software Sehr gut: Winkelerfassung, Bewegungssynchronisierung, Winkelabstimmung, Oberflächenkalibrierung (voreingestellt/manuell), Anheben-Entfernung
Leistung 1,33
Ergonomie Sehr gut (Claw- und Fingertip-Griffstil), gut bis sehr gut (Palm Grip) optimal für mittelgroße und große Hand, für kleine Hände nicht geeignet
Präzision | 8.000 Hz Polling Rate Sehr gut | ja, 8.000 Hz Polling-Rate kabellos via Asus Gear Link/Armoury-Crate-Software
Gleiteigenschaften Sehr gut
Abtastverhalten | Lift-off-Distanz Sehr gut | sehr niedrig: ca. 1,0 mm
Gesamtnote (Fazit) 1,26

Ausstattung: Was E-Sports-Standards und Onboard-Extras bringen

Die Asus ROG Harpe 2 Ace bringt die Ausstattung mit, die man von einer leichten, E-Sports-tauglichen Funkmaus in der Preisklasse um 150 Euro erwartet: 48 Gramm Gewicht, Aimpoint-Pro-Sensor mit 42.000 dpi, optische Haupttastenschalter, USB-Betrieb, 2,4-GHz-Funk, Bluetooth und bis zu 8.000 Hz Polling-Rate. Wichtig ist: Die 8.000 Hz funktionieren auch kabellos über den mitgelieferten Empfänger. Für normale Spieler ist das nicht automatisch ein Kaufargument, kann bei schnellen Shootern aber dann interessant sein, wenn Mausbewegungen, Klicks und Bildausgabe möglichst eng zusammenpassen sollen.

Der Preis dafür ist die Akkulaufzeit. Asus nennt im 2,4-GHz-Betrieb mit 1.000 Hz sowie im Bluetooth-Modus bis zu 101 Stunden ohne Beleuchtung oder bis zu 84 Stunden mit Standardbeleuchtung. Mit 8.000 Hz bleibt davon laut unseren Messungen nur rund ein Viertel übrig. Bluetooth ist zudem eher der Spar- und Arbeitsmodus: Laut Handbuch sind dort nur 125 und 250 Hz Polling-Rate möglich, 500 Hz und mehr laufen nicht per Bluetooth.

Extras wie Grip Tape, austauschbare Mausfüße und eine Verlängerung für den Receiver gehören mittlerweile zum Standard für hochpreisige Gaming-Mäuse mit Profi-Anspruch. Quelle: PCGH Extras wie Grip Tape, austauschbare Mausfüße und eine Verlängerung für den Receiver gehören mittlerweile zum Standard für hochpreisige Gaming-Mäuse mit Profi-Anspruch. Bei den Bedienelementen bleibt die Asus Harpe 2 Ace wie auch die leichtgewichtige Profi-Konkurrenz bewusst reduziert. Neben Haupttasten und Mausrad gibt es nur zwei Seitentasten. Die Pairing-Taste und der Profilwahlschalter sitzen auf der Unterseite und lassen sich anders als alle anderen Tasten nicht frei neu belegen. Das ist während des Spielens weniger direkt, verhindert aber versehentliche Profil- oder Verbindungswechsel. Die dpi-Umschaltung arbeitet mit vier Stufen, die gewählte Stufe zeigt die Mausradbeleuchtung an. Praktisch ist außerdem das Staufach für den Empfänger, weil der Dongle beim Transport nicht separat verschwinden kann.

Die besonderen Extras setzen weniger auf zusätzliche Tasten als auf Umstellungen direkt an der Maus. Über Onboard-Funktionen ändern Sie per Tasten- und Mausradkombinationen unter anderem den Zone-Modus, die Polling-Rate, Profile und Hubhöhe, ohne webbasierte oder installierte Software zu öffnen. Im Zone-Modus legen Sie für ein bestimmtes Spiel oder generell fürs Spielen bevorzugte Werte für dpi und Polling-Rate fest; die Mausradbeleuchtung wird dabei automatisch abgeschaltet.

Anders als bei vielen Konkurrenten gehört eine Mausradbeleuchtung mit fünf Effekten und Helligkeitsreglung zur Ausstattung. Dazu zeigt die LED die gewählte dpi-Stufe an und hilft beim Einstellen der Onboard-Funktionen. Quelle: PCGH Anders als bei vielen Konkurrenten gehört eine Mausradbeleuchtung mit fünf Effekten und Helligkeitsreglung zur Ausstattung. Dazu zeigt die LED die gewählte dpi-Stufe an und hilft beim Einstellen der Onboard-Funktionen. Für normale Spieler ist das kein Pflichtmerkmal, aber eine sinnvolle Abkürzung, wenn Sie häufig zwischen Desktop, Alltagsbetrieb und schnellen Spielen wechseln. Letztlich sind 8.000 Hz damit vor allem ein Feature für Enthusiasten und E-Sportler, während normale Spieler davon meist weniger haben, als es das Datenblatt vermuten lässt.

Software: Gear Link statt Armoury Crate

Wie Corsair und Razer bietet auch Asus eine webbasierte Konfiguration an. Gear Link ersetzt bei der Asus ROG Harpe 2 Ace nicht jede Zusatzfunktion, ist aber die angenehm reduzierte Alternative zur umfangreichen Armoury-Crate-Software. Für eine Maus dieser Preisklasse ist eine übersichtliche App Pflicht: dpi-Stufen, Polling-Rate, Beleuchtung, Tastenbelegung, Profile, Kalibrierung und Energieoptionen müssen schnell erreichbar sein. Die Einrichtung klappt per USB-Kabel oder 2,4-GHz-Empfänger; Bluetooth reicht dafür nicht aus. Anschließend bleiben die fünf Profile im Speicher der Maus erhalten.

Die webbasierte Gear Link-App macht mit einer einfachen Bedienung und zur Preis- und Anspruchsklasse passenden Leistungsoptionen wie Winkelerfassung, Winkelabstimmung und Bewegungssynchronisation auf sich aufmerksam. Quelle: PCGH Die webbasierte Gear Link-App macht mit einer einfachen Bedienung und zur Preis- und Anspruchsklasse passenden Leistungsoptionen wie Winkelerfassung, Winkelabstimmung und Bewegungssynchronisation auf sich aufmerksam. Haupttasten, Seitentasten und Mausrad lassen sich mit Tastatur-, Maus- und Multimediafunktionen, Makros oder Schnellzugriffen belegen. Für die letzten beiden Funktionen muss zusätzlich der Gear-Link-Companion installiert sein. Nützlich ist Speed Shift: Eine Taste dient als Umschalter, die übrigen Tasten erhalten so eine zweite, frei mit den Tastenfunktionen belegbare Ebene. Das ersetzt keine zusätzlichen Daumentasten, hilft aber, wenn Sie trotz reduzierter Bauweise mehr Befehle unterbringen möchten. Bei den Leistungsoptionen bietet Gear Link Winkelerfassung, Winkelabstimmung, Motion Sync, Lift-off-Distanz sowie manuelle und mauspadbasierte Oberflächenkalibrierung. Einschränkung: Motion Sync steht nicht bei 8.000 Hz zur Verfügung.

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  1. Seite 1 Bewertungsbasis, Ausstattung, Gear Link-App
  2. Seite 2 Ergonomie, Sensorleistung und Fazit
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RotRotGruen Schraubenverwechsler(in)
        Die Haupttastenschalter klicken echt laut? Fazit = Wenn dich das nervt, wird es einfach nervig auf Dauer.
      • Von RotRotGruen Schraubenverwechsler(in)
        Die Haupttastenschalter klicken echt laut? Fazit = Wenn dich das nervt, wird es einfach nervig auf Dauer.
      • Von Flynn9 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wollte mein setup runderneuer und folge derweil 3-4 YouTubern. Und die Preise sind schon krass.

        120 bis 150€ scheinen derweil normal zu sein für neue Releases mit Highend-Setup (8k Dongle etc). Startups gehen noch auch 80 bis 100€ runter und Preise unter 80 gibt's nur von chinesischen Firmen.
        Die besten Stoff-Mousepads wollen auch 60+, Glaspads 80+
        Top keyboards wollen auch alle 150+
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