MSI Versa 300 Wireless 8K im Test: Wie viel Gaming-Maus bekommt man für 50 Euro?

Kabellos, 8.000 Hz und ein 26.000-dpi-Sensor für 50 Euro: Auf dem Papier klingt die MSI Versa 300 Wireless 8K nach einem Tipp für sparsame Spieler. Doch wo liegt der Haken? Unser Test zeigt, wie nah sie deutlich teureren Mäusen von Logitech, Razer, Asus und Co. kommt.

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MSI Versa 300 Wireless 8K im Test: Wie viel Gaming-Maus bekommt man für 50 Euro?
Quelle: PCGH

Wer sich eine neue Gaming-Maus gönnen möchte, hat inzwischen in fast jeder Preisklasse reichlich Auswahl. Muss man dabei nicht aufs Geld schauen, findet man für rund 140 bis 200 Euro auf E-Sportler und kompetitive Spieler zugeschnittene High-End-Modelle mit neuester Technik. Razer Deathadder V4 Pro, Viper V4 Pro, Asus ROG Harpe 2 Ace und Logitechs G Pro X2 Superstrike zeigen, was bei Gewicht, Sensorik, Funktechnik, Software/Web-App, Tastenschaltern und Mausrad derzeit möglich ist. Dafür kosten die Profi-Eingabegeräte mehr als das Doppelte, teilweise sogar fast das Dreifache der MSI Versa 300 Wireless 8K.

Schwieriger wird es für MSI in der Preisklasse um 100 Euro. Mit der Logitech G Pro X Superlight 2, Superlight 2c und Superlight 2 Dex sowie der inzwischen stark im Preis gefallenen Razer Deathadder V3 Pro warten dort etablierte Spitzenmodelle. Sie kosten zwar ungefähr das Doppelte, punkten dafür aber mit weniger Gewicht, einer bewährten Gehäuseform, optischen Schaltern für die Haupttasten sowie zuverlässiger Funktechnik und ausgereifter Software.

Die eigentlichen Preisgegner findet man allerdings zwischen 50 und 60 Euro. Dazu zählen Funkmäuse wie die HyperX Pulsefire Haste 2 Wireless, Logitech G309 Lightspeed und Turtle Beach Burst 2 Air. Letztere wiegt nur 47 Gramm und bietet optische Hauptschalter, bleibt bei der Polling-Rate aber auf 1.000 Hz begrenzt. Wer auf Funk verzichten kann, kommt mit der Corsair M75 oder Endgame Gear XM2 8K für ähnlich viel Geld mit ebenfalls 8.000 Hz weiter - dann allerdings nur per Kabel. Wer weder kabellose 8.000 Hz noch ein besonders niedriges Gewicht benötigt, findet mit der Razer Basilisk V3 sogar eine rund zehn Euro günstigere Alternative.

Gerade im direkten Preisvergleich fällt die Ausstattung der MSI Versa 300 Wireless 8K auf: Kabellose 8.000 Hz, PAW3395-Sensor, Bluetooth und 66 Gramm sind für rund 50 Euro noch keine übliche Kombination. Ein gutes Datenblatt macht aber noch keine gute Gaming-Maus. Unser Test zeigt deshalb, wie viel Maus MSI tatsächlich für 50 Euro liefert - und ob man bei Tasten, Mausrad, Gehäuse, Ergonomie, Software, Sensorleistung oder anderen Ausstattungsmerkmalen größere Abstriche machen muss.

Testtabelle als Basis für die Bewertung

Produkt Versa 300 Wireless 8K
Hersteller (Webseite) MSI
Preis | Preis-Leistung | Verarbeitung Ca. € 50,- | sehr gut | gut bis sehr gut
PCGH-Preisvergleich pcgh.de/preis/3788439
Bauart | Anschluss Kabellos | 2,4 GHz, Bluetooth 5.3 und USB-2.0-Kabel
Empfohlener Spielstil | geeignet für Low-, Mid- und High-Sense | Rechts- und Linkshänder
Ausstattung 2,00
Abtastung | Sensortyp Optisch (IR-LED) | Pixart PAW 3395
Anzahl Tasten 5 + Mausrad (alle Tasten frei programmierbar)
Maximale Auflösung 26.000 dpi (Abtasthilfen per ARM-CPU)
Kabellänge Ca. 200 cm (USB-A-auf-USB-C-Ladekabel)
Sonderausstattung dpi-Umschaltung (Taste, 5 Stufen, mit LED auf Unterseite), ARM-MCU, Speicher für 3 Profile und Makros (max. 60 Makroschritte), RGB-Beleuchtung (Logo am Heck) mit 3 Effekten und Einstellungen (Farbeinstellung, Leuchtgeschwindigkeit, Helligkeit), mechanische Omron D2FC-F-K-Schalter mit 60 Mio. Klicks für Haupttasten, 2,4 GHz und Bluetooth, Seitengriffe mit Diamantmusterstruktur, 8.000 Hz Polling-Rate, achsensymmetrische Form, Fach für Empfänger auf der Unterseite
Eigenschaften 1,95
Größe (H × B × T) | Gewicht | Volumen 41,0 × 64,0 × 125,0 mm | 67 g | 86 cm³
Druckpunkte Haupt- | Sondertasten Sehr gut | gut
Druckpunkt | Rasterung Scrollrad Gut | befriedigend
Funktionsumfang und Features Software Gut bis sehr gut: Lift-off-Distanz, Entprellzeit, Angle Snapping, Motion Sync
Leistung 1,33
Ergonomie Gut bis sehr gut (alle Griffstile), optimal für mittelgroße bis große Hand, für kleine Hände nicht geeignet, Probleme mit schmalen Mittelbereich bei langen Fingern
Präzision | 8.000 Hz Polling-Rate Sehr gut | ja, 8.000 Hz Polling-Rate kabellos
Gleiteigenschaften Sehr gut
Abtastverhalten | Lift-off-Distanz Sehr gut | sehr niedrig: ca. 1,0 mm
Gesamtnote (Fazit) 1,59

Drei Verbindungsarten, 8.000 Hz und erste Sparmaßnahmen

Für einen Fünfziger bringt die MSI Versa 300 Wireless 8K gleich drei Verbindungsarten mit: 2,4-GHz-Funk, Bluetooth 5.3 und USB-Kabel. Dazu gibt es bis zu 8.000 Hz Polling-Rate. Das beherrschen zwar auch die bis zu dreimal teureren High-End-Modelle, bei den direkten Preisgegnern ist diese Kombination aber alles andere als üblich und wird wie bei der Corsair M75 oder Endgame Gear XM2 8K oft nur per Kabelverbindung realisiert. Die restliche Ausstattung entspricht dann eher dem, was man von einer 50-Euro-Maus für Spieler erwartet.

Bei der Abtasteinheit greift MSI mit dem Pixart PAW3395 auf ein seit mehreren Jahren bewährtes, ausgereiftes und präzise arbeitendes Modell zurück. Der 26.000-dpi-Sensor gehört zwar nicht mehr zur neuesten Generation, reicht für eine Gaming-Maus dieser Preisklasse aber vollkommen aus. Seine stromsparende Arbeitsweise soll zudem dazu beitragen, dass der integrierte Akku trotz 2,4-GHz-Funk, hoher Polling-Rate und RGB-Beleuchtung (drei Effekte, Einstellungen: Farbeinstellung, Leuchtgeschwindigkeit, Helligkeit) so lang wie möglich durchhält. MSI verspricht 196 Stunden. Dass hier allerdings maximal 1.000 Hz Polling-Rate aktiv sind und die bei Tageslicht eher schwach sichtbare bunte Beleuchtung ausbleibt, dürfte klar sein. Bei unserer Messung mit 8.000 Hz, Vollbeleuchtung und 2,4-GHz-Funkverbindung hielt der Stromspender jedenfalls 46 Stunden durch und der Akkustand lag laut Software immer noch bei 80 Prozent.

Mit 67,1 g Gewicht gehört die MSI Versa 300 Wireless 8K zwar nicht zu den besonders leichten Gaming-Mäusen. Trotzdem gleitet sie sehr leicht über ein Mauspad aus Hartplastik. Quelle: PCGH Mit 67,1 g Gewicht gehört die MSI Versa 300 Wireless 8K zwar nicht zu den besonders leichten Gaming-Mäusen. Trotzdem gleitet sie sehr leicht über ein Mauspad aus Hartplastik. Zu den Extras, die als Standard betrachtet werden können, gehören ein geringes Gewicht von gemessenen 67,1 Gramm, Speicher für drei Profile, eine Makrofunktion und eine Taste zum Umschalten der fünf dpi-Stufen. Für letzteres Feature kann man auch die beiden Haupt- und Extratasten an der linken Seite des achsensymmetrischen Gehäuses nutzen. Was stört, und dafür gibt es erste Kritik, ist, dass MSI die LED, welche die dpi-Stufe anzeigt, auf der Unterseite positioniert. So muss man die Gaming-Maus bei dpi-Einstellungen umständlich umdrehen. Auch die Makroaufzeichnung ist auf 60 Zeichen, respektive 60 Makroschritte, wie es in der Software heißt, begrenzt. Dies zeigt, dass der Speicher der MSI Versa 300 Wireless 8K nicht besonders groß ausfällt.

Bei den beiden Haupttasten kommen zudem nur mechanische Switches zum Einsatz. Auf die optische Variante, bei der die Prellzeit entfällt und der Verschleiß geringer ist, muss man in der 50-Euro-Preisklasse in der Regel verzichten. Zu den Ausnahmen gehört etwa die Razer Basilisk V3. Bei MSIs Gaming-Maus kommen die Haupttastenschalter vom bekannten Hersteller Omron (Modellnummer: D2FC-F-K), die auf 60 Mio. Betätigungen ausgelegt sind. Auch diese Zahl liegt allenfalls etwas über dem Mittelmaß, denn Razer und Logitech geben für ihre optischen Hauptschalter eine Lebensdauer von rund 100 Millionen Klicks an.

Auf Extras wie Grip-Tape, einen Extrasatz Mausgleiter, optische Tastenschalter oder einen USB-C-auf-USB-A-Adapter muss der Käufer der MSI Versa 300 Wireless 8K verzichten. Dafür gibt es 8.000 Hz auch bei kabelloser Verbindung und ein Fach zum Verstauen des Empfängers. Quelle: PCGH Auf Extras wie Grip-Tape, einen Extrasatz Mausgleiter, optische Tastenschalter oder einen USB-C-auf-USB-A-Adapter muss der Käufer der MSI Versa 300 Wireless 8K verzichten. Dafür gibt es 8.000 Hz auch bei kabelloser Verbindung und ein Fach zum Verstauen des Empfängers. Eher sparsam und dem Preis angepasst geht es auch beim Design der Seitenteile weiter. Sie verfügen zwar über eine Diamantmusterstruktur, die einen ordentlichen Grip garantiert. Allerdings sind sie weder gummiert noch findet man nachrüstbares Grip-Tape im Karton. Auch zusätzliche Mausgleiter oder ein USB‑C‑auf‑USB‑A‑Adapter, oft Zugabe bei einer Gaming-Maus, fehlen hier. Immerhin ist die Kombi aus Anschluss- und Ladekabel mit Stoff ummantelt und auf der Unterseite der MSI Versa 300 Wireless 8K befindet sich ein Fach, in dem man den 2,4-GHz-Nano-Empfänger verstauen kann, damit dieser nicht verloren geht.

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  1. Seite 1 Bewertungsbasis und Ausstattung im Detail
  2. Seite 2 Software, Ergonomie, Sensorleistung und Fazit
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