Logitech G403 Prodigy: Drahtlos vs. verkabelt - wer ist der bessere Spielpartner?
Mit den beiden G403-Mäusen der neuen Prodigy-Reihe präsentiert Logitech eine Funk- und eine Kabelmaus. Beide Nager verfügen mit dem Pixart PMW3366 nicht nur über denselben LED-Sensor, sondern sind auch baugleich und vom Akku im Inneren der G403 Prodigy Wireless abgesehen identisch ausgestattet. Doch wie sieht es bei der Leistung im Spieleeinsatz aus? Gibt es auch dort keine Unterschiede zwischen den beiden Nagern? PCGH macht den etwas anderen Test.
Inhaltsverzeichnis
Mit den Mäusen der Prodigy-Reihe wollte Logitech die überschaubare Ausstattung und für den Langzeiteinsatz konzipierte, für alle Griffstile optimierte Ergonomie einer Office-Maus mit der Leistung eines für Spieler entwickelten Nagers wie der G502 Proteus Core oder G900 Chaos Spektrum kombinieren. Das Ergebnis sind zwei G403-Prodigy-Modelle, die mit ihrer schlichten Form und zwei gummierten Griffmulden an Logitech Mausklassiker wie die MX518 oder G5 erinnern. Neben der kabelgebundenen G403 Prodigy hat man auch eine drahtlose Variante der Synthese aus Office- und Spielermaus im Programm. Die bedient sich mit dem Pixart PMW3366 derselben Abtasttechnik wie der am Kabel hängenden G403 Prodigy.
Trotzdem sind Spieler nach wie vor skeptisch, wenn es um den Einsatz von kabellosen Mäusen geht. Was im Büro für wenig Kabelsalat sorgt, könne sich laut Zweiflern bei sehr schnellen Mausbewegungen als negativ herausstellen und zu einer spürbaren Verzögerung führen. Dieses Vorurteil hält sich schon seit Jahren und lässt sich auch nur schwerlich aus der Welt räumen. Wir jedenfalls starten einen erneuten Versuch zu zeigen, dass die Zeiten von nennenswerten Latenzen bei für Spieler entwickelten Funkmäusen schon längst Geschichte sind. Dafür lassen wir drei Gaming-affine Kollegen mit den baugleichen G403 Prodigy Probe spielen und befragen diese dann, ob ihnen ein Unterschied aufgefallen ist. Obwohl dieser Test anders ausfällt als gewöhnlich, liefern wir zum Schluss noch unsere reguläre Testtabelle mit einer finalen Note für beide G403-Prodigy-Modelle.
Logitech G403 Prodigy: Überschaubare, funktionale, aber trotzdem gute Ausstattung
Quelle: PC Games Hardware
Logitech G403 Prodigy: Drahtlos vs. verdrahtet - wer ist der bessere Spielpartner? (9)
Logitechs Zielsetzung, mit den beiden Nagern der G403-Prodigy-Reihe ein Eingabegerät zu entwickeln, das eine Synthese aus einer Office- und einer Spielermaus darstellt, wird bereits an der Ausstattung sichtbar. Die Zahl der frei programmierbaren Sondertasten beschränkt sich auf einen Knopf hinter dem Scrollrad, der beispielsweise für die fünfstufige Dpi-Umschaltung (50er-Dpi-Schritte) genutzt werden kann, sowie zwei mit dem Daumen bedienbare Seitentasten. Die auffällige RGB-Beleuchtung lässt sich per Software ausschalten. Für ein Profil inklusive aller Einstellungen und Makros, die per Logitech-Gaming-Software einfach programmiert werden können, steht ein interner Speicher bereit.
Auf der Unterseite der G403 Prodigy befindet sich ein Fach mit einem magnetischen Verschluss. Wer eine eher schwere Maus bevorzugt, kann hier das Gesamtgewicht des Nagers um 10 Gramm erhöhen. Die G403 Prodigy, die an einem 2,10 Meter langen USB-Kabel hängt, wiegt so 97 Gramm. Das Gesamtgewicht der durch den fest eingebauten Akku im Inneren 20 Gramm schwereren G403 Prodigy Wireless beträgt dann 117 Gramm. Zur Ausstattung der drahtlosen G403 Prodigy gehört übrigens auch ein USB-Kabel. Das ist ca. 1,80 Meter lang und wird zum Laden des Akkus oder aber zur Nutzung der G403 Prodigy als Kabelmaus an der Vorderseite angeschlossen. Des Weiteren liefert Logitech einen Mikro-USB-auf-USB-A-Adapter mit, der in Verbindung mit dem Ladekabel auch als Verlängerung für den 2,4-GHz-Nano-Empfänger (USB) genutzt werden kann.
Logitech G403 Prodigy: Ergonomie beim Arbeiten und Spielen groß geschrieben
Egal ob Logitech einen Nager für die tägliche Arbeit im Büro oder das Spielen am PC konzipiert, eine sehr gute Ergonomie, die einen Langzeiteinsatz ohne Ermüdung oder Verspannung des Handgelenks und Unterarms garantiert, steht bei der Entwicklung einer Maus an oberster Stelle. So orientiert man sich auch bei der Formgebung der beiden G403 Prodigy an den bewährten Klassikern MX518 und G5. Beide bieten mit ihrer nicht zu sehr nach oben gezogenen Oberschale und den gummierten Seitenteilen eine sehr gute Ergonomie, egal ob man sie mit der Palm- oder Claw-Griffhaltung über das Mauspad manövriert. Mit ihrer ergonomischen Form kann auch die G403 Prodigy punkten, denn obwohl sie etwas kürzer ausfällt, liegt sie auch sehr gut in einer mittelgroßen oder großen Hand. Lange Zeige- und Mittelfinger ragen zwar über die beiden Haupttasten hinaus, da Letztgenannte aber über einen sehr direkten und leichtgängigen Druckpunkt verfügen, macht es nichts aus, wenn sie nicht direkt mit der Fingerspitze betätigt werden.
Quelle: PC Games Hardware
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Wer die G403 mit dem Claw- oder Fingertip-Grip nutzt, empfindet die beiden mit einer großflächigen Gummierung versehenen Seitenteil als angenehm, da diese dem Daumen, dem Ringfinger und kleinem Finger auch dann noch ausreichend Grip liefern, wenn sich Schweiß an den Fingern gebildet hat. Dabei ordnet Logitech die beiden über einen gut bis sehr guten Druckpunkt verfügenden Seitentasten so an, dass man diese nicht ungewollt mit dem Daumen auslöst. Auch die Position des dritten, mit der Dpi-Umschaltung voreingestellten Knopfes hinter dem Scrollrad bereitet keine Probleme. Bei Letzterem könnte die Rasterung jedoch etwas kräftiger ausfallen.
Logitech G403 Prodigy: Der etwas andere Leistungs-Check
Quelle: PC Games Hardware
Logitech G403 Prodigy: Drahtlos vs. verdrahtet - wer ist der bessere Spielpartner? (8)
Bei unserem regulären Testprozedere spielen wir mit der Maus und achten unter anderem darauf, ob der Sensor fehlerfrei abtastet, ob Korrekturhilfen wie Pfadbegradigung (Angle-Snapping) eingreifen, wie hoch die Lift-Off-Distanz ausfällt und ob die Abtastoptik verzögert. So viel steht schon vor unserem Leistungsvergleich mit der drahtlosen und verdrahteten Variante der G403 Prodigy fest: Schwächen leistet sich der Pixart PMW3366 auch bei maximaler Abtastrate von 12.000 Dpi nicht und auch die Lift-Off-Distanz fällt mit ca. 1 mm für Nager mit einer LED-Abtastung gut bis sehr gut aus. Dazu kommt, dass die Software Optionen bereit hält, um die Pfadbegradigung zu deaktivieren und die Abtastung auf bestimmte Untergründe zu optimieren. Die Voraussetzungen für einen direkten Vergleichstest der beiden Mäuse mit einer Battlefield-1-Einzelspielerkampagne sind also optimal. Um Dabei Verzögerungen durch die Monitorfrequenz so gut wie möglich auszuschließen, setzten wir mit dem Asus MG279Q einen 144-Hz-Monitor ein. Damit es auch bei 2.560 x 1.440 Pixeln und Ultra-Detailstufe nicht ruckelt, steckt im Testrechner eine Gigabyte GTX 1080 G1 Gaming.
Die Ergebnisse unseres Leistungsvergleichstests respektive die Erfahrungsberichte der Kollegen fallen, ehrlich zugegeben, wie erwartet aus. Anfang des Jahres testeten wir bereits die G900 Chaos Spectrum, Logitechs Flaggschiff bei den drahtlosen Mäusen, und konnten damals bei Vergleichsmessungen im Logitech-Labor keine Verzögerung durch die drahtlose Datenübertragung feststellen. Wenn Menschen statt Maschinen testen und messen, gibt es natürlich immer eine subjektive Komponente, welche die drei Probespieler und PCGH-Redakteure Philipp Reuther, Manuel Christa und Thilo Bayer (nicht im Video) auch eindeutig benennen. Phil beispielsweise stellte subjektiv gefühlt einen leichten Unterschied fest, macht für den aber nicht unbedingt eine Signalverzögerung bei der drahtlosen G403 Prodigy aus. Der Vielspieler vermutet eher ein klitzekleine Veränderung der Massenträgheit, die von dem höheren Gewicht des Funknagers kommen könnte.
Quelle: PC Games Hardware
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Für Manuel, der bei Spielen eher andere Genres als Ego-Shooter bevorzugt, ist dagegen kein Unterschied zwischen den beiden G403-Mäusen zu spüren. Er freut sich eher, dass er bei der G403 Prodigy Wireless die Batterien nicht wechseln muss, der Akku per USB-Kabel aufgeladen wird und er die Maus theoretisch auch kabelgebunden nutzen könnte. Lediglich unser Chefredakteur Thilo Bayer, der bekennender Low-Senser ist und sich damals auf den Quake-Servern mit seinem Clan einen Namen gemacht hat und heute gern noch Shooter zockt, konnte bei einer Abtastrate von 800 Dpi eine gefühlte Latenz ausmachen. Die verschwand aber sofort, sobald wir die Logitech G403 Prodigy Wireless an die Leine, respektive das USB-Lade- und Anschlusskabel legten. Den Mythos, eine drahtlose Maus besitzt eine höhere Latenz als ein Kabelnager, können wir im Falle der 403 Prodigy zwar nicht komplett widerlegen, aber doch größtenteils entkräften.
Logitech G403 Prodigy: das Fazit des (Vergleichs)Tests
Egal ob verkabelt oder nicht, die Logitech G403 Prodigy ist nicht nur eine empfehlenswerte Maus für Spieler. Sie macht auch auf dem Büroschreibtisch eine gute Figur, da sie sich mit ihrer sehr guten Ergonomie natürlich auch für den Office-Dauereinsatz eignet. Wie von Logitech gewohnt, patzt auch der mittlerweile in vielen Mäusen des Herstellers verbaute Pixart PMW3366 nicht und die Lift-Off-Distanz befindet sich mit ca. 1 mm auf einem für eine Abtastung per LED niedrigen Niveau.
Dazu kommen Features wie die Möglichkeit, in der vorbildlichen Logitech Gaming-Software die Pfadbegradigung zu deaktivieren und die Abtastung für eine bestimmte Oberfläche zu optimieren. Zu bemängeln ist lediglich die große Preisdifferenz zwischen der G403 Prodigy (verkabelt) und G403 Prodigy Wireless. Der 2,4-GHz-Nano-Funkempfänger kostet gewiss ein paar Euro in der Produktion und auch der Akku will bezahlt werden. Ob dafür aber ein Preisaufschlag von über 50 Prozent notwendig ist, wagen wir zu bezweifeln.
Bildergalerie
| Produkt | G403 Prodigy | G403 Prodigy Wireless |
|---|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Logitech (www.logitech.de) | Logitech (www.logitech.de) |
| Preis/Preis-Leistung | Ca. 55,- Euro/befriedigend bis gut | Ca. 100,- Euro/befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1503373 | www.pcgh.de/preis/1503381 |
| Bauart/Anschluss | Kabel-Maus/USB | Drahtlos (2,4 GHz)/USB (Empfänger) |
| Empfohlener Spielstil | Low-, Mid- und High-Sense | Low-, Mid- und High-Sense |
| Ausstattung: | 1,78 | 1,68 |
| Abtastung/Lasertyp | Optisch (LED-Sensor/Pixart PMW 3366) | Optisch (LED-Sensor/Pixart PMW 3366) |
| Anzahl Tasten | 5 + Scrollradtaste | 5 + Scrollradtaste |
| Max. Auflösung | 12.000 Dpi (+ Untergrundkalibrierung) | 12.000 Dpi (+ Untergrundkalibrierung) |
| Kabellänge | Ca. 210 cm | Ca. 180 cm (Länge des Ladekabel) |
| Sonderausstattung | Dpi-Umschaltung (fünf Stufen, 50-Dpi-Schritte), alle Tasten frei programmierbar, ARM-CPU für Untergrundkallibireirung/Angle-Snapping (Korrigieren ungrader Mausbewegungen/Oberflächentunig), Extragewicht (10 g), Makrofunktion, Onboard-Speicher für Makros und Profile, RGB-Beleuchtung mit zwei Effekten (Logo am Heck und Scrollrad), 1.000 MHz Polling Rate | Dpi-Umschaltung (fünf Stufen, 50-Dpi-Schritte), alle Tasten frei programmierbar, ARM-CPU für Untergrundkallibireirung/Angle-Snapping (Korrigieren ungrader Mausbewegungen/Oberflächentunig), Makrofunktion, Onboard-Speicher für Makros und Profile, RGB-Beleuchtung mit zwei Effekten (Logo am Heck und Scrollrad), 1.000 MHz Polling Rate, Mikro-USB-Adapter für das Ladekabel |
| Note Eigenschaften: | 1,93 | 1,83 |
| Geeignet für | Rechtshänder | Rechtshänder |
| Gewicht | 87 Gramm + 10 Gramm | 107 Gramm + 10 Gramm |
| Druckpunkte Haupt-/Sondertasten | Sehr gut/gut bis sehr gut | Sehr gut/gut bis sehr gut |
| Druckpunkt/Rasterung Scrollrad | Gut/befriedigend | Gut/befriedigend |
| Verarbeitung/Software | Sehr gut/sehr gut | Sehr gut/sehr gut |
| Leistung: | 1.18 | 1,18 |
| Ergonomie | Sehr gut | Sehr gut |
| Präzision/1.000 Hz Polling-Rate | Sehr gut/ja, per Software | Sehr gut/ja, per Software |
| Gleiteigenschaften | Gut | Gut |
| Anspruchsverhalten (Latenz) | Sehr gut | Sehr gut |
| Gesamtnote (Fazit) | 1,45 | 1,41 |
| Wichtige Bewertungspunkte | Wichtige Bewertungspunkte | |
| + Leistung des 12.000-Dpi-Sensors | + Leistung des 12.000-Dpi-Sensors/latenzfrei trotz drahtlos | |
| + Druckpunkt Haupttasten/erweiterter Umfang Software | + Druckpunkt Haupttasten/erweiterter Umfang Software | |
| - Rasterung des Scrollrads ist nicht definiert genug | - Rasterung des Scrollrads ist nicht definiert genug |

Ich wurde aber auch über Monate vertröstet, weil angeblich eine neue Art Gleitfüße in Entwicklung waren.
Irgendwann war es mir zu blöd.
Gleiches bei der g 510/510s - immer waren die Displaytasten nach kurzer Zeit unbrauchbar.
Habe mir dann den gesamten Kaufpreis bei Amazon zurück geholt, nach 2 Jahren und 1* Retoure.
So bin ich von meiner normalen g502 zur RGB Variante gekommen.
Gleitfüße waren nach 8 Monaten durch, also umgetauscht...
Nutzt euer Recht auf Retoure dann merkt logitech was sich auf lange Sicht lohnt.
Nach wie vor werde ich noch immer zu den Kabelgebundenen Varianten greifen.
Interessant wäre ein Konzept welches mir seit langem im Kopf Rumschwirrt.
Maus mit Austauschbarem Akku sei es AA, AAA oder gar ein 18650 Akku für Leute welche eine Maus wünschen die Schwer ist und dennoch gut in der Hand liegt.
Dazu ein Mauspet welches Strom über einen USB 2.0 oder 3.0 Anschluss bezieht und die Maus via Induktion mit Strom versorgt.
3-4 kleine Led Punkte unter dem Scroll Rad zeigen dem User den Ladestand der Maus an oder dieses kann am PC via Overlay auf dem Monitor als Warnung eingeblendet werden wobei das einblenden des Hinweises ggf. vom User als zu Aggressiv aufgefasst werden kann da es bei einigen Anwendungen auch Spielen zu einer Fehlerhaften Funktion beitragen könnte so dass man die Meldung ggf. erst beenden müsse um die Anwendung welche gerade genutzt wurde weiter zu nutzen, daher würde ich kleine LEDS empfehlen.
Ansonsten bin ich mit meinen Logitech Produkten bisher immer zufrieden und kann dem einen Vorredner bezüglich Sollbruchstellen nicht zustimmen wie ihr gleich Lesen werdet.
Meine G110 Tastatur. ist ein Knaller, nach 7 Jahren waren die Gummi Switches einfach durch, da hat man einfach die von den G Tasten genommen welche man nicht belegt hat und ausgetauscht oder online welche Nachbestellt.
In meinem Fall nachgekauft, und das Keyboard wird noch heute aktiv genutzt jedoch für den TV.
Meine G910 Orion Spark, ist noch nicht so alt aber bisher das Beste Mechanische das ich Testen konnte.
Meine MX518 Refresh aus 2004 lebt noch heute Trotz Badewanne, Cola, Kaffee, und diversen anderen versehentlichem Kontakt mit Flüssigkeiten ist sie Unkaputbar, alle 3-4 Jahre frage ich Logitech nach neuen Gummifüßen welche in einem Standard Brief Versand werden. Seit einem Jahr hängt diese auch am TV und meine G400S ist auch einfach nur Geil, jedoch noch nicht so alt um diese hier wirklich zu bewerten wie die anderen.
Hinweis an der Stelle ist das egal welche Peripherie du nutzt diese auch mal Reinigen musst und nach Ablauf der Garantier nicht einfach wegwerfen und neu Kaufen.