Epic Gear Gekkota - Spielermaus für 80 Euro im Test

Eine spiegelsymmetrische Form, ein Softwarepaket mit vielen Extras sowie eine kompakte und leichte Bauweise, die sich besonders für den Claw- oder Fingertipp-Griffstil eignet. Das sind die Besonderheiten der neuen Epic Gear Gekkota, mit denen der Hersteller um die Gunst der spielenden Kundschaft buhlt. Ob das reicht, um die Gekkota zum optimalen Eingabegerät für PC-Spieler zu machen, zeigt unser Test.

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Epic Gear Gekkota - Ein perfekter Spielpartner dank symmetrischer Form und umfangreicher Software? (1)
Quelle: PC Games Hardware

Zur Pflichtausstattung einer Spielermaus der Oberklasse (ab ca. 60 Euro aufwärts) gehören ein aktueller Lasersensor wie der Avago ADNS-9800 (8.200 Dpi), eine Dpi-Umschaltung, eine Makrofunktion inklusive Speicher sowie ein ARM-Prozessor zur Steuerung der Abtastmechanik und Verwaltung der Profile. Diese Features hat auch die für rund 80 Euro angebotene Epic Gear Gekkota zu bieten. Doch um den PC-Spieler für das Eingabegerät zu gewinnen, spendiert Epic Gear der in weiß und blau erhältlichen Gekkota zusätzlich noch eine symmetrische und für den Claw- und Fingertipp-Griffstil optimierte Form, damit sie von Rechts- und Linkshändern genutzt werden kann.

Ein weiteres Extra, mit dem Epic Gear die Gekkota der am PC spielenden Zunft schmackhaft machen will, ist eine sehr umfangreiche Software mit vielen Funktionen wie der Regulierung der Lift-Off-Distanz oder des Angle-Snappings. Auf dem Papier klingt das alles schon einmal ganz nett und weckt auf jeden Fall das Interesse an dem Eingabegerät. Doch wie heißt es so schön, "was zählt ist aufm Platz"; genau aus diesem Grund nehmen wir die Epic Gears erst seit Kurzem erhältliche Gekkota für Sie genauer unter die Testlupe.

Epic Gear Gear Gekkota: Ein prall gefülltes Ausstattungspaket

Epic Gear Gekkota - Ein perfekter Spielpartner dank symmetrischer Form und umfangreicher Software? (10) Quelle: PC Games Hardware Epic Gear Gekkota - Ein perfekter Spielpartner dank symmetrischer Form und umfangreicher Software? (10) Schon die Grundausstattung, mit der Epic Gear der Gekkota bestückt (Gekkota ist Bezeichnung für die systematische Einheit geckoartiger Schuppenkriechtiere), lässt von weiteren Sondertasten abgesehen keine Wünsche offen. Der mit bis zu 8.200 Dpi abtastende Avago-ADNS-9800-Lasersensor entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Die Dpi-Rate kann in fünf Stufen in 200-Dpi-Schritten verändert werden, wobei die Änderung auch optisch durch die abschaltbare, weiße Beleuchtung angezeigt wird. Im Inneren des mit einem leuchtenden Logo versehenen Nagers steckt neben 128 KiByte großer Speicher für die Makros und Profile noch ein ARM 32-Bit-Prozessor. Der übernimmt die Profil- und Makroverwaltung und kann zusätzlich in die Abtastmechanik eingreifen - Stichwort: Lift-Off-Distanz, Angle-Snapping (Mausbewegungskorrektur) und Kreisbewegungskorrektur. Neben dem ebenfalls illuminierten und mit einer griffigen Gummierung versehenen Scrollrad sowie den beiden Haupttasten verfügt die Epic Gear Gekkota über zwei Dpi-Umschalttasten sowie sechs weitere, frei belegbare Knöpfe.

Da der Korpus des Nagers symmetrisch gehalten ist, können sowohl Rechts- als auch Linkshänder mit der Gekkota spielen und arbeiten. Allerdings reduziert sich die Zahl der wirklich nutzbaren Zusatztasten genau genommen um die Hälfte, da bei ihrer für den Claw- und Fingertipp-Griffstil optimierten Form nur die Bedienung der auf der jeweiligen Daumenseite vorhandenen Tasten vorgesehen ist. Eine Polling-Rate von 1.000 Hz sowie eine, wie von Epic Gear versprochen, wirklich sehr umfangreiche und einfach zu bedienende Software (mehr dazu später) runden das durchaus gelungene und einem Preis von rund 80 Euro angemessene Ausstattungspaket ab.

Epic Gear Gekkota: Ergonomisch bei der Claw- und Fingertipp-Griffhaltung

Wie anfangs schon erwähnt, zielt Epic Gear mit der symmetrischen Oberschale auf die beidhändige Nutzung (Links- und Rechtshänder) ab. Mit der kompakten Form (siehe Bildergalerie: Größenvergleich mit Roccats Kone XTD Optical) und den gummierten Griffmulden hat der Hersteller dagegen den Spielertyp im Visier, der seine Maus mit dem Daumen sowie dem Ring- und dem kleinen Finger führt und dabei die Haupttasten mit den Spitzen des Zeige- und Mittelfingers auslöst (siehe Bildmontage unten). Wer jedoch den Palm-Grip bevorzugt und das angenehm flach abfallende Heck der Epic Gear Gekkota in seine Handinnenfläche drückt, dessen Finger ragen, selbst bei Normalgröße, vorne über die Hauptasten heraus. Wer also auf eine Palm-Griffhaltung partout nicht verzichten will, wird mit der Form des Nagers seine Schwierigkeiten haben. Durch sinnvolle Abänderungen bei letztgenanntem Griffstil kommt aber auch der Palm-Grip-Spieler in den Genuss der insgesamt sehr guten Ergonomie, die durch die geringe Höhe sowie durch die dicke Gummierung der Griffmulden erzielt wird. Da das Heck der Epic Gear Gekkota nicht steil ansteigt, können Besitzer größer Hände und/oder langer Finger die Maus weiter hinten mit Daumen, Ring- und kleinem Finger greifen. Statt der Handinnenfläche legt der Nutzer dann nur den vorderen Bereich auf den Mausrücken, an dem sich die unteren Fingergelenke befinden. Diese alternative Haltung bezeichnet man als Fingertipp-Griffstil (siehe zweites Bild unten) und sie erweist sich im Praxistest als eine ergonomische Alternative zum Palm-Grip.

Griffstile im Vergleich: Palm-Griff und Claw-Griff

Palm-Griffart Claw-Griffart

Da die Griffmulden für den Daumen sowie Ring- und kleinen Finger mit einer stark angerauten Gummischicht versehen sind, bietet die Epic Gear Gekkota eine sehr gute Griffigkeit, selbst wenn die Fingerkuppen schon verschwitzt sind. Die Fläche der Gummielemente fällt groß aus und reicht weit an das Mausende, sodass diese selbst dem weit hinten angesetzte Daumen/kleine Finger beim Fingertipp-Griff noch einen sehr guten Halt bieten. Dazu kommt, dass alle Tasten sowohl beim Claw- als auch Fingertipp-Griffstil gut zu erreichen sind. Die Tastendruckpunkte liefern ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Die Omron-Schalter der Haupttasten reagieren sehr direkt und ihre Betätigung erfordert kaum Kraft. Der Druckpunkt der Zusatztasten fällt ähnlich gut aus, allerdings besitzen sie im Vergleich mit der linken und rechten Maustaste etwas weniger Widerstand. Dafür rastet das dank Gummierung griffige Scrollrad spürbar ein und hat nur ein sehr geringes Spiel.

Griffstile im Vergleich: Claw-Griff und Fingertipp-Griff

Claw-Griffart Fingertipp-Griffart

Epic Gear Gekkota: Die Software unter der Lupe

Epic Gear Gekkota - Ein perfekter Spielpartner dank symmetrischer Form und umfangreicher Software? (13) Quelle: PC Games Hardware Epic Gear Gekkota - Ein perfekter Spielpartner dank symmetrischer Form und umfangreicher Software? (13) Die Software von Epic Gears Spielermaus fällt nicht nur umfangreich aus, sondern lässt sich auch intuitiv bedienen. Die Makroprogrammierung beispielsweise ist sehr einfach und stellt, wie wir im Selbstversuch feststellten, auch Anfänger vor wenige Probleme. Vor allem unter dem Reiter "Leistung" befinden sich sehr nützliche Funktionen, die wir von der Software einer 80-Euro-Maus auch erwartet haben. Neben den Einstellungen für die Polling-Rate (maximal 1.000 Hz) können Sie dort die Beleuchtung der Epic Gear Gekkota in den Stromsparmodus versetzen oder die Lift-Off-Distanz auf deutlich unter einen Millimeter reduzieren. Auch die Pfadbegradigung, hier "Mausbewegungskorrektur" genannt, lässt sich deaktivieren. Des Weiteren steht eine Option zur Verfügung, mit der Sie ein als "Kreisbewegungskorrektur" bezeichnetes Feature an und ausschalten können. Dieser prozessorgesteuerter Eingriff in die Abtasttechnik ist uns neu und wird von Epic Gear als Funktion für das sogenannte Mouse-Smoothing angepriesen. Im praktischen Einsatz konnten wir jedoch keinen wirklichen Unterschied beim Spielen mit oder ohne Kreiskorrektur feststellen. Was noch fehlt und der Software das Prädikat optimal verwehrt, ist die Möglichkeit, den Lasersensor der Maus für verschiedene Untergründe zu kalibrieren. Da hat die Konkurrenz, namentlich Roccat, Logitech oder Razer, mehr zu bieten, macht es im Gegenzug bei der Bedienung der eigenen Software aber nicht besser.

Epic Gear Gekkota: Anstandslose Abtastung und Leistung

Mit dem Avago ADNS -9800 spendiert Epic Gear der Gekkota einen Sensor, dessen Dpi-Leistung mit 8.200 Dpi eher konservativ ausfällt. Da viele Spieler aber nach wie vor mit extrem hohen Dpi-Zahlen wie die 12.000 Dpi der Logitech G502 Proteus Core oder die 10.000 Dpi der Razer Deathadder Chroma nichts anfangen können oder einer so hohen Mausempfindlichkeit nicht gewachsen sind, hat sich eine Abtastleistung von 8.200 als inoffizieller Standard durchgesetzt. Und wie in allen Spielermäusen, in denen der ADNS-9800 zu Einsatz kommt, verrichtet er auch bei der Gekkota seinen Dienst tadellos. Er reagiert präzise, eine Latenz ist nicht zu spüren und mit der ARM-CPU als Abtastmodifikation fällt die Lift-Off-Distanz erfreulich gering aus. Auch eine Pfadbegradigung findet nur falls gewünscht und per Software reguliert statt. Da die Epic Gear Gekkota auch noch über gute Gleiteigenschaften verfügt, ist eine präzises Arbeiten und Spielen mit dem Nager bei jeder Dpi-Stufe möglich.

Bildergalerie

Epic Gear Gekkota: Das Testfazit

Mit Ausnahme der für bestimmte Griffstile konzipierten Form, die dafür sorgt, dass die Epic Gear Gekkota für Palm-Grip-Spieler weniger ergonomisch ausfällt, gibt es keine wirklichen Kritikpunkte. Wer mit der Claw-Griffhaltung spielt oder sich mit dem Fingertipp-Pendant anfreunden kann, dem bietet sie einen sehr guten Grip und eine optimale Ergonomie. Im Zweifelsfall hilft auch hier, wie immer, das probeweise Hand-an- respektive -auflegen oder gar mit einen Lieblingsspiel testen. Die Ausstattung hat all das auf Lager, was der Spieler benötigt, die Software erlaubt eine gut bis sehr gute Modifizierung, bei der leider nur die Untergrundkompatibilitätsfunktion fehlt. Trotz wirklich nur kleiner Mängel ist die Epic Gear Gekkota eine empfehlenswerte Spielemaus, bei der die Endnote "sehr gut minus" (1,47) auf jeden Fall in Ordnung geht.

PCGH-Wertung

1,47
Testtabelle Epic Gear Gekkota (Auszug aus Testtabelle mit 18 Wertungskriterien)
Produkt Gekkota
Hersteller (Webseite) Epic Gear (www.epicgear.com/de)
Preis/Preis-Leistung Ca. 80,- Euro/gut
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1263956
Bauart/Anschluss Kabel-Maus/USB
Empfohlener Spielstil Low-, Mid- und High-Sense 
Note Ausstattung: 1,98
Abtastung/Lasertyp Laser (Avago ADNS-9800) 
Anzahl Tasten 10 + Zwei-Wege-Scrollrad
Max. Auflösung 8.200 Dpi (+Untergrundkalibrierung?) 
Kabellänge Ca. 180 cm
Sonderausstattung Dpi-Umschaltung, ARM 32-Bit Prozessor, Makrofunktion, 128 kb Speicher für fünf Profile, Beleuchtung (Logo und Dpi-Anzeige weiß/Mausrad farbig) 1.000 MHz Polling Rate, symmetrische Form 
Note Eigenschaften: 1,78
Geeignet für Links- und Rechtshänder
Gewicht 110 Gramm
Druckpunkte Haupt-/Sondertasten Sehr gut/gut bis sehr gut
Druckpunkt/Rasterung Scrollrad Gut/gut bis sehr gut
Verarbeitung/Software Gut bis seht gut/sehr gut
Note Leistung: 1,21
Ergonomie Sehr gut
Präzision/1.000 Hz Polling-Rate Sehr gut/ja, per Software
Gleiteigenschaften Gut
Anspruchsverhalten (Latenz) Sehr gut
Gesamtnote (Fazit) 1,47
Wichtige Bewertungspunkte + Ausstattung und Software
+ Leistung des 8.200-Dpi-Sensors
+ Ergonomie (symetrische Form für Claw-/Fingertipp-Grip optimiert)
9
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von tabarus Schraubenverwechsler(in)
        Ich habe die Gekkota bestellt da sie speziell für den Finger Tip Grip hergestellt sein soll.
        Mein erster Eindruck weicht hiervon allerdings ab.

        Bei dieser Bauform findet mein Ringfinger eine sehr gute Position jedoch wo bleicht der kleine Finger ?
        Dieser liegt genau auf der harten Kante welches für mich momentan sehr unangenehm anfühlt.

        Diese Aussage trifft für mich nicht zu:
        "
        Die Seitentesten wurden so positioniert, dass sie
        nicht mit dem Zeige- oder kleinen Finger kollidieren
        "

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Weiter vorne anfassen sodas der kleien Finger mit in die Griffmulde passt ist nur unter Anspannung Möglich .

        Schade
      • Von tabarus Schraubenverwechsler(in)
        Ich habe die Gekkota bestellt da sie speziell für den Finger Tip Grip hergestellt sein soll.
        Mein erster Eindruck weicht hiervon allerdings ab.

        Bei dieser Bauform findet mein Ringfinger eine sehr gute Position jedoch wo bleicht der kleine Finger ?
        Dieser liegt genau auf der harten Kante welches für mich momentan sehr unangenehm anfühlt.

        Diese Aussage trifft für mich nicht zu:
        "
        Die Seitentesten wurden so positioniert, dass sie
        nicht mit dem Zeige- oder kleinen Finger kollidieren
        "

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Weiter vorne anfassen sodas der kleien Finger mit in die Griffmulde passt ist nur unter Anspannung Möglich .

        Schade
      • Von 45thFuchs BIOS-Overclocker(in)
        Die mx5xx reihe von Logitech könnte auch mal ein upgrade brauchen.
        Es ist leider das ich seit dual optical und mx510 nur auf dieses Modell (und jedes einzelne refresh)setze.
        Die abtastrate ist aber bei mir sehr unterschiedlich je nach spiel und Auflösung des Monitors.
        Glaube so zwichen 800und 2500dpi hab ich meistens eingestellt.
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von vaylor
        ...nur fehlen mit ein paar worte zur oberfläche der maus...
        ???

        Zitat von PCGH
        Da die Griffmulden für den Daumen sowie Ring- und kleinen Finger mit einer stark angerauten Gummischicht versehen sind, bietet die Epic Gear Gekkota eine sehr gute Griffigkeit, selbst wenn die Fingerkuppen schon verschwitzt sind. Die Fläche der Gummielemente fällt groß aus und reicht weit an das Mausende, sodass diese selbst dem weit hinten angesetzte Daumen/kleine Finger beim Fingertipp-Griff noch einen sehr guten Halt bieten. Dazu kommt, dass alle Tasten sowohl beim Claw- als auch Fingertipp-Griffstil gut zu erreichen sind.
        Was fehlt dir da noch an Info?
      • Von vaylor Schraubenverwechsler(in)
        grüsse,
        guter test.
        nur fehlen mit ein paar worte zur oberfläche der maus.
        da man im video klar erkennen kann das sie lackiert ist.
        würde ich behaupten bei langem zocken kommen schwitzige hände zum vorschein.
        ansonsten gute maus schön leicht mit 110gramm nur leider nichts für mich da wie gesagt die oberfläche lackiert ist und nicht so schön rau wie z.b bei den razer mäusen.

        mfg

        Vaylor
      • Von vvoll3 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Kondar
        Selbst 6400 sollten dicke reichen bei 1080p; bin mal gespannt wie das bei 4K wird....oder verwechsel ich da wieder was?
        Ging mir eher darum das da schon von Haus aus "über den Specs gearbeitet wird", die "Base CPI" der Sensoren sind seit Jahren bei 800 geblieben, 3305 hat 1200, dafür einen schwachen DSP, erst der 3366 hat da wieder die ganze Sache weitergebracht.
      Direkt zum Diskussionsende
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