Logitech-Ersatzteile: Ab Sommer gibt es ein "Recht auf Reparatur" für Mäuse und Co.
Ab Sommer wird Logitech in Zusammenarbeit mit iFixit Ersatzteile für PC-Mäuse anbieten. Künftig soll es für verschiedene Logitech-Produkte Ersatzteile und Reparaturanleitungen zu kaufen geben.
In letzter Zeit bieten sowohl Apple als auch Samsung Reparaturkits für Smartphones an , allerdings nur in den USA. Nun hat sich der Schweizer Hersteller Logitech dazu bekannt und eine Kooperation mit iFixit angekündigt. Künftig wird es Ersatzteile für PC-Zubehör sowie passende Reparaturanleitungen bei iFixit zu kaufen geben.
Ab wann gibt es die Ersatzteile zu kaufen?
Der Online-Shop wird sowohl Ersatzteile offerieren, als auch sogenannte Fix Kits, die alles Notwendige für die Reparatur inklusive Werkzeug beinhalten. Voraussichtlich ab Sommer 2023 wird Logitech für die Mäuse MX Master und MX Anywhere Ersatzteile samt Reparaturanleitung bei iFixit anbieten. Im iFixit Logitech Repair Hub werden noch weitere Geräte des Herstellers gelistet. Hierzu gehören Tastaturen, Webcams, Kopfhörer, Lenkräder und Bluetooth-Lautsprecher. Noch offen ist, wie teuer die Ersatzteile sein werden.
Logitech folgt mit den Ersatzteilen zahlreichen anderen Geräteherstellern. So hat beispielsweise Microsoft den Fokus bei der aktuellen Surface-Generation auf die Reparierbarkeit gelegt und möchte so den eigenen Hardware-Partnern wie Asus, Dell & Co. aufzeigen, wie man sich ein modernes Laptop vorstellt. Kunden können etwa beim Surface Laptop 5 als originale Ersatzteile den Touchscreen, Tastatur samt Handballenauflage, die Gehäuseunterseite samt Standfüßen, den Akku, die SSD sowie das Mainboard samt CPU und RAM kaufen und selbst tauschen. Mit Ersatzteilen sowie Reparaturanleitungen wollen viele Hersteller einem Recht auf Reparatur zuvorkommen, nachdem jahrelang die Wegwerf-Mentalität vorgeherrscht hat. Wenn Hardware länger im Einsatz ist und instandgesetzt, statt durch neue Geräte ersetzt wird, entsteht weniger Elektroschrott und es ist damit nachhaltiger und umweltfreundlicher.
Ebenfalls lesenswert: Logitech G Aurora: Geschlechtsübergreifende Produkt-Kollektion vorgestellt
Sammlung zu Ersatzteilen für Logitech-Produkte:
- Gemeinsam mit iFixit wird Logitech für PC-Zubehör Ersatzteile und passende Reparaturanleitungen anbieten.
- Bereits ab Sommer gibt es die Do-it-yourself-Kits für die MX Master und MX Anywhere.
- Viele weitere Logitech-Produkte, etwa Tastaturen, Lenkräder, Kopfhörer bekommen ebenfalls Ersatzteile sowie eine Anleitung dazu.

1. Tastatur und Maus sind daily use items. Da muss man halt mal regelmäßig aufschrauben, reinigen und warten.
2. Nutzt man heute Mäuse und Tastaturen intensiver und länger als wie vor 20 Jahren.
3. Hat sich im Gaming Bereich leider die Latenz in den Köpfen der User eingeschlichen, d.h. ein Gaming-Hersteller darf seiner Maus kaum noch Klick-Latenz-Zeit spendieren, nur prellen mechanische Taster immer länger, je länger sie genutzt werden und irgendwann werden eben Doppeleingaben erkannt. Darum war das früher, oder bei Billig/Office-Mäusen, nie ein Problem.
4. Verschleißteile wie Mikroschalter kommen meistens von anderen Herstellern und Probleme damit betreffen dann mehrere Firmen, nicht nur Logitech (nur mal "Deathadder Doppelklick" auf Google eingeben).
5. Abhilfe dafür schaffen z.B. optische Schalter in Maus und Tastatur oder hochwertige Bauteile an mechanisch schwierigen Stellen. Kostet halt, nur mag das wieder keiner zahlen. Wer sich jedenfalls wundert, dass sich z.B. bei den billigsten Headsets von Logitech (G4xx) Materialermüdungen zeigen, der ist selbst Schuld. Muss man eben für die Materialqualität tiefer in die Tasche greifen.
Nur werden die Switches immer billiger und halten nicht mehr so lange.
Einfach ne Maus mit optischen Switches nehmen.
Dieses Doppelklick Problem scheint ja ein relativ junges Phänomen zu sein. Jedenfalls kenne ich sowas von früher überhaupt nicht und ich nutze schon seit über 25 Jahren PC-Mäuse. Könnte es sein, dass Hersteller womöglich absichtlich minderwertige Teile verbauen?