Mad Max E3-Vorschau: Apokalyptisches Endzeit-Epos mit Benzin im Blut, aber weitem Weg
Es muss nicht immer Fallout sein: Mad Max, Action-Kinoheld der 1970er und 80er, fährt bald auch auf dem PC durch Australiens endzeitliche Wüstenlandschaft. Wir werfen einen ersten Blick auf den neuen Action-Titel der Avalanche Studios.
Es gibt Filme und Bücher, bei denen man sich fragt, warum es dazu eigentlich noch kein oder kein aktuelles Spiel gibt. Nehmen wir Mad Max: Der erste der Endzeitstreifen mit Mel Gibson kam vor 34 Jahren ins Kino - da waren viele der heutigen PC-Spieler noch gar nicht geboren. Nur zu dessen Nachfolger Mad Max 2 erschien 1990 ein eher windiger Action-Titel für das Nintendo Entertainment System. Doch das ist auch schon wieder ein knappes Vierteljahrhundert her. Das scheinen auch die Designer bei den Avalance Studios gemerkt zu haben - sie stellten auf der E3 in Los Angeles ein zeitgemäßes Action-Adventure mit Rennspiel-Einlagen vor, bei dem kein Auge trocken bleibt.
Creative Director Frank Rooke, einst bei Monolith für die knallharten Condemned-Action-Adventures zuständig, ist unser Reiseführer durchs australische Outback. Durch das donnert Mad Max mit seinem leicht verschrobenen Automechaniker Chumbucket, der am liebsten auf der Ladefläche vom Max' zärtlich "Magnum Opus" genannten Vehikels mitfährt - mit bloßem Oberkörper, denn wen stört schon ein kleiner Sonnenbrand oder vorzeitige Hautalterung?
Auch, wenn die Story des Open-World-Spiels komplett neu ist, soll es über 50 "authentische" Fahrzeuge im Spiel geben. An unserem eigenen können wir sogar ausführlich herumschrauben. Wie wäre ein kernigerer Kühlergrill, mit dem wir unsere Gegner besser rammen können? Unseren Wagen macht das zwar schwerer, doch das gleichen ein stärkerer Motor und dadurch notwendige stärkere Bremsen wieder aus.
Jetzt wird es Zeit für eine Mission: Max muss motorisierten Gegnern einen wertvollen Gegenstand klauen und sich dann durch einen Pass schlagen. Der erste Teil ist schnell erledigt: Wir nähern uns den feindlichen Fahrzeugen, von denen einige Mitfahrer auf unser eigenes springen. Wir schütteln sie entweder mit harten Lenkbewegungen ab oder verpassen ihnen einen Schuss mit der Schrotflinte. Mit einer Harpune können wir sogar gegnerische Fahrer hinter ihrem Steuer wegziehen. Schließlich bleibt nur noch der Anführer übrig: Ein paar Schüsse auf die Öltanks auf seiner Ladefläche, schon geht seine Karre in Flammen auf. Wir stoppen, steigen aus und schnappen uns das Artefakt.
Mad Max E3-Vorschau: Start your engines
Ein Blick auf die Karte offenbart Dutzende von möglichen Zielen, doch wir wollen zum Dead Barren's Pass. Der ist jedoch schwer gesichert, also machen wir uns zu Fuß auf, um den Fahrweg zu säubern. Mit bloßen Händen, Schlagwaffen, Messer, Schrotflinte und einem explodierenden Speer zerlegen wir Mitglieder einer feindlichen Gang. Dann knöpfen wir uns mit einem Scharfschützengewehr Ölfässer und Wachposten im Lager direkt am Tor zum Pass vor. Das Blut spritzt dabei manchmal in so hohem Bogen, dass wir uns schon jetzt fragen, was die Bundesprüfstelle dazu sagen wird. Schließlich geht es zurück zum Auto, wo Chumbucket schon ungeduldig auf uns wartet. Mit Vollgas ballern wir zum Pass und dann hindurch, wobei wir gegnerische Vehikel rammen und auf uns herab fallenden Containern ausweichen. Doch die Freude, das alles heil überstanden zu haben, währt nur kurz: Auf der anderen Seite des Passes warten Dutzende anderer Autos auf uns ...
Mad Max E3-Vorschau: E3-Fazit
Auf den ersten Blick macht Mad Max einen milde durchwachsenen Eindruck. Richtig gefährlich wurden uns die Gegner weder zu Fuß noch auf vier Rädern. Doch gelingt es den Avalance Studios, ihre Open-World- und Fahrzeugkampferfahrung aus Just Cause 2 und Renegade Ops in Mad Max zu bündeln, könnte der Titel das Flair der Filmvorlage einfangen: ein dystopischer Western, bei dem Pferdestärken statt Pferden die Hauptrolle spielen. Viel hängt hier von der Story und den möglichen Interaktionen mit der Spielwelt ab. Die Individualisierung des eigenen Fahrzeugs ist da schon ein Schritt in die richtige Richtung.

ID-Software steht eigentlich für Qualität. Das investierte Geld war die Lehre vorher tatsächlich mal einen Testbericht zu lesen, auch wenn bei mir keine Textur- oder Clippingfehler aufgetreten sind.
Insgesamt war das Spiel, wie du schreibst, enttäuschend.
Die sollen sich also ja Mühe geben, sonst gibts mit nem Interceptor V8 was auf die Füße
Die Filme sind kult, alles schön voll mit Irren und Psychopaten und ich liebe diese alten Motorräder, schon höllisch schnell aber gruselige Bremsen und Fahrwerke