Cooler Master V10 im Test: CPU-Kühler mit Peltier-Technik
Cooler Masters V10 ist kein gewöhnlicher CPU-Kühler: Er ist riesig, kühlt mit gleich zwei Lüftern und verwendet ein Peltier-Element, mit dessen Hilfe er über 200 Watt Wärmeleistung abführen kann. PC Games Hardware testet den neuen Monsterkühler.
Quelle: http://www.pcgameshardware.de
Cooler Master V10 (10)
Cooler Master V10: Die Technik
"Hybrid TEC System" nennt Cooler Master die Kühltechnik des gigantischen CPU-Kühlers V10: TEC steht für "Thermo-Electric Cooling" und bezeichnet das integrierte Peltier-Element, das jedoch nur oberhalb einer Temperatur von 25 Grad Celsius arbeitet und sonst den Lüftern die ganze Arbeit überlässt - daher "Hybrid". Ein Peltier-Element erzeugt bei Stromfluss eine Temperaturdifferenz; beim V10 wird es über einen 4-Pin-Molex-Stecker direkt vom Netzteil mit Energie versorgt, bis zu 70 Watt nimmt es laut Hersteller auf.
Angebracht ist die kleine Peltier-Platte an oberen Ende der hinteren vier 6-Millimeter-Heatpipes. Dort soll es die Wärme der kurzen Röhren aufnehmen und weiterleiten zu vier weiteren, die in den hinteren Lamellen enden, die von einem der beiden Lüfter gekühlt werden. An der ausladenden Kühlerfront sitzen sechs weitere Heatpipes, die ohne Peltier-Technik ihre Wärme an die übrigen Lamellen abgeben, auf denen der zweite Lüfter liegt. Beide Lüfter werden über ein gemeinsames Kabel mit Strom und PWM-Signal versorgt und drehen mit maximal 2.270 U/min.
Quelle: PC Games Hardware
Cooler Master V10 - hier sitzt das Peltier-Element
Auch abseits seiner Technik ist der V10 eine beeindruckende Erscheinung: Rund 24 Zentimeter misst er in der Länge - gut für den Arbeitsspeicher, der so auch noch etwas von der Frischluft des liegenden Lüfters abbekommt, doch schlecht für alle mit engen Gehäusen.
| Name | V10 |
|---|---|
| Hersteller | Cooler Master |
| Maße (B x H x T) | 161 x 130 x 237 mm |
| Gewicht | 1.270 Gramm (mit Lüftern) |
| Lüfterformat | 2 x 120 mm |
| Lüfteranschluss | 4-Pin (PWM) |
| Lüfterdrehzahl | Max. 2.220 U/min |
| Technik | Heatpipes (10), Peltier-Element (TEC) |
| Sockel AMD/Intel | 754, 939, AM2(+), AM3/775, 1366 |
| Preis | Euro 100,- |
Cooler Master V10: Zubehör und Montage
Das Montagesystem ist umständlich, garantiert aber hohen Anpressdruck und festen Halt - der auch bitter nötig ist, denn der V10 wiegt 1.270 Gramm. Wie von Cooler Master gewohnt, wird der CPU-Kühler mit einer Backplate verschraubt, und zwar von unten, für die Montage muss also das Mainboard kopfüber auf den Kühler gelegt werden. Immerhin ist die Anleitung gut verständlich und beim Festziehen der vier Muttern hilft ein kleiner Mutternaufsatz für den Schraubendreher. Montagesets liegen bei für die AMD-Sockel AM2(+)/AM3, 939 und 754 sowie für die Intel-Plattformen LGA775 und 1366; Wärmeleitpaste spendet ein kleines Tütchen. Die mit roten LEDs beleuchteten Lüfter sind bereits fest mit dem Kühler verbunden, in der Verpackung findet sich also sonst nichts.
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Cooler Master V10 (14)
Cooler Master V10: Leistung & Lautstärke
Sehr hohes Gewicht, ausladende Form, zwei schnelle 120-Millimeter-Lüfter und nicht zuletzt die Peltier-Technik: Unsere Erwartungen an die Kühlleistung sind hoch. Cooler Master verspricht, dass der V10 über 200 Watt Abwärme abführen kann; da es derart heiße CPUs nicht gibt, müssen wir uns mit deutlich weniger zufrieden geben: Unser bewährtes offenes Testsystem mit Core 2 Extreme QX6850 kommt auf eine TDP von 130 Watt. Wir heizen es mit einem Prime-95-Dauerlauf (In-Place-Large-Test) und messen die maximale Kerntemperatur mit Core Temp, sobald sich die Temperatur nicht mehr ändert.
Die Zahlen sprechen für sich: Der V10 spielt in der Oberliga der CPU-Kühler mit. Lassen wir auch die Konkurrenzmodelle von Scythe, Zalman, Thermalright & Co. bei voller Drehzahl laufen, liegt der V10 praktisch auf einer Höhe mit dem Thermalright IFX-14. Diesen statteten wir mit unserem Referenzlüfter aus, dem Scythe S-Flex SFF21E (1.200 U/min). Beide werden nur von Zalmans neuem 9900er geschlagen, der die CPU-Temperatur nur um 21,8 Grad Celsius über die Lufttemperatur klettern lässt (die absolute CPU-Temperatur liegt also um rund 24 Grad Celsius höher).
Wie groß ist dabei der Einfluss der Peltier-Technik? Testweise ziehen wir dem TEC-Modul den Stecker - und die CPU-Temperatur steigt sofort. Aber nicht viel: Gerade mal zwei Grad Celsius Unterschied konnten wir ausmachen. Offenbar reichen der riesige Kühlkörper, die zehn Heatpipes und die zahllosen Lamellen schon, um im Zusammenspiel mit den zwei schnell drehenden Lüftern gute Kühlleistungen zu erreichen.
Dabei hätten wir gern auf diese hohen Drehzahlen verzichtet. Aus 0,5 Metern Entfernung bringt es der V10 nämlich auf 5,2 Sone (46,9 dB(A)) - egal ob das Peltier-Element läuft oder nicht, denn diese Technik ist völlig lautlos. Diese Lautstärke ist angesichts der schnellen Lüfter nicht verwunderlich, aber dennoch ärgerlich. Schon der Zalman ist kein Leisetreter, mit 3,9 Sone aber weniger aufdringlich, und die beiden Thermalright-Modelle mit unserem Referenzlüfter kommen bei voller Drehzahl nicht über 0,9 Sone hinaus.
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Cooler Master V10 - Lautheitsdiagramm: je höher der Ausschlag, desto lauter die Frequenz
Cooler Master V10: Fazit
Der V10 ist ein erstklassiger Luftkühler, keine Frage - sofern er denn ins Gehäuse passt. Doch wie die Konkurrenz zeigt, lässt sich ähnliche Kühlleistung auch mit sehr viel weniger Aufwand und vor allem weniger Lärm erreichen. Die Peltier-Technik ist ein interessanter Ansatz, von ihrer Notwendigkeit sind wir aber nicht überzeugt.
Der Cooler Master V10 ist ab Ende März für rund 100 Euro verfügbar (siehe Preisvergleich Cooler Master V10).
Ja, stimmt. Das kommt auch noch dazu.
Du musst noch entlüften. Das hast du vergessen.
Nichts ist nerviger als wenn man Luftblasen im Kreislauf hat.
Lukü:
-WLP aufbringen
-Kühler auf die CPU schrauben
-Lüfter anbringen und anschließen
Fertig
Wakü
-WLP aufbringen
-Kühler auf die CPU schrauben
-Radi anbringen
-Lüfter anbringen
-Pumpe anbringen
-Ausgleichsbehälter anbringen
-Schlauchlängen abmessen und schneiden
-Schläuche anbringen
-Probelauf, Wakü auf Dichtigkeit prüfen
Erst dann ist man fertig.
Und checken sollte man seine Wakü sowieso regelmäßig.
Ganz zu schweigen falls man dann auch noch die GPU kühlen möchte.
Also erzähl bitte keine Märchen
Im Vergleich zu einem luftgekühlten System ist eine Wakü verhältnismäßig viel Arbeit.
Eine Wasserkühlung ist vom Einbau und Wartungsaufwand her nur wenig aufwändiger als eine Luftkühlung. Wenn man sich nicht anstellt wie der letzte Depp und beim Einbau ein bisschen aufpasst (Moderne Systeme sind in der Beziehung eigentlich narrensicher) dann hat man damit keine Schwierigkeiten. Ich hab meine WaKü jetzt seit ein paar Monaten eingebaut und bin hochzufrieden. Eine Änderung der Wasserqualität gibt es bisher nicht, daher kann ich sagen das sich auch der Wartungsaufwand in Grenzen hält (Ich verwende eine Mischung aus drei Teilen destilliertem Wasser und einem Teil Glysantin).
In Sachen Effizienz ist eine Wasserkühlung einem Luftkühler um Welten überlegen. Wie man auf die Idee kommt ein Peltierelement zu verwenden ist mir allerdings schleierhaft. Es kann funktionieren wenn man die entstehende Abwärme vom Kühlelement direkt ableitet aber von der Energieeffizienz ist es derart stromzehrend das ich eine Wasserkühlung jederzeit bevorzugen würde. Für alle die Bock haben mit ihrem PC die Wohnung zu heizen ist es eine Überlegung wert
Also mal ehrlich: Das Ding verdient in meinen Augen nur einen schiefen Lacher.
Da sind teilweise 40€ Kühler mit Silenteigenschaften, einem Lüfter, ohne dieses stromverbratende "Pelztier" usw. besser am Kühlen als dieser Turbinenfake.
Fazit: Abgelehnt... oO