High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool

Bei "High End-Luftkühlern" denken die meisten Nutzer nur an die Flaggschiffe von Thermalright, Be Quiet und vor allem Noctua; gelegentlich liegen auch die günstigeren EKL- und Scythe-Produkte in Reichweite der Bestenlisten-Dauerspitzenreiter. Die Deepcool-Marke Gamerstorm ist dagegen in Deutschland kaum jemandem ein Begriff - was sich mit einem neuen Spitzenprodukt ändern dürfte. Vorhang auf für den Assassin III.

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High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool
Quelle: PC Games Hardware

Kühler mit Premium-Anspruch gibt es viele auf dem Markt. Typische Merkmale: schön vernickelt, sauber verarbeitet, gegebenenfalls 1-2 Zierblenden und mit viel Zubehör sauber in einem großen Karton verstaut. Das neue "Gamer Storm"-Topmodell Assassin III bedient sich fleißig in dieser Reihe von Versatzstücken; so scheint das dreigeteilte Zubehör-Tray beinahe 1:1 von Noctua übernommen, der Inhalt (abgesehen von der nicht vormontierten, dafür aber zu mehr Sockel-unterstützenden Backplate) ebenfalls und der beiliegende, solide Schraubendreher steht dem Klassiker von Thermalright in nichts nach. Ein Plastikkärtchen für den Wärmeleitpastenauftrag und ein Vollmetall-Schlüsselanhänger sind etwas origineller, aber mit solchem Drumherum wollten schon viele, längst wieder vergessene Hersteller punkten. Viel wichtiger ist wohl der eigentliche Kühler.

Deepcool Assassin III: Der Kühler

Ein Kunststoffrahmen verdeckt gleichzeitig die Heatpipeenden über dem spiegelnden Topcover und leitet den Luftstrom in die Lammellen des Deepcool Assassin III. Quelle: PC Games Hardware Ein Kunststoffrahmen verdeckt gleichzeitig die Heatpipeenden über dem spiegelnden Topcover und leitet den Luftstrom in die Lammellen des Deepcool Assassin III. Zwei Lamellenstapel hinter je einem Lüfter, verbunden mit U-förmig gebogenen Heatpipes und in deren Scheitelpunkt eine Bodenplatte - am prinzipiellen Aufbau eines Dual-Tower-Kühlers gibt es wenig zu rütteln und Deepcool experimentiert nicht einmal mit den in letzter Zeit um sich greifenden RGB-LEDs. Nur zwei einfache Hochglanz-Plastikrahmen dienen gleichzeitig als Luftleitelement und Top-Cover über den Enden der Heatpipes. Die Nutzung von deren sieben ist etwas exotischer, denn mehr als sechs 6-mm-Wärmeleitrohre tragen auf den kleinen Heatspreadern von Desktop-CPUs ohnehin wenig zur Wärmeabfuhr bei. Einige Konkurrenten und der ältere Assassin II verbauen aber sogar acht Heatpipes.

Dessen Nachfolger ändert aber nicht nur die Wärmeleittechnik, auch die ehemalige 120-plus-140-mm-Lüfterkombination weicht zwei 140-mm-Modellen. Dieser von Noctua NH-D14 und -D15 bekannte Schritt erleichtert die Regelung und sorgt für einen stärkeren Luftstrom, kann aber zu Platzkonflikten führen: Alle Kühler dieser Größenklasse ragen mit ihrem vorderen Lüfter über die Speicher-Slots quasi aller Mainboards. Zwar erlaubt die Halterung des Asssassin III eine nach oben versetzte Montage, um hohen RAM-Modulen auszuweichen. Mehr als 25 mm Bodenfreiheit (Oberkante CPU bis Oberkante RAM) steigern aber die Gesamthöhe über den Grundwert von 168 mm. Ebenso wie 161 mm Länge und gut 1,2 kg Gewicht sind diese bereits ansehnlich, für Dual-140-mm-Tower aber nicht ungewöhnlich. Die Breite von 142 mm inklusive Lüfterklammern fällt dagegen beim Assassin III vorbildlich niedrig aus, weniger ist mit 140-mm-Lüftern kaum möglich. Leider verzichtet Deepcool umgekehrt auf einen asymmetrischen Aufbau; so verbessert sich die Mainboard-Kompatibilität gegenüber Kühlkörpern mit gegenüber der Bodenplatte in Richtung Mainboard-Oberkante versetzten Lamellen (zum Beispiel Noctua NH-D15S, Thermalright Le Grand Macho RT oder EKL Atlas) nicht.

Deepcool Assassin III: Lüfter & Lautheit

Die Lüfter des Deepcool Assassin III tragen an der Hinterkante jedes Blatts einen kleinen Spoiler. Quelle: PC Games Hardware Die Lüfter des Deepcool Assassin III tragen an der Hinterkante jedes Blatts einen kleinen Spoiler. Als einzige technische Innovation bewirbt Deepcool den zweilagigen Aufbau der Lüfter. An der Hinterkante jedes Lüfterblatts sitzt, leicht erhöht, ein kleiner Spoiler, der zusätzliche Luft befördern soll. Wie wir bereits in unserem großen 120-mm-Lüftertest anhand des Deepcool TF120 feststellten, ist der Erfolg der Maßnahme eher bescheiden. Zwar werden etwas bessere Temperaturen als bei Spoiler-losen Lüftern mit gleicher Dreh- und Blattzahl erreicht. Schnelldrehende Modelle oder solche mit mehr Lüfterblättern erzielen aber ebenfalls kältere Ergebnisse und am Ende zählt sowieso nur die Leistung pro Lautheit. Hier platziert sich die Deepcool-Technologie eher im hinteren Mittelfeld; macht also nichts wirklich falsch, bietet aber auch keine Fortschritte gegenüber konventionellen Designs.

Für den Assassin III bedeutet dies, dass er trotz seiner gehobenen Maximallautheit von 3,2 Sone nicht mit einem Überschuss an Kühlluft ins Rennen geht und von den meisten Anwendern sogar deutlich gedrosselt werden wird. Bis circa 400 U/min gelingt dies gut. Zwar sind die Deepcool-Lüfter nicht gänzlich frei von Nebengeräuschen wie die erklärte Konkurrenz von Noctua, die Antriebsgeräusche werden aber auch im 0,1-Sone-Bereich nahezu komplett vom Luftrauschen übertönt, sodass sich für die meisten Anwender kein Unterschied ergibt. Für Ultra-Silent-Fans ärgerlicher: Weniger als 400 U/min sind mit PWM-Ansteuerung gar nicht möglich, während ein Noctua NH-D15 mit minimal 170 U/min punktet und Be Quiets Dark Rock Pro 4 zwar ebenfalls mindestens 360 U/min schnell, bei gleicher Drehzahl aber auch deutlich leiser als der Assassin III arbeitet. Wer eine Lüftersteuerung mit einem Regelbereich bis unter 3,5 V nutzt, kann die Deepcool-Lüfter aber analog bei 120 bis 150 U/min anlaufen lassen.

Deepcool Assassin III: Die Leistung

Bislang beschreiben wir das neue Gamer-Storm-Produkt als zwar für den High-End-Bereich konzipierten Kühler, der aber quasi komplett ohne Besonderheiten antritt. Wieso widmen wir ihm also einen Einzeltest? Deswegen:

Auf seine unspektakuläre Art setzt Deepcool mit 46,6 °C nicht einfach nur eine neue Temperatur-Bestmarke für Luftkühler auf dem PCGH-Testsystem. Mit einem Vorsprung von 0,9 K gegenüber dem Noctua NH-D15 und 0,8 K gegenüber dem (sehr lauten) MSI Core Frozr XL setzt er sich auch deutlicher ab, als in dieser Klasse üblich, und nähert sich dem Durchschnitt der von uns getesteten 2×-120-mm-Kompaktwasserkühlungen an (46,3 °C). 48,6 °C In der Effizienzmessung bei 1,0 Sone stellen sogar beinahe einen neuen absoluten Bestwert für vormontierte Kühlungen mit zwei Lüftern dar - nur modulare Wasserkühlungen, Cooler Masters Master Liquid 240 (48,4 °C) und die vierfach bestückte Arctic Liquid Freezer 240 (45,1 °C), haben in PCGH-Tests noch besser abgeschnitten. Der bislang effizienteste Luftkühler (Thermaltakes Frio Extrem Silent 14 Dual nahe an seinem Sweetspot) liegt dagegen bei 49,2 °C, ein Noctua NH-D15 mit 49,3 °C bereits 0,7 K zurück und Be Quiets Dark Rock Pro 4 mit 49,8 °C wird sogar um über 1 K geschlagen. Zugegebenermaßen ist letzterer auch auf noch leiseren Betrieb optimiert - trotzdem setzt Deepcool bei der Effizienz so starke, neue Maßstäbe, dass er auch abseits der im Fokus stehenden hohen Maximalleistung mit der Konkurrenz mithalten kann. Wie bereits erwartet, tragen hierzu weniger die Lüfter, sondern vor allem der Kühlkörper bei. Während der Assassin III mit Serienlüftern bei gleicher Lautheit im 1,0-Sone-Bereich nur 0,7 K vor Noctuas NH-D15 liegt, sind es mit einheitlichen 0,7-Sone-Referenzlüftern im gleichen Temperaturbereich bereits 1,5 K. Drosselt man die Geschwindigkeit, steigt die Differenz zusammen mit den absoluten Temperaturen sogar auf über 3 K.

Deepcool Assassin III: Fazit

Insgesamt stärker als alle Konkurrenten und auch bei gleicher Lautheit kälter als diese, weitestgehend silent-tauglich, kompakter als der bisherige Spitzenreiter seiner Leistungsklasse und gut ausgestattet sowie auf allen Plattformen (außer TR4) ohne größere Probleme montierbar - es gibt nicht viele Aspekte, mit denen sich Luftkühler in Szene setzen können. Aber Deepcool meistert zwei der wichtigsten und spielt beim Rest weit vorne mit; insgesamt reicht es in der noch aktuellen PCGH-Gesamtwertung für Platz 2 mit minimalem Rückstand auf den Erstplatzierten und die bis zur Ausgabe 12/2019 geplanten Anpassungen im Notensystem, vor allem eine geringere Gewichtung veralteter Sockel, dürften dieser Spitzenplatzierung nicht schaden.

Leider ebenfalls spitzenmäßig sind die aktuell aufgerufenen Preise. Erste lieferbare Angebote des neuen Kühlers liegen bei 105 Euro, obwohl mehrere Händler gegenüber Deepcool Preise im hohen 90er-Bereich zugesagt haben und die UVP sogar bei 89 Euro liegt. Sobald sich Verfügbarkeit und Preise eingependelt haben, wird der NH-D15 also abdanken müssen. Auch der noch einmal etwas günstigere Dark Rock Pro 4 hält sich nur dank seiner knapperen Abmessungen und der Silent-optimierten Lüfterabstimmung auf Platz 1 unserer Bestenliste. Wer genug Platz hat und auch mal über 1,0 Sone unterwegs ist, wird mit dem Assassin III niedrigere Temperaturen erzielen.

Bildergalerie

Produkt Assassin III
Hersteller (Website) Deepcool (www.deepcool.com)
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 110,-/Note 4
Link zum PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2124831
Ausstattungsnote (20 Prozent) 1,80
Enthaltene Lüfter/Anschluss/Entkopplung 2× 140 mm (abweichende Rahmenform)/4 pin/ja
Montierbare Lüfter* 2× 120 mm
Lüfterdrehzahl min. – max. (PWM) 390 – 1.310 U/min
Ausführung Boden Kupferbodenplatte, vernickelt
Wärmeleitmittel/Lüftersteuerung/Extras Spritze/Kabeladapter/hochwertiger Schraubendreher, Y-Kabel, Wärmeleitpastenentferner und -verstreichhilfe, Metall-Schlüsselanhänger/-Casebadge
Eigenschaftennote (20 Prozent) 2,73
Sockelunterstützung AMD AM4/AM2(+)/AM3(+)/FM1/FM2(+)
Sockelunterstützung Intel 1151/1150/1155/1156/2066/2011-v3/2011
Anpresskraft Sockel 1151 180 N
Maße (B × H × T), Gewicht mit Lüfter(n) 142 × 168 × 161 mm, 1.210 g
Montageaufwand (AMD/115X/2066) Mittel/mittel/gering
Platinenausbau nötig (AMD/115X/2066) Ja/ja/nein
Gedrehte Montage (AMD/115X/2066) Nicht möglich/möglich/möglich
Leistungsnote (60 Prozent) 1,53
CPU-Temp., Serienlüfter (100/75/50%) 46,6/48,3/51,5 °C
Lautheit Serienlüfter (100/75/50%) 3,2/1,3/0,3 Sone
Schalldruckpegel Serienlüfter (100/75/50%) 40,8/32,0/22,1 dB(A)
CPU-Temp., Serienlüfter bei 1,0 Sone 48,6 °C (900 U/min)
CPU-Temp., Referenzlüfter (100/75/50%) 48,7/51,5/60,8 °C (2× 140 mm)
Lautheit Referenzlüfter (100/75/50%) 0,7/0,2/0,1 Sone (2× 140 mm)
Schalldruckpegel Referenzlüfter (100/75/50%) 26,4/19,6/16,1 dB(A) (2× 140 mm)
Fazit + Hohe Maximalleistung, ungeschlagene Effizienz
  - Hoher Preis
Wertung: 1,82

Hinweis: Die Wertung erfolgt gemäß des bis einschließlich PCGH 11/2019 gültigen Wertungssystems. Für die Ausgabe 12/19 ist ein Update geplant.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von shootme55 BIOS-Overclocker(in)
        AW: High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool

        Zitat von pietcux
        Das Asus C6H hat netterweise Langlöcher für die Kühlerbefestigung. Da hatte ich Anfangs den Mugen 4 drauf mit der AM3 Befestigung.
        Ist eine löbliche Ausnahme. Aber da ich von 1366 auf TR4 gewechselt habe war das für mich keine Option. Wer konnte auch schon 2015 wissen dass AMD so ein Monster auf den Heimanwendermarkt schiebt. Damals war ich mir nichtmaö sicher ob es AMD 2017 noch gibt.

        Edit: mein Asus P6T hatte auch Bohrungen für Kühler Sockel 1366 und Sockel 775, da waren die Ingenieure wirklich nett zu den Aufrüstern.
      • Von shootme55 BIOS-Overclocker(in)
        AW: High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool

        Zitat von pietcux
        Das Asus C6H hat netterweise Langlöcher für die Kühlerbefestigung. Da hatte ich Anfangs den Mugen 4 drauf mit der AM3 Befestigung.
        Ist eine löbliche Ausnahme. Aber da ich von 1366 auf TR4 gewechselt habe war das für mich keine Option. Wer konnte auch schon 2015 wissen dass AMD so ein Monster auf den Heimanwendermarkt schiebt. Damals war ich mir nichtmaö sicher ob es AMD 2017 noch gibt.

        Edit: mein Asus P6T hatte auch Bohrungen für Kühler Sockel 1366 und Sockel 775, da waren die Ingenieure wirklich nett zu den Aufrüstern.
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        AW: High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool

        Zitat von shootme55
        Noctua NH-D15 vs. Scythe Mugen 2

        Leider sind die Grafiken nicht mehr online, aber im Text steht eh alles drinnen. Der NH-D15 ist definitiv der bessere Kühler, aber wenn ich nicht bei jedem neuen PC bis jetzt geschafft hätte einen inkompatiblen Sockel zu kaufen, würd ich den Aufpreis nicht bezahlen. Also für die meisten von uns den Aufpreis nicht wert.

        Meine Messmethoden sind natürlich nicht so astrein wie die von PCGH, und die Referenz-CPU hab ich auch nicht, aber in meinem Test kann man noch immer sehen dass ein inzwischen 10 Jahre alter Budget-Kühler (damals um 39 Euro gekauft) bei richtiger Handhabung völlig ausreichend und leise genug ist für aktuelle Mainstreamsockel, wenn auch leider inzwischen nicht mehr kompatibel zum AM4.
        Das Asus C6H hat netterweise Langlöcher für die Kühlerbefestigung. Da hatte ich Anfangs den Mugen 4 drauf mit der AM3 Befestigung.
      • Von shootme55 BIOS-Overclocker(in)
        AW: High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool

        Zitat von mannefix
        "...weitgehends ultra silentfähig...", bei 110 Euro ein No Go für mich.
        Krass Noctua mit 160 U/Min.
        Sollte mal auf Noctua umschwenKen, habe die Eloop und die sind schon super.

        0,1 Sone hört man gar nicht...aus mehr als 30 cm.

        Ich muss 65 W (Xeon) rauskriegen...mit mugen 2.

        Lohnt der Umstieg vom I7 6700K auf Ryzen 3700?

        Also Mugen 2 war schon damals Weltklasse. Weil die Rippen so schön weit auseinander sind...Ich habe das Teil auch. Ist der Noctua mit Lüftern im Vergleich zum Mugen sein Geld echt nicht wert?
        Noctua NH-D15 vs. Scythe Mugen 2

        Leider sind die Grafiken nicht mehr online, aber im Text steht eh alles drinnen. Der NH-D15 ist definitiv der bessere Kühler, aber wenn ich nicht bei jedem neuen PC bis jetzt geschafft hätte einen inkompatiblen Sockel zu kaufen, würd ich den Aufpreis nicht bezahlen. Also für die meisten von uns den Aufpreis nicht wert.

        Meine Messmethoden sind natürlich nicht so astrein wie die von PCGH, und die Referenz-CPU hab ich auch nicht, aber in meinem Test kann man noch immer sehen dass ein inzwischen 10 Jahre alter Budget-Kühler (damals um 39 Euro gekauft) bei richtiger Handhabung völlig ausreichend und leise genug ist für aktuelle Mainstreamsockel, wenn auch leider inzwischen nicht mehr kompatibel zum AM4.
      • Von geisi2 Freizeitschrauber(in)
        AW: High End-Luftkühler Assassin III im Test: Der D15-Killer von Deepcool

        Zitat von Bevier
        Die Leistung des Kühlers ist wirklich imens gut und der Preis wird sicher bald fallen. Wir werden in ein paar Wochen unter die UVP sinken und damit ist er zwar immer noch teuer aber recht fair bepreist. Wie bei jedem neuen Gerät sind die Startpreise einfach überhöht. Aber da es sich um eine im Highend-Bereich nicht ganz so bekannte Marke handelt, wird das wohl etwas langsamer vonstatten gehen...

        Für den "Durchschnittsnutzer" wird ein Brocken 3 die bessere und weitaus günstigere Wahl sein, wer aber das Bestmögliche will, kann hier wohl getrost zugreifen.
        Ich behaupte das ein Brocken 3 BE mit 2x140mm Wing Boost Lüftern ganz ganz oben mitspielt und das für 60€.
        Schade das hier nur die 1x140 Variante vertreten ist. Für mich einer der besten Luftkühler was sowohl Leistung als auch die Lautstärke betrifft.
      • Von mannefix BIOS-Overclocker(in)
        "...weitgehends ultra silentfähig...", bei 110 Euro ein No Go für mich.
        Krass Noctua mit 160 U/Min.
        Sollte mal auf Noctua umschwenKen, habe die Eloop und die sind schon super.

        0,1 Sone hört man gar nicht...aus mehr als 30 cm.

        Ich muss 65 W (Xeon) rauskriegen...mit mugen 2.

        Zitat von Norisk699
        Also ich habe "damals" gerne gutes und viel Geld für meinen CPU-Lüfter ausgegeben.

        Ich habe mir 2011 (also vor 8 Jahren) einen Noctua NH C 14 gekauft. Seitdem hat er ALLE meine CPUs flüsterleise und sehr gut gekühlt.
        Auch sind BIS HEUTE kostenlose Aufrüst-Mounting-Kits für neue Sockel verfügbar, weswegen ich bei meinem beabsichtigten Wechsel auf AM4 (Ryzen 3000er) auch weiterhin einen sehr guten und kompatiblen Kühler haben werde. Die Noctua-Lüfter laufen so ruhig und gut wie am ersten Tag (ein Meisterwerk der Langlebigkeit!). Das Mounting-Kit für AM4 kann auf der Herstellerseite gegen Nachweis (Kaufbeleg Mainboard oder Prozessor AM4) kostenlos bestellt werden. Wer keine zwei Wochen warten kann, zahlt etwa 7 Euro bei anderen Händlern...

        Sehr gerne habe ich also 2011 wohl etwa 80 Euro für einen solchen Kühler ausgegeben.
        Seitdem lief ein i5 2500k + i7 6700k damit. Beim nächsten Aufrüsten zu einem Ryzen 5 3600 oder 7 3700(x) ist er weiterhin mit dabei. Dann werde ich diesen Kühler wohl gut ein Jahrzehnt genutzt haben, und ein Ende ist nicht in Sicht. Und all das auf hohem Niveau.

        Ich empfehle daher durchgehend Noctua an Bekannte, da kauft man zwar relativ teuer aber richtig und gut. Auch meinen nächsten Kühler werde ich ganz sicher von Noctua kaufen. Der D15 sieht schon nett aus...aber Upgrade derzeit nicht nötig und nicht möglich wegen Bauhöhe des Kuhlers (passt nicht in mein Case).

        Ob DIESER Kühler (Thread) ebenso lange unterstützt wird, muss sich erst noch zeigen. Ich vermute: nein...
        Lohnt der Umstieg vom I7 6700K auf Ryzen 3700?

        Zitat von shootme55
        Für mich ist der Test in erster Linie wieder ein Beweis, dass sich die Hersteller am Limit dessen bewegen, was mit der aktuellen Technik sinnvoll möglich ist. Als ich damals meinen 4,2GHz Westmere genutzt hab um den Mugen 2 (inzwischen 10 Jahre alt und damals nicht der Beste) mit meinem neu gekauften NH-D15 zu vergleichen hatte ich mir schon mehr erwartet, die Unterschiede sind schon zu gering damit ich derartige Preise dafür bezahlen würde.
        Wenns einem gefällt den stärksten Kühler sein Eigen zu nennen ist das eine andere Sache, aber technisch lohnen tut sich der Aufpreis von der 45 Euro-Liga leider (oder zum Glück, wie mans nimmt) nicht mehr.

        Sollnatürlich die Qualitäten des Testexeplars nicht mindern, meine nur dass bei Luftkühlern Highend kaum noch was bringt.
        Also Mugen 2 war schon damals Weltklasse. Weil die Rippen so schön weit auseinander sind...Ich habe das Teil auch. Ist der Noctua mit Lüftern im Vergleich zum Mugen sein Geld echt nicht wert?
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