Noctua klärt auf: Warum dauern schwarze Lüfter-Versionen eigentlich so lange?

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Noctua klärt auf: Warum dauern schwarze Lüfter-Versionen eigentlich so lange?
Quelle: Noctua

Der Luftkühlungs-Spezialist Noctua ist nicht nur für den eigenen Premium-Anspruch, sondern auch für die meist genutzte Farbgebung bekannt - Braun und Ocker. Dass schwarze Lüfter erst deutlich später kommen, hat laut Noctua gute Gründe.

Wer sich schon länger für PC-Technik interessiert, erkennt Noctua-Lüfter direkt auf den ersten Blick - dank ihres besonderen Farbschemas. Während die meisten anderen Unternehmen auf schwarzen Kunststoff setzen, kommt bei Noctua meist die immer identische Kombination aus Braun und Ocker zum Einsatz. Diese ist zwar längst zum Markenzeichen geworden, gleichzeitig wünschen sich viele Kunden aber doch etwas dezenteres - also das übliche Schwarz. Entsprechende Versionen werden inzwischen auch als Teil der Chromax-Reihe angeboten, sie kommen aber immer deutlich später als die regulären Varianten.

Monatelange Entwicklung

Noctua hat nun in einem Blogpost erklärt, warum das der Fall ist. Demnach sorgt allein die Farbänderung dafür, dass die Produktion deutlich angepasst werden muss. Hintergrund ist der Herstellungsprozess: Die Einzelteile entstehen im Spritzgussverfahren, bei dem der warme Kunststoff als Flüssigkeit in eine Metallform gespritzt wird und dort aushärtet. Beigemengte Stoffe, wie die zur Färbung genutzten Partikel, verändern aber das Verhalten. Das macht bei den meisten Bauteilen keinen großen Unterschied, wird laut Noctua aber bei sehr engen Toleranzen zum Problem. Neuere Noctua-Modelle mit 120/140 mm Rahmenbreite verfügen demnach nur über einen Luftspalt-Abstand von 0,5/0,7 mm zwischen Rotor und Rahmen, der nach einer Farbänderung nicht einfach einzuhalten ist.

Vermessung des Rotors eines Noctua NF A12x25-G2 Chromax <a href='de.wikipedia.org/wiki/Laser-Doppler-Anemometrie'>mit Laser-Doppler-Anemometrie</a>. Quelle: Noctua Vermessung des Rotors eines Noctua NF A12x25-G2 Chromax mit Laser-Doppler-Anemometrie. Um die Entwicklungskosten niedrig zu halten, entwickelt Noctua neue Lüfter deshalb zunächst in Ocker/Braun. Erst wenn die Massenproduktion startet und damit klar ist, dass der Lüfter die gewünschte Form hat, geht es an die andere Farbvariante. Dort werden dann die ocker/braunen Metalloxide gegen schwarzes Carbon getauscht, dessen Partikel deutlich kleiner sind und sich damit anders verhalten. Die nachfolgenden Anpassungen und Belastungstests der fertigen Produkte benötigen angeblich, selbst wenn alles gut läuft, sechs Monate. Mit ein paar Entwicklungsschleifen oder weiteren Problemen, kann es auch deutlich mehr sein. Beim NF-A12x25 waren es aufgrund der damaligen Pandemie sogar drei Jahre.

Auch interessant: Noctua: CAD-Modelle für Lüfter offiziell zum Download bereit

Auch ein aktuelleres Beispiel hat Noctua parat, nämlich den NF-A12x25 G2. Ebendieser Lüfter ist bisher nicht als Chromax-Modell verfügbar, laut dem Unternehmen steht die Markteinführung aber kurz bevor. Seit dem Release sollen dann zehn Monate vergangen sein. Offenbar lief die Entwicklung hier also nicht ganz glatt: Die Produktion musste wohl einige Male angepasst werden, bis der Spritzguss in Schwarz die Erwartungen erfüllt.

Hätten Sie gerne mehr schwarze Noctua-Lüfter - oder gefallen Ihnen die ikonischen Brauntöne? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: Noctua

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    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Streich das "könnte". Mehr Volumen hilft definitiv. Wenn der Platz eh da ist, ist das aber natürlich kein Argument für die 25mm Konkurrenz.
        Wobei es schon ein Qualitätsmerkmal ist, wenn sich 25 mm-Lüfter mit den 30 mm dicken T30 messen können.
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Streich das "könnte". Mehr Volumen hilft definitiv. Wenn der Platz eh da ist, ist das aber natürlich kein Argument für die 25mm Konkurrenz.
        Wobei es schon ein Qualitätsmerkmal ist, wenn sich 25 mm-Lüfter mit den 30 mm dicken T30 messen können.
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Zitat von Herr_M
        Interessant. Hast du dazu noch Links?

        Edit: Hab zwei Sachen dazu.

        Link zur Evaluation bei HWCooling.
        Und die Daten von Computer Tech & More.

        Was mir bisher entgangen ist: der T30 140 mm.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von empy
        dass das auch mit der höheren Bauhöhe zu tun haben könnte
        Streich das "könnte". Mehr Volumen hilft definitiv. Wenn der Platz eh da ist, ist das aber natürlich kein Argument für die 25mm Konkurrenz.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Herr_M
        Interessant. Hast du dazu noch Links?
        Nicht sonderlich detailliert, aber: https://www.pcgameshardwa...

        Ich weiß auch noch, dass ich irgendwann mal mit jemandem über das gute Abschneiden diskutiert hatte und ihn darauf hingewiesen habe, dass das auch mit der höheren Bauhöhe zu tun haben könnte, aber ich weiß nicht mehr, in welchem Kontext.
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Zitat von Bl4ckR4v3n
        Das hängt von den Testern ab. Einige attestieren dem T30 eine ebenbürtige oder gar bessere Kühlleistung wie bei Noctua
        Interessant. Hast du dazu noch Links?

        Edit: Hab zwei Sachen dazu.

        Zitat

        The T30 managed to do what no fan had done before (its introduction) – outperform the Noctua NF-A12x25 (PWM) fan in some situations in efficiency by a very wide margin.
        Link zur Evaluation bei HWCooling.
        Und die Daten von Computer Tech & More.

        Was mir bisher entgangen ist: der T30 140 mm.
      Direkt zum Diskussionsende
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