Coollaboratory Liquid Ultra: Neue High-End-Wärmeleitpaste mit Flüssigmetall - Update
Coollaboratory bringt nach unseren Informationen schon bald die Wärmeleitpaste Liquid Ultra auf den Markt. Der Vorteil gegenüber der WLP Liquid Pro dürfte die einfache Entfernung aufgetragener Paste sein.
Original-Artikel: 12.01.2010
Die Liquid Pro von Coollaboratory ist gemessen an der Leistung bis heute die beste Wärmeleitpaste (siehe Preisvergleich). Allerdings hat sie bei der Konsistenz Nachteile: Sie ist zum einen nur sehr schwer anzuwenden (die Liquid Pro ist dünnflüssig, ähnlich wie Quecksilber), und zum anderen lässt sie sich nach dem Auftragen kaum wieder vom Prozessor entfernen. Es gibt zwar auch ein Metall-Pad von Coollaboratory, das diesen Nachteil umgeht, das aber hat den Nachteil, dass man es nur einmal benutzen kann und dass es einen "Burn-in" braucht: Es muss also einmal sehr heiß werden, damit es sich verflüssigt.
Diese Nachteile dürfte die neue Pastenversion Liquid Ultra nicht haben. Sie besteht wie die Liquid Pro zwar auch aus Metall, hat aber eine pastöse, nicht-flüssige Konsistenz. Dadurch lassen sich Spaltmaße besser ausgleichen. Die Liquid Ultra soll leicht anwendbar sein, nicht zwischen Prozessor und Kühler aushärten und leicht zu entfernen sein. Je nach Einsatz soll die Wärmeleitfähigkeit auf gleichem Niveau wie die Liquid Pro oder das MetalPad sein - womöglich sogar einen Tick besser. Eine offizielle Freigabe für Aluminiumkühler soll die Liquid Ultra nicht erhalten, trotzdem soll sie gegenüber derartigen Kühlern nicht so aggressiv sein wie noch die Liquid Pro.
Unserer Quelle zufolge wird die Coollaboratory Liquid Ultra 8,90 Euro kosten und bereits Mitte Januar im Handel erscheinen. Erste Bilder der Wärmeleitpaste finden Sie in der Galerie.
Update: 21.1.2010
Die Coollaboratory Liquid Ultra wird mittlerweile unter anderem von Caseking gelistet. Sie wird dort als lagernd bezeichnet und kostet tatsächlich knapp unter 9 Euro. Hier einige interessante Daten zum Set:
Neben der Liquid Ultra selbst liegen der Verpackung zwei kompakte Pinsel, ein Reinigungsset sowie eine mehrsprachige Anleitung bei. Geeignet ist die Wärmeleitpaste für alle gängigen Metalle wie Kupfer, Silber, Nickel und ähnlichem. Einzig mit Aluminium darf die Liquid Ultra nicht in Verbindung kommen.
Hinweis: Für kleinere Prozessoren sind in der Regel 2-4 Teilstriche ausreichend, bei größeren Prozessoren sollten 3-5 Teilstriche der Wärmeleitpaste verwendet werden.
Technische Details:
* Inhalt: 0,15 ml
* Lieferumfang:
- Wärmeleitpaste
- 2x Pinsel
- Schleif-Pad
- Reinigungstuch
- Mehrsprachige Anleitung
Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass Technic3D bereits einen ersten Hands-on-Test der Coollaboratory Liquid Ultra durchführen konnte. Hier ein Auszug
Die ersten Ergebnisse zeigen selbstredend ein dichtgedrängtes Feld, wobei die neue Ultra Variante einen sichtbaren Vorteil gegenüber den anderen beiden, Metal Pad und Noctua Paste, vorweisen kann. Die Leistung der neuen Wärmeleitpaste zeigt das sie abermals etwas verbessert werden konnte.
Bildergalerie
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Also wer es nicht hinbekommt, eine CPU in zwei Metern Entfernung vom Mainboard mit WLP zu bestreichen, ohne das PCB einzusauen, der sollte wirklich seine Finger von LMP lassen. Aber ich denke mal, 99% der PC-Besitzer kriegen das hin.
(Verwendung auf NB und GPU ist schon ne andere Nummer, zumal es wirklich schwer ist, das Zeug unter einem BGA-RAM vorzubekommen
Ich halte es also für unvernünftig, wegen ein paar Grad weniger, Paste zu verwenden, die elektrisch leitet und Aluminium angreift.
Das Produkt ist ja nicht ausschliesslich für "extreme" PC vorgesehen, sondern soll "Alltagstauglich" sein. Und da möchte ich mich nicht dauerd fragen, ob eventuell grade ein leitendes Tröpfchen auf ein PCB sickert, oder ob die Aluminiumoxid Bestandteile des PCB das Zeug vertragen ...
mmh pastös das könnte was für mich werden wenn dann die Werte noch stimmen gegenüber der AS 5
Das ist echt super.
Zu meinen Vorrednern:
Das Schleifpad ist schon OK, ansonsten bekommste so ein Pad nicht mehr runter, die sind echt hartnäckig.
Ich selber nutze aber bei jeder CPU Reinigung Stahlwolle mit der Feinheit 000, das feinste was es gibt und es bleibt zu sagen, dass es nichts besseres gibt, außer du hast echt langeweile (hatte ich auch schon) und schleifst die CPU nass auf einer hunderprozent planen Fläche, danach noch den Kühler entsprechend und dann 1 Tropfen Liquid Metal Pro dazwischen und du erreichst traumhafte Werte. Noch mal 3-4° weniger als ohnehin schon mit LMP.
Ich finde es auch super, dass die jetzt eine etwas besser zu verarbeitende Viskosität gebracht haben, ich werde sie auch gleich mal bestellen.
Die Paste ist natürlich nur für diejenigen, die auch das letzte bischen rausholen wollen. Es bringt nicht viel, aber jedes Grad ist kostbar, vor allem wenn du wieder 5% Lüftergeschwindigkeit reduzieren kannst.
Ich halte es also für unvernünftig, wegen ein paar Grad weniger, Paste zu verwenden, die elektrisch leitet und Aluminium angreift.
Das Produkt ist ja nicht ausschliesslich für "extreme" PC vorgesehen, sondern soll "Alltagstauglich" sein. Und da möchte ich mich nicht dauerd fragen, ob eventuell grade ein leitendes Tröpfchen auf ein PCB sickert, oder ob die Aluminiumoxid Bestandteile des PCB das Zeug vertragen ...
Hatte noch nie Probleme und das mit Aluminium stimmt, steht aber auch groß in der Anleitung dass man keine Alu Kühler verwenden darf!
Also Kupfer Kühler gibts mehr als genug!