Nvidia-CEO trifft Phoronix: "Bei Linux tut sich gerade einiges" - große Ankündigung?
Phoronix-Gründer Michael Larabel hat sich am Freitag mit Nvidia-CEO Jensen Huang getroffen und für die kommende Woche eine spannende Linux-Großankündigung in Aussicht gestellt. Worum es konkret geht, lässt der Linux-Experte noch offen.
Michael Larabel, Gründer und Chefredakteur der wohl wichtigsten Linux-Publikation Phoronix, hat am Freitag auf X ein Foto an der Seite von Nvidia-CEO Jensen Huang veröffentlicht - der Aufnahme zufolge entstand der Schnappschuss im Inneren eines hellen, glasdurchfluteten Nvidia-Gebäudes, welches stark an den Hauptcampus im Santa Clara erinnert. Dazu schreibt der Linux-Experte nur einen einzigen Satz:
Mehr brauchte es auch nicht, um die Linux-Szene in Bewegung zu setzen — Larabel ist die Stimme, die 2022 den weltweiten Open-Source-Push der Nvidia-Kernelmodule als Erster unter Embargo melden durfte. Es hat also bereits Tradition, dass Phoronix große Linux-Neuigkeiten von Nvidia zuerst veröffentlicht: So auch diesmal.
Phoronix kündigt große Linux-Neuigkeiten von Nvidia an
Welche genauen Details Phoronix in der kommenden Kalenderwoche veröffentlichen wird, lässt Larabel bewusst offen. Klar ist: Wer den Phoronix-Gründer persönlich in der Nvidia-Zentrale empfängt - und sich dabei auch fotografieren lässt -, der hat im Hintergrund sicherlich eine größere Geschichte zu verkünden.
Frühere Larabel-Termine bei Nvidia waren stets der Auftakt für eingebettete Briefings unter Sperrfrist, in deren Folge Phoronix exklusive Performance-Reviews oder Treiber-Tiefenanalysen abliefert. Der Zeitpunkt - exakt eine Woche vor Jensen Huangs GTC-Taipei-Keynote am 1. Juni 2026 und dem Start der Computex 2026 - ist alles andere als zufällig gewählt. Die Spekulationen haben bereits begonnen.
Nova-Treiber, DLSS für Linux oder etwas ganz Neues?
Was Nvidia und Phoronix ab dem 25. Mai konkret ankündigen werden, lässt sich derzeit nur spekulieren. Drei Szenarien drängen sich auf:
- Nova-Treiber wird produktiv. Der in Rust geschriebene Open-Source-Kerneltreiber Nova steht seit Linux 6.15 im Mainline-Kernel, wird aber bislang nur in kleinen Schritten weiter ausgebaut.
- Ein offizieller Nvidia-Stempel auf eine erste produktive Nova-Version — als empfohlener Open-Source-Pfad für Turing-, Ada- und Blackwell-Karten — wäre der größte Linux-Schritt seit dem Open-Source-Push der R515-Kernelmodule 2022.
- Linux-Gaming-Offensive zur Computex. Mit DLSS, Reflex und Frame Generation liegen die größten Performance-Hebel der Geforce-Karten bislang fast ausschließlich unter Windows.
- Ein nativer Linux-Pfad für DLSS oder Reflex 2 - gekoppelt mit dem aktuellen R595-Treiberstack und den jüngsten NVK-Vulkan-Verbesserungen - würde das Spielen unter Linux mit Geforce-Grafikkarten wohl endgültig auf ein Niveau mit AMD Radeon heben.
Linux-First-Hardware oder CUDA-RISC-V-Produktivfreigabe. Denkbar wären auch ein angekündigtes Linux-First-Produkt - etwa eine zweite Generation des Linux-basierten DGX Spark - oder die produktive Freigabe von CUDA auf RISC-V-Linux-Systemen, die Nvidia bereits Ende 2025 vorgestellt hat. Beides würde den AI-Bereich besonders adressieren, in dem Linux ohnehin die dominante Plattform ist.
Linux + Nvidia 2026: Von Vulkan-Treiber bis RTX Pro Blackwell
Die letzten Monate verliefen für Nvidia unter Linux ohnehin außergewöhnlich produktiv. Mit Linux-Kernel 7.0 und Mesa 26 erfuhr der freie NVK-Vulkan-Treiber massive Verbesserungen, das Mainline-Kernel-Team integrierte erstmals Blackwell- und Hopper-Unterstützung in Nouveau, und Distributionen wie CachyOS sowie Bazzite haben die R595-Grafiktreiber bereits standardmäßig integriert.
Auch der professionelle RTX-Pro-Blackwell-Grafikstack zeigte sich in den aktuellen Phoronix-Workstation-Benchmarks absolut konkurrenzfähig und schlug AMD Radeon AI Pro und Intel Arc Pro dabei auf ganzer Linie. Eine konkrete Nvidia-Großankündigung dürfte dem Linux-Lager somit den nächsten Schub geben - was genau Larabel und Huang in Santa Clara besprochen haben, erfahren wir wohl ab Montag.
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Quelle: Phoronix via X

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Hardwareabteilungen abzustellen, dass kann sich Nvidia hingegen weniger leisten. Mehr Softwareabteilungen für Gaming? Das ist leicht...