Nvidia 595.84: Neuer Linux-Treiber behebt Blackscreens in Spielen
Nvidia hat mit dem Linux-Treiber 595.84 seinen neuen empfohlenen Grafiktreiber veröffentlicht und behebt darin mehrere Blackscreen-Fehler in zahlreichen Spielen. Wer unter Linux mit schwarzen Bildschirmen kämpft, bekommt nun Abhilfe.
Mit dem neuen Linux x64 Display Driver 595.84 hebt Nvidia seinen empfohlenen Grafiktreiber für Geforce-Grafikkarten auf einen neuen Versionsstand und konzentriert sich dabei fast ausschließlich auf Fehlerkorrekturen. Anders als der parallel gepflegte "New Feature Branch" aus dem 610er-Zweig mit HDR-Ausgabe unter Wayland richtet sich der "Production Branch" an Anwender, welche unter Linux hohe Stabilität über brandneue Funktionsupdates und maximale Performance stellen.
Quelle: Nvidia
Den größten Block der Korrekturen widmet der Hersteller aus Santa Clara den schwarzen Bildschirmen, die Spieler zuletzt aus zahlreichen Titeln kannten und die Nvidia mit der verstärkten Linux-Offensive eigentlich hinter sich lassen wollte.
Was der Linux x64 Display Driver 595.84 in Spielen repariert
Nvidia hat den neuesten Versionsstand 595.84 am 17. Juni 2026 für Linux, FreeBSD und Solaris freigegeben. Die Release Notes lesen sich wie eine Aufräumliste: Vom seit der 595er-Serie eingeschleppten Blackscreen-Bug bis zu Rucklern und Verwendung von Vulkan arbeitet der Hersteller eine ganze Reihe von Altlasten ab.
Schwarze Bildschirme in Spielen: Diese Titel sind raus
Gegen schwarze Bildschirme zieht Nvidia mit der Treiberversion 595.84 an gleich zwei Fronten und nennt dabei 13 von Blackscreens betroffene Spiele namentlich. Mit einem Sammelfix beseitigen die Entwickler nervige Hänger oder schwarze Bildschirme in den nachfolgenden Spielen: Crimson Desert, Elden Ring, Elden Ring Nightrein, ExoDomia, Far Far West, Grounded 2, Incursion Red River, John Carpenter's Toxic Commando, Paradise Nowhere, Screamer, Star Rupture und Windrose.
Separat behebt der neue Grafiktreiber eine mit der 595er-Serie eingeführte Regression, welche in Total War: Warhammer 3 zu schwarzen Bildschirmen führte. Hinzu kommen korrigierte Abstürze und Grafikfehler in 007 First Light und Assassin's Creed Origins.
595.84 oder 610er: Welcher Linux-Grafiktreiber für wen?
Nvidia führt den 595.84 als "Recommended Driver" im "Production Branch" und empfiehlt ihn Nutzern mit Stabilitätsfokus ausdrücklich vor dem neueren 610er-Zweig. Dem "New Feature Branch" der 610er-Reihe spielt der Hersteller neue Funktionen wie die HDR-Ausgabe unter Wayland zuerst zu, pflegt ihn aber deutlich kürzer.
Der "Production Branch" aus dem auch die Version 595.84 entspringt, erhält dagegen über einen längeren Zeitraum Produktpflege durch entsprechende Update und eignet sich damit auch für Produktivsysteme. Für die Qualität reklamiert Nvidia ein Niveau, welches den WHQL-zertifizierten Windows-Treibern entspreche und dieselbe Zuverlässigkeit auf Nicht-Windows-Systeme übertrage.
Wie sich der 595er-Entwicklungszweig unter Linux leistungsmäßig schlägt, hat die Redaktion von PCGH mit dem neuen Mesa 26 getestet.
Suspend und Vulkan: Die Korrekturen abseits der Spiele
Abseits der Spiele räumt die Version 595.84 mit einem Suspend-Bug bei aktivem RTD3-Energiesparen sowie mit Rucklern unter Vulkan auf. Auf Systemen mit Runtime-D3-Energiemanagement scheiterte zuvor das Wiederaufwachen aus dem Ruhezustand; Nvidia behebt diesen Fehler.
Verzögerte Wakeups, wenn mehrere Threads auf dieselbe Vulkan-Semaphore warteten, sorgten in einzelnen Anwendungen für Stottern und Leistungsverlust und sind nun korrigiert.
Dazu kommen ein Fix für fehlschlagende DKMS-Kernelmodul-Builds nach Installation per Installer, behobene schwarze Bildschirme nach Modesets in X11-Anwendungen mit der Present-Erweiterung sowie eine Korrektur, durch die mit glBufferStorage angelegte OpenGL-Buffer nicht mehr ungewollt vom Grafikspeicher in den Hauptspeicher wandern.
Schließlich macht Nvidia zwei Anzeige-Regressionen rückgängig: Bildmodi wie 1920x1080 bei 75 Hertz stehen wieder bereit, und an mehreren Monitoren ungültig gewordene Anzeigemodi gelten erneut.
Den Linux x64 Display Driver 595.84 stellt Nvidia bereits über den eigenen Installer bereit; in den stabilen Paketquellen der Distributionen dürfte er je nach Release-Modell in den kommenden Tagen aufschlagen. Wer eine Geforce-Grafikkarte unter einem Rolling Release betreibt, bekommt ihn entsprechend früher.
Die vollständige Änderungsliste führt Nvidia in den offiziellen Release Notes, eine kompakte Aufstellung liefert GamingOnLinux.
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Quelle: Nvidia via GamingOnLinux
