Linux: Wichtiges Update beschleunigt Raytracing auf Radeon
Der quelloffene Grafikstack Mesa 3D ist soeben in der neuesten Version 25.2.0 erschienen und beschleunigt unter anderem das Echtzeit-Raytracing auf Radeon-Grafikkarten der Generation RDNA 3 und RDNA 4. Auch Geforce-GPUs erhalten Neuerungen.
Der für das Spielen unter Linux essenzielle freie Grafikstack Mesa 3D, welcher unter anderem den offenen Vulkan-Grafiktreiber RADV für Radeon-Grafikkarten beinhaltet, ist soeben in der neuesten Version 25.2.0 erschienen. Dabei handelt es sich um eines der wichtigsten Updates für Spieler, die ihrem liebsten Hobby primär unter dem freien Betriebssystem nachgehen wollen. Mesa 25.2.0 bringt dabei zahlreiche neue Funktionen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen mit, die das Gaming unter Linux voranbringen und so den nächsten Meilenstein setzen.
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Eine der wichtigsten Optimierungen adressiert die Raytracing-Performance unter Verwendung des freien Vulkan-Grafiktreibers ("RADV"), welcher bislang dem offiziellen AMD Open Source Driver for Vulkan ("AMDVLK") bei der Hardware-Beschleunigung von Echtzeit-Raytracing zumeist noch unterlegen war. Das soll sich mit den entsprechenden Optimierungen in Mesa 25.2.0 jetzt deutlich ändern.
Das Leistungsplus bei der Verwendung von Echtzeit-Raytracing soll im Durchschnitt bei etwa 10 bis 15 Prozent liegen. - Sven Bauduin, PCGH -
Realisiert wurden die Leistungsverbesserungen für RDNA 4 ("GFX12") und Navi 4X sowie RDNA 3 ("GFX11") und Navi 3X durch die entsprechenden weitreichenden Optimierungen der BVH8 Traversal für die Raytracing-Engines der GPUs. Im Grafiktreiber wurden demnach die folgenden Instruktionen umgesetzt.
RDNA 3 ("GFX11")
gfx11 ds_bvh_stack_rtn
RDNA 4 ("GFX12")
gfx12 ds_bvh_stack_push8_pop1_rtn
Eine weitere neuen Funktionen, welche von der Linux-Entwicklerin Natalie Vock eingereicht wurden, aktivieren die Verwendung von Flags auf Hardware-Ebene. Diese Flags ermöglichen es dem Grafikchip, unsichtbare Objekte schneller herauszufiltern, insbesondere in komplexen Szenen mit hoher Geometriedichte oder transparenten Materialien. Diese Optimierung reduziert vielfach unnötige Berechnungen beim Konstruieren von Strahlen und beschleunigt so die gesamte Verarbeitung.
Die ersten Tests auf einer Radeon RX 7900 GRE ergaben einer Reduzierung der Frame Render Time ("FRT") von 5,39 ms auf 4,35 ms bei aktiviertem Raytracing. Eine Reduktion von 19 Prozent. - Sven Bauduin, PCGH -
Der RADV-Grafiktreiber für Vulkan erfährt aber noch mehr Liebe und erhält erstmals Vulkan-Videounterstützung für RDNA4 ("GFX12") und dessen beiden aktuellen Grafikprozessoren Navi 48 ("GFX1201") und Navi 44 ("GFX1200").
Auch der im Grafikstack enthaltene Vulkan-Grafiktreiber NVK für Geforce-GPUs erhält mit Mesa 25.2.0 eine große Produktpflege und unterstützt jetzt Blackwell mit Vulkan 1.4 und Kepler mit Vulkan 1.2. Nvidia Blackwell, Ada Lovelace und Turing unterstützen über den Gallium-Grafiktreiber Zink jetzt auch OpenGL 4.6.
Während Collabora sämtliche Verbesserungen für Geforce-Grafikkarten auflistet, erhält Mesa 25.2.0 weitere Optimierungen für RadeonSI, Gallium 3D und Panfrost, welche wiederum mehrere OpenCL-Erweiterungen erhalten. Zudem wurden auch die Vulkan-Treiber für Apple Silicon und deren M-Prozessoren deutlich verbessert.
Raytracing-Benchmarks mit Mesa 25.2.0
Die Website Phoronix hat bereits erste Benchmarks mit Mesa 25.2.0 durchgeführt und dabei deutliche Fortschritte bei der Hardware-Beschleunigung von Echtzeit-Raytracing messen können. Dabei kam jedoch noch eine Entwicklerversion zum Einsatz. Hierfür kamen ein Ryzen 9 9950X, 32 GiByte DDR5-6000 und eine RX 9070 zum Einsatz.
Auch auf mit einem AMD Ryzen AI Max+ 395 mit integrierter Radeon 8060S kann Mesa 25.02 bereits in einigen Spielen mit Raytracing bei den Frames zulegen und mit besseren Frametimes glänzen.
Sämtliche neuen Features, Neuerungen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen des riesigen Feature-Updates von Mesa 3D finden sich in den äußerst ausführlichen offiziellen Versionshinweisen von Mesa 25.2.0.