Russland: Linux-Ökosystem adressiert Desktop, Cloud und Militär
Das russische Unternehmen NTC IT ROSA hat mit der Linux-Distribution ROSA Fresh 13.1 sein neuestes Betriebssystem speziell für Privatanwender veröffentlicht. Dahinter steht ein riesiges Linux-Ökosystem, das auch Cloud und Militär umfasst.
Das russische Unternehmen NTC IT ROSA, zu welchem auch der Softwareentwickler ROSALab gehört, hat nun mit der Linux-Distribution ROSA Fresh 13.1 sein neuestes offenes Betriebssystem speziell für Privatanwender veröffentlicht. Dahinter steht auch ein riesiges Linux-Ökosystems, welches auch Cloud- und Mobillösungen umfasst, die vom Server bis zum Smartphone reichen. Russlands Bestrebungen, sich von den westlichen Unternehmen unabhängig zu machen, werden so vorangetrieben.
Neben ROSA Fresh 13.1, einem kostenlosen und quelloffenen Betriebssystem für Privatanwender, das auf dem französischen Mandriva Linux und Linux 6.14 basiert, schicken die Entwickler mit ROSA Chrome 13.1 zudem auch ein kostenpflichtiges Enterprise-Betriebssystem auf Basis von Red Hat Enterprise Linux ("RHEL") ins Rennen, welches Server und Workstation-PCs adressieren soll.
Quelle: NTC IT ROSA
Als Desktop-Umgebung kommt jetzt KDE Plasma 6.4 zum Einsatz, während der quelloffene Mesa-Grafikstack in der Version 25.1.8 für die Unterstützung aktueller Radeon-Grafikkarten sorgt. Auch Nvidias proprietäre sowie offene Grafiktreiber sind werkseitig mit an Bord und unterstützen aktuelle Geforce-GPUs "out of the box".
Anwendungsseitig sind bekannte Programme wie die freie Office-Suite LibreOffice, der Webbrowser Chromium und der E-Mail-Client Thunderbird vorinstalliert während die hauseigenen Paketquellen ("Repositories") tausende Apps bereitstellen können.
Linux-Ökosystem für Desktop, Cloud, Militär und Mobile
Neben ROSA DX, einer gehärteten und für den militärischen Einsatz zertifizierten Variante des Betriebssystems, werden auch Versionen für Server, Workstation-PCs und Cloud-Umgebungen sowie Smartphones und Tablets angeboten. Rosa Mobile adressiert Mobilgeräte und ist samt ROSA-ID, dem ROSA-Store und der ROSA-Cloud als russisches Pendant zu Googles Android und Apples iOS zu sehen.
Quelle: NTC IT ROSA
Gemeinsam mit chinesischen Technologie-Partnern werden zudem Smartphones und Tablets mit vorinstalliertem ROSA-Betriebssystem angeboten. Dabei kommen in der Regel SoCs wie der MediaTek Helio G99 zum Einsatz.
Eigene Lösungen ohne den Westen
Mit einem vollständig innländischen Äquivalent zu Microsoft Active Directory, einer Zugriffsverwaltung mit Domänenerstellung und LDAP/AD-Unterstützung sowie dem ROSA-Kontrollzentrum und dem ROSA-Ressourcenmanger versucht das russische Unternehmen die IT-Abhängigkeit von westlichen Technologien immer weiter zu reduzieren. Zuletzt wurde ein Multi-Faktor-Authentifizierungs-App eingeführt.
Russland und China haben ihre Anstrengungen, sich von westlicher Hardware und Software unabhängig zu machen, in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Das trägt mittlerweile sowohl bei den Betriebssystemen als auch bei Prozessoren und Grafikkarten erste Früchte, wie der China-PC von Huawei sowie China-CPUs und China-GPUs eindrucksvoll belegen. Aufgrund von US- und EU-Sanktionen ist Russlands Wirtschaft auf eigene oder chinesische Lösungen angewiesen.

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Und im Computerbereich mögen sie sie nicht, weil sie dann auch mit sich bringt, dass man sich damit befassen muss, wenn man eine Entscheidung fällen muss. Deshalb ist sie dort Teufelszeug. Das ist der einzige Knackpunkt. Nur nichts verändern. Egal was passiert. Deshalb wählen doch auch so viele CDU, weil die wie keine andere Partei dafür steht, ja nur nichts zu verändern.