Linux 7.2: AMDs erste eigene x86-CPU fliegt aus dem Kernel
Der K5 aus dem Jahre 1996 war AMDs erste selbst entwickelte x86-CPU und trat seinerzeit gegen die ersten Intel Pentium, die NexGen Nx586 und die Cyrix 6x86 an. Mit Linux 7.2 fliegt die CPU-Familie wegen fehlender Features aus dem Kernel.
Nachdem AMD bis zum 486er vor allem Intels Mikroprozessorentwicklungen unter Lizenz nur minimal verändert nachgebaut hatte, war der K5 aus dem Jahre 1996 der erste selbst entwickelte x86-Prozessor des Unternehmens. Der AMD K5 war eigentlich ein RISC-Prozessor, basierend auf der hauseigenen Am29000-Familie, welcher mittels einer x86-Dekodier-Einheit alle x86-Befehle zur Ausführung in RISC-Befehle zerlegen konnte. Dieses Grundprinzip wurde bereits kurz darauf auch vom Intel Pentium Pro und Pentium II übernommen. Der K5 kann allerdings keine TSC-Anweisungen, die sogenannten "Time Stamp Counter", ausführen und wird deshalb für die Entwicklungsarbeit zur Belastung. Ab Linux 7.2 ist daher Schluss.
Quelle: Fritzchens Fritz
Wie Phoronix berichtet, fliegt die 4,3 Millionen Transistoren starke CPU, welche zwischen 1996 und 1997 mit 75 bis 116 MHz und einem Pentium-Rating von PR75 bis PR166 angeboten wurde, deshalb mit dem kommenden Linux 7.2 aus dem Kernel. Die mit einer TDP von 11,6 bis 16,1 Watt arbeitende CPU, die zuerst in 500 nm und dann später in 350 nm gefertigt wurde, folgt damit dem legendären 486er, welcher den quelloffenen Betriebssystemkernel bereits mit Linux 7.1 verlassen muss.
Quelle: Konstantin Lanzet / GFDL
Quelle: Konstantin Lanzet / GFDL
AMD hatte seinerzeit Probleme bei der Fertigungsausbeute, sodass der K5 ein Jahr später als ursprünglich geplant auf den Markt kommen sollte. Die erste Version war noch eine Art Vorabversion und kam als AMD 5k86 ("Model 0") in den Handel. Diese frühen Modelle verfügten auch noch über einen Fehler in ihrem L1-Cache und ihrer Sprungvorhersage, sodass bereits zeitnah eine fehlerbereinigte Revision dieser Prozessoren als AMD K5 ("Model 1") eingeführt werden musste. Gegen die übermächtigen Pentium-Prozessoren hatte der K5 aber keine Chance.
AMDs erste Hochphase sollte dann am 23. Juni 1999 mit dem ersten Athlon, dem legendären "K7", erfolgen. Weitere hochauflösende Bilder und Die-Shots des AMD K5 finden sich im Flickr-Fotostream von Fritzchens Fritz. Weitere spannende Details zu der Prozessorfamilie liefert hingegen das offizielle Datenblatt (PDF) von AMD.
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Quelle: Kernel.org via Phoronix

Der K5 kannt allerdings keine TSC-Anweisungen, die sogenannten "Time Stamp Counter", ausführen und wird deshalb für die Entwicklungsarbeit zur Belastung.
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