Historischer Support wird gestrichen: Linux verabschiedet sich endgültig vom Intel 486
Der Linux-Kernel gilt als extrem kompatibel, denn selbst jahrzehntalte Hardware wird oft noch unterstützt. Doch steigender Wartungsaufwand setzt nun dem Support der Intel 486 ein Ende.
Es gibt Hardware, die einfach nicht totzubekommen ist - zumindest unter Linux. Doch selbst für den legendären Intel 486, erstmals 1989 erschienen, scheint jetzt endgültig Schluss zu sein. Entwickler des Linux-Kernels haben damit begonnen, die Unterstützung für die CPU zu streichen. Der Intel 486 gehört zu den Urgesteinen der PC-Geschichte, doch im modernen Linux spielt er praktisch keine Rolle mehr. Mit Blick auf den kommenden Kernel 7.1 arbeiten Entwickler bereits daran, die entsprechende Unterstützung zu entfernen.
Aufwand für alte Architektur steigt
Laut dem Softwareentwickler und Schöpfer von Linux, Linus Torvalds, gebe es keinen wirklichen Grund mehr, diese alte Architektur weiter mitzuschleppen. Das kommt nicht überraschend: Linux war schon immer bekannt dafür, extrem alte Hardware zu unterstützen - aber auch hier gebe es Grenzen. Ähnlich wie beim Aus für den 386-Support vor über einem Jahrzehnt stehe nun der nächste Schritt an. Hinter der Entscheidung soll vor allem ein praktisches Problem stecken: Alte Hardware kostet Entwicklungszeit. Um CPUs wie den 486 weiterhin zu unterstützen, sind komplexe Emulationen und spezielle Codepfade nötig. Diese Altlasten summieren sich folglich, weshalb durch den Wegfall tausende Zeilen Code verschwinden. Das macht den Kernel schlanker und wartbarer.
Symbolischer Schritt
Gerade weil aktuelle Linux-Versionen immer leistungsfähiger und damit auch anspruchsvoller werden, passt dieser Schritt zur generellen Entwicklung. Für die meisten Nutzer dürfte die Veränderung kaum spürbar sein. Funktionierende 486-Systeme im Alltag kommen heute sehr selten vor. Trotzdem hat der Schritt eine gewisse Symbolkraft, denn Linux "verabschiedet" sich von einem Stück eigener Geschichte. Man wolle seinen Fokus weiterhin auf die Zukunft und neue Systeme lenken.
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Quelle: via Tom's Hardware

Da fängt es schon an eng zu werden. DragonflyBSD hat keine Unterstützung mehr für und FreeBSD hat die mit Version 15 gestrichen. Bleiben noch NetBSD und OpenBSD.
Aber immerhin: die Medien sind relativ sicher gegen Internet-Hacker: einfach rausziehen!
Im Ernst: ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Firma ein 486-System produktiv einsetzt, sich nie Gedanken über die Lebensdauer der Hardware macht.
Wir reden über Ersatz im Defekt: Prozessor, Speicher - da is nix mit DDR3/4/5, Mainboard, Chipsatz, ISA-BUS?, VLB? usw., und da soll jemand regelmässig den Linux-Kernel aktualisiert haben und braucht nun auch unbedingt den kommenden 7.1-Kernel? Neue Kernel-Funktionen? Security? Hmm...
Aus meiner Erfahrung dreht man an solchen ollen Kamellen so wenig wie möglich und freut sich, wenn nach einem Ausschalten die Gurken wieder anlaufen. Und falls die Teile unter Support stehen, rückt einem üblicherweise der Support-Geber auf die Pelle. Entweder wird der Support abgekündigt oder immer teurer.