Der Gryphon hat die Haare schön: Lichdom Battlemage als erster Titel mit TressFX 2.0

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News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Der Gryphon hat die Haare schön: Lichdom Battlemage als erster Titel mit TressFX 2.0

In seinem offiziellen Blog hat sich AMD kürzlich vermehrt seiner TressFX-Entwicklung gewidmet, sowohl in Bezug auf Tomb Raider als auch Lichdom. Letzteres unterstützt als erster Titel bereits die zweite Iteration der Haarverschönerung, die einige Vorteile bei der Physik sowie der benötigten Leistung mit sich bringt.

Bis zum vergangenen Monat war AMDs TressFX ausschließlich in dem Gaming-Evolved-Titel Tomb Raider vorzufinden, nunmehr hat sich auch Lichdom Battlemage in den überschaubaren Reigen miteingereiht. Obwohl bislang nur die Unterstützung von TressFX kommuniziert wurde, spricht AMD nun erstmals von Version 2.0 in dem Rollenspiel. Genannt werden einige Verbesserungen in Bezug auf die Haar-Physik sowie die benötigte Performance, wie sie schon im Vorfeld zu TressFX 2.0 publik gemacht wurden, wobei vor allem der Gryphon genannte Begleiter in Lichdom von der Technik profitieren soll.

Das Performance-Problem hat AMD mit neuen, feiner aufgelösten und doch sparsamer zu berechnenden Schatten sowie einem LOD-System entschärft. Die Schatten werden nun nur dort berechnet, wo sie auch gesehen werden, gleiches gilt für die Haarsträhnen. Weiterhin wird nun auch die Entfernung der Haare zur Kamera berücksichtigt. Bei der Vorgänger-Version wurden die Haare komplett berechnet, also auch in den Fall, wenn sich die Figur weit von der Kamera entfernt befand und beschränkt durch die Auflösung gar nicht alle Strähnen dargestellt werden konnten. Dies wurde mit TressFX 2.0 behoben. Ein klassisches LOD-System wie bei Polygon-Modellen funktioniert bei den Haaren nicht, daher wurde ein anderer Kniff angewandt: Entfernt sich die Kamera von dem Haarschopf, wird die Anzahl der Haarsträhnen reduziert, ihre Dicke aber gleichzeitig erhöht. So kann die Illusion eines gleichbleibenden Detailgrades realisiert und gleichzeitig der Rechenaufwand stark reduziert werden.

AMD gibt einige selbsterstellte Benchmarks in drei verschiedenen Leistungsklassen an, wo man der jeweiligen Konkurrenz immer mehr oder minder weit voraus ist: Eine R9 290X schlägt die GTX 780 Ti, die 280X die GTX 770 und die R9 280 die GTX 760. Interessanterweise werden weder die hauseigene R9 285 noch Nvidias GTX-900-Serie aufgeführt. Da es sich jedoch um einen Gaming-Evolved-Titel handelt, sollten die Werte einen realitätsnahen Ausblick geben - die Radeons jedenfalls dürften einige Optimierungsarbeit genossen haben.

Zudem ließen es sich die Texaner nicht nehmen, einen Vergleich mit Nvidias Hairworks anzustellen – dieser allerdings mit TressFX 1.0 in Tomb Raider. Demnach soll die AMD-Haarsimulation auf der GTX 780 genauso schnell laufen wie auf einer R9 290X, AMD betont, dass alle Hersteller die Hardware gleichermaßen optimieren können. Bei Hairworks hingegen hat man mit einer Radeon starke Leistungseinbußen, da AMD keinen Einblick in den Code habe. Auch wenn das Bild grob passt, gilt es zu beachten, dass TressFX (2.0) zumindest Anfang dieses Jahres noch besser auf GCN optimiert war und somit aktuellen Radeons besser lag – der Unterschied lag bei etwa 25 Prozent bei Tomb Raider.

Quelle: AMD (#1, #2)

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