PCGH antwortet: Reicht mein alter Kühler für Ryzen 7000?

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PCGH antwortet: Reicht mein alter Kühler für Ryzen 7000?
Quelle: MEV

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Der Ryzen 7000 nutzt den Sockel AM5 und bietet laut AMD grundsätzliche Kühlerkompatibilität zum Sockel AM4. Uns erreichen trotzdem immer wieder Fragen zu älteren Kühlern.

Michael, per E-Mail:

"Aktuell habe ich in meinem PC noch einen AMD FX-8350 8-Core Black Edition mit 4 GHz und einer angegebenen TDP von 125W. Diesen kühle ich mit einer Corsair H60-AiO von 2014/15. Ich habe diese damals nachgerüstet, da die CPU mit Boxed-Lüfter 80 °C erreicht hat und der PC in die Notabschaltung gegangen ist. Aktuell läuft die CPU beim Spielen oft im Bereich von 95%+ Auslastung und erreicht hierbei eine Max-Temp. von 45 - 50°C (laut HWMonitor).

Kann ich mit dieser AiO einen neuen AMD Ryzen 5 7600X oder AMD Ryzen 7 7700X, die ja mit einer TDP von 105 Watt angegeben sind, ausreichend kühlen? Die Halterung sollte ja kompatibel sein, aktuell ist die AiO mit dem mitgelieferten Bügel an den zwei mittleren Plastiknasen befestigt. "

Die Antwort von Torsten Vogel (Fachgebiet Mainboards):

"Diese Kühlung dürfte ausreichen. "105 W"-TDP-AMD-CPUs haben zwar eine maximale Leistungsaufnahme (PPT) von 142 W und aufgrund der schlechteren Wärmeleitung im Package ist ein AM5-Prozessor spürbar schwerer zu kühlen, als sein AM3-Vorgänger. Die Temperaturen unter CPU-Volllast werden also deutlich ansteigen. Aber wenn bislang unter 50 °C bei über 100 W Energieumsatz erzielt wurden, sind mehr als genug Reserven vorhanden, um kritische Bereiche zu vermeiden. Zur Sicherheit würde ich das aber noch einmal überprüfen, denn CPU-Auslastung und Stromverbrauch sind gerade in Spielen nicht deckungsgleich.

HWInfo sollte auch bei AM3-Prozessoren die anliegende Package Power auslesen können. Probleme beim vorgeschlagenen Wechsel würde ich erst erwarten, wenn das System aktuell mit unter 50 W unterwegs ist und der Ryzen 7000 nach dem Wechsel tatsächlich ausgereizt wird. Aber zwischen "reicht locker" und "wird definitiv knapp" gibt es einen fließenden Übergang, in dem man möglicherweise doch aufrüsten möchte.

Ausprobieren kann man es auf alle Fälle mal; die Ösen-Halterung von Corsair ist AM5-kompatibel. Während AMD die Verschraub-Möglichkeiten mit dem Mainboard mehrfach verändert hat, sodass zum Teil nicht einmal AM4-Kühler auf AM5-Platinen passen, ist die Position der ursprünglich mittleren, heute einzigen Haltenasen am Retentionmodul seit 2003 unverändert. Man kann also selbst Athlon-64-Kühler auf einem Ryzen 7000 montieren - auch wenn das mangels Kühlleistung möglicherweise mit Performance-Einbußen endet, weil sich die CPU heruntertaktet."

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Tubby-1 Kabelverknoter(in)
        Ich nutze ebenfalls den Corsair H60, aber in Verbindung mit einem Ryzen 9 3950X. Der hat ebenfalls eine TDP von 105W und erreicht unter Last eine PPT von 141 Watt (laut Hwmonitor). Ich hatte vorher den Kühler mit einem Phenom II X6 1100T genutzt. Im Boost erreichte diese CPU ebenfalls eine PPT von 142 Watt (laut Hwmonitor).

        Diese Kombination funktioniert bei mir ohne Probleme, ich denke aber das dies das Maximum für den Kühler sein wird was er an Abwärme abführen kann.
      • Von Tubby-1 Kabelverknoter(in)
        Ich nutze ebenfalls den Corsair H60, aber in Verbindung mit einem Ryzen 9 3950X. Der hat ebenfalls eine TDP von 105W und erreicht unter Last eine PPT von 141 Watt (laut Hwmonitor). Ich hatte vorher den Kühler mit einem Phenom II X6 1100T genutzt. Im Boost erreichte diese CPU ebenfalls eine PPT von 142 Watt (laut Hwmonitor).

        Diese Kombination funktioniert bei mir ohne Probleme, ich denke aber das dies das Maximum für den Kühler sein wird was er an Abwärme abführen kann.
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        So ist das, wenn man 2017 einen PC auf Ebay geschenkt bekommt. Das war wohl die Herkunft der Kiste. Als er dann unter Last ausgegangen ist, habe ich mal geschaut und siehe da, sehr interessante Temperaturen. Lag daran, dass der Lüfter des CPU-Kühlers sich verabschiedet hat.
        Irgendwann im Forum gab es auch mal so einen Fall. Da gings aber in die andere Richtung, dass der Prozzi 30K mehr ausgelesen hat.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ooookay. So einen Fall hatte ich noch nicht vor mir, aber FX war auch größtenteils vor meiner aktiven professionellen Zeit und wurde auch privat gemieden. Ich hoffe mal, dass es beim Leser nicht so extrem ist, denn 0 °C im Leerlauf sollten einen stuzig machen.
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        Der 6300 eines Freundes hatte einen Offset von ziemlich genau 30K. Jedenfalls, wenn man den üblichen Ausleseprogrammen glauben will. Das hat dann teilweise für sehr amüsante Idle-Werte gesorgt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Sensoren der FX waren zwar kein Meisterwerk, aber soweit daneben wäre doch sehr ungewöhnlich. Entweder ein Sensor wird komplett falsch interpretiert, dann hat man aber meist einen fixen Wert, oder aber er wird fehlerhaft interpretiert, dann hat man manchmal Abweichungen im Bereich von 10 K, aber nur sehr selten mehr. In meiner Leserbrief-Antwort bin ich mal von der angegebenen CPU-Temperatur ausgegangen und habe großzügig Reserven eingeplant. Komplett unrealistisch der Wert jedenfalls nicht; bei maximaler Lüfterdrehahl konnten Kompaktwasserkühlungen dieser Generation meist einiges wegstecken. Ich persönlich würde dann nicht mehr daneben sitzen wollen, aber hey: Das war nicht die Frage und somit auch nicht die Antwort. Montieren kann man den Kühler jedenfalls und der Prozessor wird sich auch nicht umittelbar nach dem Einschalten in Rauch auflösen.
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