Technik der Wheelbase, Infos zum Aufbau und Extras des Lenkrads
Welche Technik bietet die Base und welche Extras das Lenkrad? Ist der Aufbau einfach?
Inhaltsverzeichnis
PXN VD6 Base: 7 Nm Drehmoment und moderne Technik
Das Herzstück des preislich attraktiven PXN VD6 Gaming Lenkrad Bundles ist die PXN VD6 W, eine Direct-Drive-Base, die ein konstantes Drehmoment von 6 Nm mit 7 Nm Lastspitzen abliefert. Das ist ein höherer Wert als bei den direkten Konkurrenten, die nur eine Kraft von 5,5 Nm (Moza R5) respektive 5 Nm (Fanatec CSL DD QR2) entwickeln. Auch die Technik der mit einem kompakten Gehäuse aus Aluminium mit Plastikabdeckungen an Vorder- und Rückseite ausgestatteten PXN VD6 fällt für die Preisklasse ordentlich aus. Ein 24-Bit-Encoder am dynamischen Servomotor mit geringer Trägheit sorgt für eine sehr fein aufgelöste Erfassung der Lenkradbewegungen und ein Temperaturkontrollsystem schützt vor Überhitzung.
Quelle: PCGH
Zu den technischen Höhepunkten der PXN VD6 Wheelbase gehören ein 24-Bit-Encoder am trägheitsarmen Servomotor, ein Temperaturkontrollsystem, eine Mehrkern-CPU für Physikberechnungen und der einrastfreie Lauf.
Weitere technische Highlights sind ein rechenstarker Mehrkernprozessor für Physikberechnungen, der PXN-Sense+-Algorithmus für die Fahrphysik, der einrastfreie Lauf (kein Cogging) und geringes Drehmomentrippeln. Auf der Rückseite der VD6-Base, die nur am PC einsetzbar ist, befinden sich folgende Ports, die es erlauben, aktuelles und zukünftiges Zubehör von PXN anzuschließen: PC/Shifter/Pedal- und Extra-Anschluss, etwa für die PXN CB1 Button Box (USB-C), ein RJ45-Port für den Notausschalter sowie ein zusätzlicher USB-A-Port für weitere Peripherie, unter anderem die PXN-HB-S-USB-Handbremse. Der Aufbau der PXN VD6 bereitet keine Probleme. Die Unterseite verfügt über vier Gewindeeinsätze mit einem horizontalen Abstand von 78,4 Millimetern und einem vertikalen Abstand von 43,5 Millimetern. Da diese Abstände einem Standardlochbild entsprechen, das unter anderem Fanatec nutzt, lässt sich die PXN VD6 sehr einfach an fast jedem aktuell erhältlichen Sim-Racing-Rig montieren.
Tischklemme, keine optimale Lösung
Da Sim-Racing-Einsteigern in der Regel kein Sim-Racing-Rig zur Verfügung steht, gehört zum Lieferumfang des PXN-VD6-Gesamtpakets eine Tischklemme. Die ist aus einer Aluminium-Legierung der Serie 5 gefertigt, verfügt über eine verstellbare Neigungshalterung und die seitliche Montage einer Handbremse oder einer Schalteinheit mithilfe optionaler Aluminiumhalterungen ist ebenfalls möglich. Obwohl das Lochmuster der Halteplatte für die Montage der hauseigenen VD-Serie entworfen wurde, ist es auch zur Wheelbase der Hersteller Fanatec, Logitech, Moza und Simagic kompatibel.
Quelle: PCGH
Die PXN-Z9-Tischklemme stellt nur bei bestimmten Voraussetzungen eine Alternative zur Montage am Sim-Racing-Rig dar. Die Tischplattendicke muss stimmen - bis zu 7 cm sind möglich - und die Oberfläche darf nicht glatt sein.
In der Praxis stellt sich heraus, dass die mitgelieferte Tischklemme nur bei bestimmten Bedingungen festen Halt hat. Einerseits muss die Tischplatte, an der das Doppelklemmsystem festgeschraubt wird, mindestens 3 cm, besser noch 4 cm oder 5 cm dick sein. Andererseits muss die Oberfläche der Tischplatten rau sein. Auf einer glatten Platte - wir testen mit dem Secretlab Magnus Evo XL - kommt die 5,9 kg schwere PXN VD6 gerade bei abrupten Lenkmanövern in Bewegung. Der Einsatz eines ausrangierten und passend zugeschnittenen Mauspads oberhalb und unterhalb der Tischplatte verbessert zwar die Rutschfestigkeit spürbar. Der optimale Montageplatz für eine Wheelbase mit rund 6 Nm Drehmoment bleibt jedoch das Rig. Unser Einsteigertipp hier wäre der von uns getestete Nitro Concepts C-Racer (Link).
PXN W AS Steering Wheel: leicht, kompakt, griffig, ergonomisch
Das PXN W AS Steering Wheel (140 Euro), das sich grundsätzlich, allerdings ohne RPM-LED-Unterstützung, mit einem USB-C-Kabel verwenden lässt, wird via Quick Release (QR) mit der Base verbunden. Da Hersteller PXN beim QR auf eine altbewährte Lösung im NRG-Stil setzt, besteht die Möglichkeit, USB-Lenkräder von Drittherstellern mechanisch einfach über einen zusätzlichen NRG-QR anzuschließen. Das Einsteigerlenkrad ist mit 15 Tasten und einem D-Pad, ausgestattet. Deren Druckpunkt ist gut, fühlt sich aber wie der von typischen Kontroller-Knöpfen an, da PXN, anders als etwa Moza bei seinem GS-V2P-Lenkrad, auf Mikroschalter verzichtet. Hinzu kommen zwei leicht drehbare, definiert einrastende Encoder (+/-) mit Taste, die Sie etwa für Einstellungen wie Bremskraftverteilung, ABS-Stärke oder die Traktionskontrolle nutzen können. Auf der Rückseite platziert PXN zwei für die Preisklasse gut umgesetzte, relativ leichtgängige magnetische Schaltwippen sowie zwei analoge Wippen. Beide Elemente verfügen über Hall-Effekt-Schalter und lassen sich in der Software zu einer Dual-Clutch kombinieren.
Quelle: PCGH
Das PXN W AS Steering Wheel hat einen Durchmesser von nur 280 cm und ein Gewicht von lediglich 1.065 g. Damit ist es zwar das leichteste und kompakteste der drei PXN-Lenkräder, passt in puncto Force Feedback aber sehr gut zur VD6-Base.
Die für ein Rundvolant der Preisklasse um 150 Euro gut verarbeiteten Griffflächen mit Daumenmulden und Fingerablagen garantieren guten Halt und fallen durch hohe Verwindungssteifigkeit positiv auf. An der Oberseite befinden sich zusätzlich elf einstellbare RPM-LEDs. Ein großer Pluspunkt des PXN W AS Steering Wheel, dessen Ergonomie sehr gut ausfällt, ist sein sehr niedriges Gewicht von 1.065 g. Das wird durch die Kombination von Aluminium für den Lenkradkranz und Kunststoff für das Gehäuse erzielt. Im Zusammenspiel mit dem 6-Nm-Drehmoment der PXN VD6 hat das positive Auswirkungen auf das Force Feedback. Das gilt auch für den geringen Durchmesser von 280 mm. Der ist gewöhnungsbedürftig, allerdings holen Sie damit das bestmögliche, respektive maximale Force Feedback aus der Base heraus.

[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Der Unterschied zwischen dem Moza R9 und R12 liegt hauptsächlich darin, dass die R12 bei Force-Feedback-Lastspitzen (Peak Torque) einfach besser abliefert. Zusätzlich fällt auch die Hold-Torque, also das maximal erreichbare Drehmoment über einen längeren Zeitraum, etwa in lang gezogenen Kurven, höher aus. Da machen 3 Nm schon etwas aus. Die grundlegende Technik in beiden Geräten ist gleich. Offen gesagt, ist auch mit Mozas R9 schon voll Sim-Racing-tauglich. Wenn man sich allerdings wie ich als Besitzer einer R12 ein höheres Force-Feedback wünscht, damit man mehr Reserven hat, um das Oszillieren (das Lenkrad schaukelt sich aufgrund des Force-Feedbacks um die Mittellage auf) zu verhindern, sind 12 Nm sicherlich ein Vorteil. Allerdings habe ich das R9 und R12 nicht vergleichend testen können, sodass ich nur vermuten kann, dass die Moza R12 die bessere Lösung ist. Generell liegt bei vielen Sim-Racern bei der Force-Feedback-Sweetspot bei 12 Nm.