Aufbau, Details Force Feedback, Hilfe bei Einstellungen für Spiele
Wie einfach ist der Aufbau? Reichen 8 Nm Drehmoment? Welche nützlichen Extras bietet die RS50 Base?
Inhaltsverzeichnis
Logitech G RS50 Base: hält fest und ist einfach aufgebaut
Logitech liefert mir für meine Testfahrten ein Paket aus dem dreiteiligen Logitech G RS50 System für PC/Xbox und den RS Pedals. Daher ist es nicht nötig, den Logitech G RS Wheel Hub noch mit einem Volant zu bestücken. Das spart Zeit und Nerven, wie ich beim späteren Wechsel auf das RS Track Wheel feststelle. Die sechs Befestigungsschrauben haben nur einen Durchmesser von 4,3 Millimetern und sie sind nicht besonders gut gehärtet. Das hat zur Folge, dass deren Inbusaufnahme beim Einsatz von Werkzeugen mit einem sehr kräftigen Hebel schnell abrundet. Bei Lenkradwechsel ist also Vorsicht geboten! Ich empfehle dafür, nur den mitgelieferten Dreier-Inbusschlüssel zu nutzen.
Quelle: PCGH
Die Klemmbefestigung fixiert die Logitech G RS50 Base fest auf dem Tisch. Die Lenkeinheit kann auch in einem Racing-Rig montiert werden.
Der eigentliche Aufbau des Logitech G RS50 Systems gelingt dagegen schnell und einfach. Die bereits bestückte RS50 Base kann natürlich auch am Playseat Trophy - Logitech G Edition oder an einem Sim-Racing-Rig wie dem Nitro Concepts S-Racer und dem Nitro Concepts C-Racer für Sim-Racer mit Platzproblemen montiert werden. Um die Fixierungseigenschaften der Tischklemme zu bewerten, entscheide ich mich allerdings für die Befestigung an der Tischplatte per Kunststoffklemme. Letztere wird in die Tischhalterung eingesetzt, die wiederum mit vier Schrauben und T-Nut-Muttern an der Unterseite der RS50 Base befestigt wird.
Die hält auch bei Höchstbelastung
Quelle: PCGH
Für zusätzliche Geräte stehen drei USB-A-Anschlüsse auf der Rückseite der RS50 Base zur Verfügung.
Bevor Sie die Klemme final fixieren, sollten Sie zuerst noch die Pedaleinheit am Boden platzieren und per USB-C-auf-USB-A-Kabel mit den Abschlüssen an der Hinterseite der Base (siehe Bild) verbinden. Ziehen Sie anschließend die Klemme richtig fest. Der Motor der RS50 Base entwickelt Force-Feedback-Kräfte von maximal 8 Nm. Da muss die ganze Konstruktion bombenfest halten - und das tut sie! Bei mir ist die RS50 Base auch bei maximalem Drehmoment von 8 Nm und kaum Dämpfung (Dampener) zu keinem Zeitpunkt ins Rutschen gekommen.
Mehr als 10 Minuten dauert der komplette Aufbau nicht. Verbinden Sie abschließend die RS50 Base per USB-Kabel mit dem PC - wir empfehlen USB-3.X-Ports. Installieren Sie noch Logitechs G-Hub-Software. Befindet sich diese schon auf Ihrem PC, wird das Update eigenständig ausgeführt.
RS50 Base: kräftiges Force Feedback, sehr nützliche Einstellungen
Die Ausstattung der kompakten Logitech G RS50 Base PS/PC, die wenig Platz auf dem Schreibtisch einnimmt, ist gut und absolut zweckgemäß. Mittig über dem Wheel Mount befindet sich ein kleiner Bildschirm mit Knopf für Einstellungen und die An/Aus-Taste ist auf der Rückseite platziert. Ein Schaltblitz oder ein ikonischer Start-/Stop-Knopf fehlen zwar, dafür punktet die eher unscheinbare RS50 Base mit der Technik im Inneren. Dort sorgt ein Motor mit Direktantriebstechnologie und einem berührungslosen Sensor für ein einstellbares konstantes Drehmoment von bis zu 8 Nm. Damit ist die RS50 Base sanfter/leichter abgestimmt als ihr großer Bruder, die Pro DD11 Wheelbase mit 11 Nm. Die liefert im Gegenzug stärkere, "gewichtigere" Force-Feedback-Spitzen und hat mehr Reserven für schwere Felgen oder hohe FFB-Einstellungen. Trotzdem können 8 Nm aktuell als Sweetspot sowohl für Einsteiger als auch für Sim-Racer gesehen werden, die von einem Setup mit 3 bis 5 Nm Drehmoment optimal umsteigen wollen.
Der in einer robusten Stahlhalterung gelagerte Direkt-Drive-Elektromotor arbeitet mit einer hohen Frequenz, vermutlich wie die Konkurrenz mit 1.000 Hz. Zusätzlich produziert die Antriebseinheit der Logitech G RS50 Base PS/PC die Force-Feedback-Effekte der Logitech Trueforce-Feedback-Technologie. Die führte Logitech mit dem G923 ein, und die Technik wird von allen großen Racing-Simulationen unterstützt. Wie ich später bei meinen Nordschleifenrunden feststellte, intensiviert Trueforce mein Sim-Racing-Erlebnis, da die Technik die Audiodaten und die Physik des Sim-Racing-Titels in Echtzeit in hoch auflösendes haptisches Feedback umsetzt. Die dabei zum Einsatz kommenden Berechnungen erfolgen intern übrigens mit bis zu 4.000 Hz.
Als besonders funktionales Extra für den virtuellen Rennsport stellt sich der bereits erwähnte kleine Bildschirm heraus. Hier kann ich alle und für die optimale Performance bei Rennsimulationen wie Assetto Corsa (Evo), Automobilista 2 oder Raceroom notwendigen Einstellungen direkt beim Boxenstopp oder der Rennpause in der Base und ohne das Aufrufen des G Hub vornehmen. Das geht ganz einfach und ich muss nur den Knopf rechts neben dem Bildschirm betätigen. Anschließend kann ich mithilfe des Mini-Displays und eines der beiden Drehregler mit Knopf am Logitech G RS Wheel Hub durch das Menü scrollen und die Optionen aufrufen. Zur Verfügung stehen: Profile (Auswahl G‑Hub-Profil und Profil 1 bis 5) und die Profileinstellungen (Strength/TF Audio/FFB Filter/Dampener/Angle/Break Force/RPM Mode/RPM Brightness). Dazu kommen die Geräteeinstellungen Home Screen, Compatibility und Platform.
Quelle: PCGH
Mit dem Bildschirm und einem der Drehreglern des RS Wheel Hub stellen Sie die Parameter für einen bestimmtem Sim-Racing-Titel direkt in der Base ohne Software ein.
Beim Einstellen der oben aufgeführten Parameter für ein bestimmtes Spiel war übrigens Logitechs Übersicht "RS50 Racing Wheel - Game Compatibility List and In-Game Settings" auf der Webseite sehr hilfreich. Ich konnte etwa das Oszillieren der Base-Lenkrad-Kombi bei Assetto Corsa eliminieren, indem ich unter Dampener wie empfohlen einen unüblichen Wert von 90 anstelle eines zwischen 5 und 10 auswählte.

Daher finde ich es gut, dass jetzt auch Logitech durch ein relativ neues Produkt den Druck auf Fanatec erhöht, etwas Neues in der unteren Mittelklasse zu bringen. Damit haben sie ja auch lange genug gewartet und an der Zahnstangentechnik festgehalten.
Ich persönlich bin zwar noch mit der CSL DD zufrieden, die ich kurz nach Erscheinen erworben habe, werde aber zu gegebener Zeit ins Lager von Moza wechseln. Dort sind die Entwicklungsintervalle kürzer, die Ideen besser und man ruht sich gefühlt nicht auf erreichten Erfolgen aus wie bei Fanatec; was die Landshuter Endor u.a. auch deswegen in die Insolvenz und in die Übernahme durch Corsair getrieben hat.