2.0 Stereo-Lautsprecher
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2.0 Stereo-Lautsprecher

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Auf dieser Seite finden Sie unsere Empfehlungen zu 2.0 Stereo-Lautsprechern.

Nubert NuBox A-125

2.0 Volldigital-Stereo-Lautsprecher, Bluetooth, digital (Toslink, Coax, HDMI-ARC)/analog (Cinch) - Test in Ausgabe 05/2020
Nubert NuBox A-125 Quelle: Nubert Nubert NuBox A-125

Während die in Schwaben ansässige Firma auch passive Boxen ohne integrierten Verstärker sowie Receiver und Hi-Fi-Amps anbietet, ist die deutsche Audioschmiede Nubert insbesondere für ihre aktiv verstärkten, volldigitalen Lautsprecher bekannt. Die edlen, für ihren ausgesprochen guten Klang auch unter PC-Spielern populären Boxen sind allerdings häufig nicht ganz billig. Die auch aufgrund ihrer geringen Ausmaße sehr gut für den Gaming-Desktop geeigneten Nupro A-100 (Test in PCGH 08/2017) kosten immerhin 285 Euro - pro Stück! Mit den Nubox A-125 bietet der Hersteller nun zu einem Paarpreis von 385 Euro einen deutlich günstigeren Einstieg an. Die Ausmaße der A-125 ähneln jenen der Nupro A-100, im Gesamten sind letztere aber etwas voluminöser, wenn auch nicht bedeutsam. Die Nubox A-125 sind gegenüber den Nupro A-100 obendrein ein wenig abgespeckt. Dennoch machen die Lautsprecher einen sehr guten Eindruck, die Verarbeitung ist wie von Nubert gewohnt erstklassig. Auf technischer Seite entfällt die LED-Anzeige der A-100 bei den A-125, die Verstärkung fällt mit 2× 25 Watt Nennleistung gegenüber den 2× 60 Watt der Nupro A-100 geringer aus und es kommen andere Treiber zum Einsatz, die speziell für die Nubox-A-Serie entwickelt wurden. Anders als bei den A-100 sind die Anschlüsse nur bei der Masterbox zugänglich, der USB-Abschluss entfällt zudem. Die Nubox A-125 bieten aber auch einige technische Vorteile, darunter Bluetooth 4.2 samt AptX-Kodierung, obendrein wird ein HDMI-ARC angeboten. Weitere Anschlüsse bieten die A-125 via einem optischen Toslink- sowie digitalen Coax-Eingang, für analoge Quellen kann Cinch genutzt werden. Des Weiteren kann ein aktiver Subwoofer angeschlossen werden.

Der Sound ist angenehm warm, geschmeidig weich, dabei bemerkenswert luftig, differenziert und volltönend, der knackige Tiefton reicht ob des geringen Volumens und Größe der Langhub-Mitteltieftöner beachtlich weit hinab. Die Höhen sind klar und feinauflösend, die Mitten voluminös und ausdrucksstark. Das Klangbild ist nicht ganz so neutral wie das der Nupro A-100, sondern etwas "unterhaltsamer" abgestimmt, insbesondere beim Nutzen der Klangprofile "Musik" und "Movie", die Sie wie die Lautstärke und Eingangswahl per Fernbedienung kontrollieren. Bei der Lautstärke ist indes etwas Mäßigung angebracht, denn allzu hohe Pegel vertragen die A-125 nicht. Für den Schreibtisch oder ein kleines Zimmer sind die Boxen potent genug, zur Beschallung ab rund 20 m² sollten Sie aber zu leistungsstärkeren Lautsprechern greifen.

Wavemaster Two Pro

2.0 Stereo-Lautsprecher, Bluetooth, digital (USB, Toslink)/analog (Cinch, Klinke) - Test in Ausgabe 05/2020
Wavemaster Two Pro Quelle: Wavemaster Wavemaster Two Pro
Die 1996 in Deutschland gegründete Firma Wavemaster hat sich schon zu Beginn auf den Vertrieb von PC-Lautsprechern und Multimedia-Boxen spezialisiert, mit der Zeit haben die Bremer ihr Portfolio aber deutlich verfeinert. Aktuell bietet Wavemaster einige günstige 2.1 Systeme, darunter etwa das bereits in der PCGH 01/2014 getestete Wavemaster Moody, hauptsächlich jedoch Stereo-Lautsprecher an. Unter Letzteren sind insbesondere die Reihen Cube Mini und Cube Neo (Einzeltest in Ausgabe 09/2018) bekannt und beliebt. Neben diesen hat Wavemaster für gehobenere Ansprüche stellende Audio-Fans außerdem die Two Neo und Two Pro im Sortiment. Diese fallen im Vergleich zu den Cube Neo sowohl von den Ausmaßen als auch vom Klang größer aus, verbauen kräftigere Verstärker und nutzen hochwertigere Treiber. Für den Tiefmitteltöner kommen hier beispielsweise Kevlar- statt Zellulose-Membrane zum Einsatz. Die Two Pro sind gegenüber den Two Neo nochmals größer und stellen das Top-Modell des Herstellers dar.

Mit rund 500 Euro sind die Wavemaster Two Pro selbstbewusst bepreist und stehen damit auch mit bekannten und beliebten Herstellern von Aktivboxen in Konkurrenz, darunter beispielsweise Nubert, Yamaha oder Canton, außerdem tummeln sich in dieser Preisklasse eine Fülle sehr guter Studio-Monitore, darunter Modelle von Adam, Kali, Genelec, Mackie oder abermals Yamaha. Das Angebot an Aktivlautsprechern um 500 Euro ist also groß und prominent besetzt, die Qualität muss hier stimmen. Die Two Pro liefern indes Überzeugungsarbeit. Da wäre die erstklassige Verarbeitung und das schlichte, doch edle Äußere der Boxen. Das in der rechten Box untergebrachte Verstärkermodul mit 2× 55 Watt RMS-Leistung wurde im Korpus versenkt.

Hier finden Sie sämtliche Anschlüsse, darunter neben USB auch einen optischen Toslink und einen analogen Klinken- sowie Cinch-Eingang. Obendrein verfügen die Lautsprecher über Bluetooth und einen Auto-Standby, des Weiteren kann ein (aktiver) Subwoofer angeschlossen werden, etwa der von Wavemaster angebotene Fusion. Der Klang ist aber auch ohne Subwoofer potent, die Bässe sind erfreulich knackig und straff, das Klangbild ist sehr ausgewogen. Toll: Die breite Bühne, die vollen Mitten und der feinauflösende Hochton ergeben einen lebendigen, detaillierten und sehr luftigen Sound, der selbst Feinheiten wie das Timbre einer facettenreichen Gesangsstimme überzeugend tragen kann.

Presonus Eris 3.5

2.0 Studio-Stereo-Lautsprecher, analog (TRS-Klinke balanced, Cinch) - Test in Ausgabe 05/2020
Presonus Eris 3.5 Quelle: Presonus Presonus Eris 3.5

Nachdem wir einige bekannte Vertreter unter den Lautsprecherherstellern sowie mehrheitlich relativ hochpreisige Produkte vorgestellt haben, möchten wir an dieser auch einem Lautsprecherpärchen eine Stimme geben, das ansonsten wohl ungehört bleiben würde. Die Eris E3.5 sollen außerdem stellvertretend für viele andere gute und günstige Alternativen stehen, die sich insbesondere im (semi-)professionellen Bereich finden lassen. Presonus ist ein seit 1995 bestehender Hersteller von professionellem Audio-Equipment aus Baton Rouge, Lousiana. Neben Mischpults, Mikrofonen, Kopfhörern und großen Stadiumlautsprechern für Live-Events bietet das Unternehmen auch kleine, für Aufnahmestudios und Musikproduzenten konzipierte Aktivboxen. Deren kleinste und günstigste Serien, die Eris E3.5 und E4.5, eignen sich wiederum prächtig für den Einsatz am PC und bieten ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir haben uns für diesen Artikel für die Basisausführung der Eris E3.5 entschieden, sowohl dieses Modell als auch die etwas größeren E4.5 werden auch mit Bluetooth angeboten. Wie bei Studiomonitoren häufig der Fall, beruht Name der Boxen auf der Größe des Tiefmitteltöners.

Bei den Eris E3.5 misst dieser 3,5 Zoll und ist aus einem an Kevlar erinnernden, gewebten Kompositmaterial gefertigt, welches Verwindungen der Membran, damit Verzerrungen verhindern und klaren Klang begünstigen soll. Der kleine Tiefmitteltöner wird von einer Ein-Zoll-Seidenhochtonkalotte unterstützt. Befeuert werden die Boxen von einem 2× 25 Watt leistenden Verstärker, das Aktivmodul kann laut Angabe gar bis zu 60 Watt aufnehmen. Anschlussseitig bieten die analogen Eris E3.5, wie von Studiomonitoren gewohnt, einen 6,3-mm-Balanced-TRS-Klinkeneingang. Als zweiter Eingang, für PC-Spieler ohne hochwertige Soundhardware interessant, steht an der Rückseite Cinch zur Verfügung. Obendrein befinden sich an der Front Klinkenanschlüsse für Line-In und ein Kopfhörerausgang (mitverstärkt). An der Rückseite der Master-Box kann zudem der Bass und Hochton angepasst werden.

Klanglich sind die sehr kompakten Eris E3.5 erstaunlich potent und liefern einen linearen, vollen und sauberen Klang, der sich vor vielen hochpreisigeren Lautsprechern nicht verstecken braucht. Die Qualität kommt zwar nicht ganz an die Nubert- und Wavemaster-Boxen in diesem Test heran, die E3.5 schlagen sich aber erstaunlich gut und übertrumpfen die Satelliten der 2.1-Systeme in diesem Test souverän. Allerdings gilt auch hier: Die Eris E3.5 sind für die Raumbeschallung ab ca. 20 m² nur eingeschränkt geeignet.

Wavemaster Cube Neo

2.0 Stereo-Lautsprecher, Bluetooth, digital (USB, Toslink)/analog (Cinch, Klinke)
Wavemaster Cube Neo Quelle: Wavemaster Wavemaster Cube Neo
Wavemaster hat mit den unscheinbaren mattschwarzen Bluetooth-Boxen Cube ein recht gut klingendes und den Zahlen und Kommentaren auf diversen Verkaufsplattformen zufolge zudem erfolgreiches und beliebtes Lautsprecher-Pärchen im Regal-Format im Angebot. Mit den rund 260 Euro (UVP, Straßenpreis offenbar eher um 200 Euro) kostenden Cube Neo erscheint demnächst der überarbeitete und aufgehübschte Nachfolger. Dieser ist in den Ausmaßen minimal größer und verfügt über eine praktische IR-Fernbedienung sowie eine angepasste Sound-Abstimmung. Wirklich neu ist das Gehäuse, das nun wahlweise aus massivem, geöltem und gewachstem Bambus besteht oder aus robustem, weiß lackiertem MDF gefertigt ist. Wir testen die schicke, sauber verarbeitete Bambus-Variante.

In der rechten Lautsprecherbox ist der Verstärker mit 2 × 25 Watt RMS verbaut. Um die D/A-Wandlung kümmert sich ein nicht näher spezifizierter

DAC mit bis zu 24 Bit/96 kHz. Dieser wandelt wahlweise den per A2DP-Standard (ab BT 2.1) übermittelten Bluetooth-Stream oder die Daten einer mit optischem Toslink-Kabel verbundenen Quelle. Außerdem stehen zwei Analog-Eingänge (3,5-mm-Klinke, Cinch) zur Verfügung. Die Kanäle können mittels Klick auf den Lautstärkeregler an der Front durchgeschaltet oder per Fernbedienung gewählt werden. Neu ist der Subwoofer-Ausgang an der Rückseite, für den Wavemaster uns mit dem Fusion-Tieftöner bereits eine passende Bassbox angekündigt hat. Klanglich sind die Boxen gefällig, der Sound ist luftig und recht detailliert, wenn auch sicher nicht auf Hi-Fi-Niveau; dafür fehlt es an Auflösung und Ausdruckskraft. Hoch- und Tiefton sind etwas betont, die Mitten fallen etwas ab, sind aber dennoch ordentlich - diesen könnte zudem der Subwoofer durch Tieftonentlastung noch zu mehr Schmiss verhelfen.

Das Abstrahlverhalten ist recht breit, anders als etwa bei Studio-Monitoren. Werden die Boxen weit hinten auf einem Schreibtisch platziert, ändert sich der Klang im Stereodreieck merklich, da der Hochton von oben auf die Tischfläche trifft und von dort reflektiert ins Ohr des Hörers gelangt. Der Bass wirkt indes brummig, wenn die Boxen zu nah an der Hörposition oder einer Wand platziert werden. Daher, aber auch wegen der recht großen Ausmaße, eignen sich die Boxen etwas besser zur Raumbeschallung als für den Desktop. Wenn Sie nicht gerade Hi-Fi-Ambitionen verfolgen und schicke wie günstige BT-Boxen suchen, sollten Sie sich die Cube Neo einmal anhören. Wird das letzte Quäntchen Qualität angestrebt, würden wir aufgrund höherer Dichte zur MDF-Variante raten.

Edifier S880DB

2.0 Stereo-Lautsprecher, Bluetooth, digital (USB, Toslink, Coax)/analog (Cinch) - Test in Ausgabe 07/2018
Edifier S880DB Quelle: Edifier Edifier S880DB
Der chinesische Lautsprecherhersteller hat einen langen Weg hinter sich: Stellte Edifier anfangs noch OEM-Produkte unter anderem für Logitech und Creative her, hat sich die Firma unter PC-Spielern mittlerweile mit überzeugenden Boxensystemen zu fairen Preisen einen Namen gemacht. Doch die Chinesen geben sich mit dieser Marktposition noch nicht zufrieden, denn nun zielt Edifier mit den S880DB ganz offen auf die anspruchsvollere Hi-Fi- und Studio-Klientel ab.

Beim Aufstellen der Lautsprecher fallen zuerst das hohe Gewicht bei gleichzeitig kompakter Bauweise sowie die sehr hochwertige Materialanmutung ins Auge. Das Gehäuse ist sauber und ansehnlich verarbeitet, aus kräftig dimensioniertem MDF gefertigt und mit sehr authentisch wirkenden Kunststoffseitenteilen in Birkenoptik veredelt. Die mattschwarzen, frei sichtbaren Lautsprecherchassis mit dem titan­laminierten 19-mm-Hochtöner und dem 3,75-Zoll (9,5 cm) Mitteltieftöner mit auffälligem Alu-Konus werden getrennt verstärkt (2 × 12 Watt Hochtöner, 2 × 35 Watt Mitteltieftöner) und bilden einen auffälligen Kontrast zum weißen Korpus der Boxen. Das Design wirkt sowohl modern als auch edel, was nochmals durch die exzellente Verarbeitung unterstrichen wird.

Die S880DB lassen sich dank der kompakten Ausmaße sehr gut auf dem Schreibtisch platzieren. Es ist ein Leichtes, sie in einem nahezu perfekten Stereodreieck auf den Hörplatz einzurichten. An der Rückseite der rechten Box befinden sich drei sauber rastende Drehknöpfe für Höhen, Bässe und Lautstärke, der Volumen-Regler dient mittels Klickfunktion außerdem zur Input-Wahl. Wichtige Einstellungen können Sie zudem bequem per IR-Fernbedienung vornehmen und aus vier Klangprofilen wählen. Dies Klangmodulation übernimmt ein Xmos XCore Mehrkern-Audiocontroller, der sich außerdem um die Klangwandlung des USB-Eingangs kümmert. Nicht übel, solche Hardware findet sich normalerweise erst in einer höheren Preisklasse. Neben USB und Bluetooth 4.1 samt AptX-Codec stehen zwei analoge Cinch-, ein optischer Toslink- und ein digitaler Coax-Eingang zur Verfügung. Sämtliche für diese Anschlüsse nötigen Kabel liegen bei - Klasse. Als DAC für Bluetooth, Toslink sowie Coax dient ein Texas Instruments PCM9211.

Der Sound ist klar, ausdruckskräftig und detailliert - man kann auch wegen des schmalen Abstrahlverhaltens ohne Bedenken von Studio-Qualitäten reden. Die kleinen Lautsprecher schaffen es zudem, eine beeindruckende Bühne mit sauberer Staffelung und hoher Räumlichkeit zu erzeugen. Der knackige, saubere Bass spricht sehr flott an und reicht erstaunlich tief hinab. Der Pegel ist mehr als ausreichend für einen kleinen Hörplatz, zur druckvollen Raum- oder Partybeschallung sollten Sie allerdings etwas größere Lautsprecher ins Auge fassen. Für Desktop-Nutzer hat Edifier mit den S880DB indes ein tolles Angebot geschnürt, das auch anspruchsvolle Hörer mehr als zufrieden stellen kann. Der Preis ist für das Gebotene sehr fair.

Mackie CR4 BT

2.0 Studio-Stereo-Lautsprecher, Bluetooth digital/analog (TRS-Klinke balanced, Cinch) - Test in Ausgabe 08/2017
Mackie CR4 BT Quelle: Mackie Mackie CR4 BT
Neben beispielsweisen den M-Audio AV32.1 sind die Mackie CR4 BT trotz professioneller Anschlüsse und einigen Studio-Monitoren sehr ähnlichen Charakteristika eher als Multimedia-Lautsprecher zu verstehen. Dies hat allerdings auch handfeste Vorteile, denn bei den CR4 finden Sie PC-konforme Anschlüsse - als einzige Lautsprecher im Test verfügen die Mackie sogar über einen Kopfhörernanschluss an der Front. Dort ist zudem ein Lautstärkeregler angebracht, mit dem die auffällig gestalteten Boxen außerdem in den Standby versetzt werden können. Typische Studio-Lautsprecher machen PClern Hörgenuss und Bedienung deutlich schwerer. Wollen Sie sich solch Ärger ersparen, dann könnten Ihnen Mackies Kompaktboxen zusagen: Sie vereinen überzeugenden, ausgewogenen und vielseitigen Klang mit problemloser Verbindung. Dies gilt nochmals mehr für die getestete Blue-tooth-fähige BT-Variante, das reguläre CR4-Modell kosten nochmals gute 30 Euro weniger.

Trotz des günstigen Preises gibt es beim schicken, mit knallig-grünen Zierelementen versehenen Äußeren nichts zu beanstanden. Die Materialien wirken angemessen hochwertig, das vinylbeschichtete MDF-Gehäuse mehr als ausreichend dimensioniert, sämtliche Verschraubungen, Klebestellen und Spaltmaße sind sauber. Mackie verbaut in den CR4 ein einzelnes Aktivmodul, welches die Hoch- und Tieftöner mit maximal 50 Watt Verstärkerleistung versorgt. Beim Anschalten der Lautsprecher ist bei genauem Hinhören ein leichtes 50-Hz-Rauschen zu vernehmen, welches allerdings nur sehr bedingt stört und bei der Audioausgabe unhörbar wird - dennoch: Dies ist ein Faktor, bei dem ein günstiger Preis in unserem Testfeld offensichtlich wird. Ein anderer ist der Klang. Der Sound von Mackies CR4 ist kräftig, gut aufgelöst und wirkt schön räumlich. Der Bass ist recht straff und kräftig, die Mitten warm und voll. Die Qualität der Multimedia-Boxen und deren klangliche Lebensäußerungen sind beachtlich, insbesondere unter Berücksichtugung des günstigen Preises. Als PC-Lautsprecher sind die CR4 ein tolles Angebot. Dazu lassen sie sich ohne wirren Kabel- und Anschlusssalat verbinden sowie im Betrieb ohne Verrenkungen bedienen.

Yamaha HS 5

2.0 Studio-Stereo-Lautsprecher, analog (TRS-Klinke balanced, XLR balanced) - Test in Ausgabe 08/2017
Yamaha HS5 Quelle: Yamaha Yamaha HS5
Yamaha ist schon seit vielen Jahrzehnten eng mit der Musikproduktion verbunden. Besuchen Sie ein Tonstudio, ist es zudem durchaus wahrscheinlich, dass dort Yamaha-Boxen eingesetzt werden, eventuell gar noch Exemplare aus den 70ern oder 80ern. Die optisch am Klassiker NS10 angelehnten HS5 sind dagegen noch jung, doch auch sie lassen sich beim Klang nicht lumpen. Eigentlich kämpfen die HS 5 in einer höheren Gewichtsklasse, ihre Preisempfehlung liegt bei 250 Dollar pro Exemplar, doch sind sie einzeln schon für rund 150 Euro erhältlich (der Paar-Preis liegt allerdings unter Umständen höher) - die gesamte Serie ist zudem auch als I-Variante erhältlich, diese verfügt über eine Anschlussmöglichkeit für Halterungen und kostet etwas mehr. Schlau gekauft liegt der Preis für ein Paar HS 5 also bei rund 300 Euro, und es ist wirklich beachtlich, welch überzeugendes Paket Sie dafür erhalten. Den eher niedrig angesetzten Preis merkt man den Lautsprechern an, allerdings im guten, weil unerwarteten Sinne: Die Verarbeitung ist erstklassig, die Materialien wirken sehr hochwertig, die weißen Mitteltieftöner sind darüber hinaus ein echter Blickfang. Die Einfassung des Hochtöners ist ausgesprochen sauber und zusammengenommen mit der Vinylbeschichtung des extrem stabilen MDF-Korpus ergibt sich ein klassisch-schönes, außerordentlich robust anmutendes Äußeres. Betrieben werden die Lautsprecher von jeweils einem 70-Watt-Verstärkermodul, dessen zwei Endstufen die Leistung auf den mit 45 Watt befeuerten 5-Zoll-Mitteltieftöner und den mit maximal 25 Watt verstärkten Kalotten-Hochtöner verteilen.

Auch bei den HS 5 handelt es sich konzeptionell um Studiomonitore, die Anschlüsse beschränken sich daher auf TRS-Klinke und XLR-Eingänge. Sie müssen also entweder Adapter zukaufen, ein kleines Mischpult oder Audio-Interface zwischenschalten oder das Glück haben, bereits passende Anschlüsse an Ihrer Soundkarte (6,3-mm-Klinke) zu besitzen. Neben den Anschlüssen befindet sich jeweils ein Lautstärkeregler an der rückseitigen Verstärkereinheit, desweiteren sind dort zwei weitere Schalter untergebracht, mit denen die Höhen sowie untere Mitten und Tiefen beeinflusst werden können.

Werden die Boxen angeschlossen, leuchtet das an der Front angebrachte Logo mit den drei gekreuzten Stimmgabeln in einem diffusen Weiß, still und ohne vernehmbares Rauschen signalisieren die HS 5 so ihre Einsatzbereitschaft. Und wenn sie hochqualitatives Audiomaterial vorgesetzt bekommen, geht so manchem Sound-Fan das Herz auf: Die kleinen Yamaha-Boxen spielen herrlich luftig und befreit, die Höhen sind detailliert, glasklar und fein aufgelöst, die vollen Mitten wirken beinahe analytisch neutral. Der Bassbereich ist dagegen etwas zurückhaltend, doch spricht der Tiefton sehr flott an und liefert knackige, präzise Bässe. Insgesamt fällt das Klangbild eher kühl-analytisch aus, beeindruckt dabei mit einer sehr hohen Räumlichkeit, Präzision und Klangtreue sowie einer feinen Trennung einzelner Töne. Mit Ausnahme der NuPro A-100 sind die Yamaha HS 5 qualitativ allen anderen Lautsprecher in diesem Artikel überlegen. Die erfreulich guten Klangeigenschaften der HS 5 sind auch beim Spielen vorteilhaft. So gelingt beispielsweise die Ortung von Gegnern sehr präzise, Stimmen klingen natürlich und sauber und ein guter Soundtrack wird dermaßen gut herausgestellt, das man Instrumente beinahe greifen können glaubt. Und beim Musikhören trumphen die Yamaha-Boxen richtig auf - selbst komplexe, anspruchsvolle Blues- oder Jazz-Stücke klingen fabelhaft. Der eher zurückhaltende Bass lässt bei tieftonlastigem Material ein wenig Druck vermissen, allerdings können Sie den HS 5 durchaus per Equalizer etwas unter die Arme greifen, ohne die Tieftöner zu überfordern. Alternativ können Sie natürlich einen Subwoofer anschließen, etwa den Yamaha HS8S.

Nubert NuPro A-100

2.0 Volldigital-Stereo-Lautsprecher, digital (USB, Toslink, Coax)/analog (Cinch) - Test in Ausgabe 08/2017
Nubert NuPro A-100 Quelle: Nubert Nubert NuPro A-100
Nach den neuen NuBox A-125 sind die Nubert NuPro die kleinsten volldigitalen Aktivlautsprecher von Nubert. Es handelt sich um Multimedia-Lautsprecher für anspruchsvolle, die NuPro A-100 sind klanglich gesehen aber auch für den (Semi-)Professionellen Einsatz geeignet, werden obendrein vom Hersteller mit dieser Eignung beworben und weisen einige Eigenschaften von Studiomonitoren auf. So werden sie beispielsweise einzeln verkauft, jede Box besitzt ein eigenes Verstärkermodul und es handelt sich um Nahfeldlautsprecher, die bestens für geringe Sitzabstände geeignet sind. Mit knapp unter 300 Euro Stückpreis(!) sind die Nubert NuPro A-100 die mit Abstand teuersten Lautsprecher im Testfeld. Doch das merkt man auch: Diese Boxen sind jeden Cent wert, selbst im Vergleich zu den schon ausgezeichneten Yamaha HS 5. Das wird schon beim Begutachten der NuPros offensichtlich. Die schlanken A-100 weisen ein ehrlich hinreißendes Äußeres auf: Der sanft abgerundete, sehr stabile MDF-Korpus ist makellos mit feinstem Schleiflack überzogen und ein richtiggehender Handschmeichler. Sämtliche Einfassungen, Verschraubungen und Spaltmaße sind tipptopp, die Materialanmutung ist erstklassig. Das Design ist klassisch-schlicht, dennoch wirken die Boxen eher edel denn langweilig.

Nubert-Lautsprecher verarbeiten die eingehenden Audiosignale volldigital, eine Besonderheit dieser Lautsprecher. Sogar ein analog über den Cinch-Eingang eingespeistes Signal wird im Inneren digitalisiert. Ein DSP (Digital Signal Processor) splittet die Frequenzen für Hoch- und Mitteltieftöner auf und optimiert den Verlauf der Kurven, bevor diese schlussendlich über zwei Endstufen (100 Watt Verstärkerleistung) an den knapp 5-zölligen Tieftöner sowie Kalottenhochtöner geliefert werden.

Bei der Bedienung setzt sich die A-100 außerdem mit sehr gut zugänglichen und üppigen Einstellungsmöglichkeiten vom Testfeld ab. Eine LED-Anzeige an der Front lässt Sie bequem (auch per beiliegender Fernbedienung) alle nötigen Einstellungen vornehmen, per Link-Kabel verbunden überträgt die linke Master-Box sämtliche Einstellungen an den rechte Slave-Lautsprecher. Es stehen zudem Bass- sowie Trebleregler, mehrere Presets sowie Extras wie eine Standby-Schaltung zur Verfügung. Anschlussseitig bieten die A-100 drei Digitaleingänge (USB, optisch, Coaxial) sowie einen analogen Cincheingang. Außerdem kann ein Bluetooth oder WLAN-Dongle ergänzt werden, um die Lautsprecher kabellos mit Audiomaterial zu füttern.

Einmal eingerichtet und per USB mit dem PC verbunden, stellt sich bei vielen erstmaligen Hörern ungläubiges Verblüffen ein: Es ist mit Worten kaum begreiflich zu machen, wie groß und voll diese kleinen Lautsprecher zu klingen vermögen. Die winzig anmutenden Tieftöner liefern dank langem Hub einen sehr satten, kräftigen und präzisen Bass, die Mitten sind wunderbar voll und warm, die Höhen extrem detailliert und kristallklar - wow! Und das Ganze wird dann auch noch mit einer luftigen Räumlichkeit präsentiert, die abseits deutlich größerer (und höchstwahrscheinlich nochmals teureren) Hifi-Boxen ihresgleichen sucht. Die A-100 lechtzen nach hochqualitativem Audiomaterial und sind beim Musikhören eine wahre Freude, gehören jedoch auch beim Spielen zu den besten Boxen, die man an dem PC überhaupt anschließen kann. Wenn Sie sich wirklich gute Lautsprecher für den Schreibtisch wünschen und nicht vor einer größeren Ausgabe zurückschrecken: Mit den Nubert NuPro A-100 werden sie glücklich, dafür legen wir die Hand ins Feuer. Und wenn es noch ein wenig mehr sein darf: Die A-100 sind ja noch die kleinsten Vertreter der NuPro-Reihe. Die Lautsprecher können direkt über den Hersteller bezogen werden.

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  1. Seite 1 Lautsprecher im Test: Grundlagen
  2. Seite 2 2.0 Stereo-Lautsprecher
  3. Seite 3 2.1-Systeme mit Subwoofer
  4. Seite 4 5.1- und 7.1-Surround-Systeme
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ion_Tichy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ToZo1
        ... und ich bei meinen bald 30 Jahre alten Canton Fonum 401 (die letzten überlebenden Teile der HiFi-Anlage meiner Eltern aus den 90ern).
        Canton Fonum 401 | Hifi-Wiki.de
        Ich habe vor ca. 25 Jahren für unser Vereinsheim die Fonum 601 gekauft. Dort haben wir bei jeder größeren Feier die Hochtöner gegrillt...
      • Von Ion_Tichy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ToZo1
        ... und ich bei meinen bald 30 Jahre alten Canton Fonum 401 (die letzten überlebenden Teile der HiFi-Anlage meiner Eltern aus den 90ern).
        Canton Fonum 401 | Hifi-Wiki.de
        Ich habe vor ca. 25 Jahren für unser Vereinsheim die Fonum 601 gekauft. Dort haben wir bei jeder größeren Feier die Hochtöner gegrillt...
      • Von Hubacca Software-Overclocker(in)
        Ein Kollege hat die A-125 schon seit 5 Monaten auf dem Schreibtisch stehen und deshalb habe ich sie als nicht mehr so neu betrachtet, aber wen ich sehe was da noch so alles "getestet" besser gesagt
        vorgestellt wird dann ist ein halbes Jahr wohl recht neu.
        Was mich allerdings auch stört ist diese wild durcheinander präsentierten Systeme - verschieden "Arten" und verschiedene Preisbereiche !?
        Wenns jetzt wenigsten eine Kaufempfehlung für jedes System und jeden Preisbereich wäre, aber so sinds einfach Lautsprecher aller Art - PC Lautsprecher, Nahfeldmonitore, Multimedialautsprecher, aktive Regallautsprecher -
        aus verschiedenen Preisbereichen die vorgsetellt werden.
        Als Einkaufshilfe, Kaufberatung oder gar Vergleich finde ich den Artikel wenig hilfreich - zumal auf wichtige Punkte wie Anschlußarten usw. sehr oberflächlich eingegangen wird !
        Wer hier im Forum mitliest kennt doch die am häufigsten gestellten Fragen ?

        Edit: Die nuPro A-100 sind ürigens so aktuell das sie als Auslaufmodell angeboten werden und der Preis bei €245,- /Stück liegt !-O
      • Von DuckDuckStop BIOS-Overclocker(in)
        ~6 Monate alt würde ich durchaus als neu bezeichnen.
      • Von Hubacca Software-Overclocker(in)
        Zitat: "Nach den neuen NuBox A-125 sind die Nubert NuPro die kleinsten volldigitalen Aktivlautsprecher von Nubert. "

        Neu ? Die A-125 sind glaube ich im Oktober 2019 auf den Markt gekommen und wurde hier im Forum schon mehrfach empfohlen ....
      • Von DuckDuckStop BIOS-Overclocker(in)
        Ich bin ein bisschen verwirrt wegen der Auswahl.
        Während in der 2.0 Rubrik fast ausschließlich wirklich gute "Lautsprecher" getestet wurden kommt bei 2.1 und 5.1 mit Logitech, Razer und Teufel die Creme de la Creme des Joghurtbecherrammschs.
        Warum nicht konsequent fortgeführt und einfach die guten 2.0 Systeme um empfehlenswerte Subwoofer ergänzt?
      Direkt zum Diskussionsende
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