Lautsprecher für PCs im Test (2020): Kaufberatung und Vergleich [Mai]

Aktive und passive Lautsprecher für PCs im Test (2020) bei PCGH: Bestenliste und Kaufberatung mit 2.0 Stereo-Studio-Monitoren, 2.1.Systemen mit Subwoofer und 5.1/7.1-Surround-Systemen - teils auch mit Bluetooth, das auf dem steten Vormarsch ist.

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Lautsprecher für PCs im Test (2020): Kaufberatung und Vergleich
Quelle: Wavemaster

Status Quo Mai 2020: Bei unseren letzten Lautsprechertests wurde uns nicht nur gewahr, dass viele Hersteller von Lautsprechern erfolgreiche Modelle über viele Jahre lang anbieten sondern vor allem, wie weit zurück einige unserer Tests bereits liegen. Trotzdem werden viele der dort getesteten Lautsprecher weiterhin angeboten, die Tests sind also weiterhin aktuell. Um Ihnen einen bessere Übersicht zu bieten, die nicht durch mehrere Jahre Printausgaben segmentiert ist, haben wir uns entschlossen, sämtliche unserer weiterhin aktuellen Tests - abzüglich Testtabellen - in diesem Artikel zu konzentrieren.


Lautsprecher können in den meisten Fällen für viele unterschiedliche Einsatzzwecke genutzt werden und funktionieren im Grunde immer nach einem sehr ähnlichen Prinzip. Ein elektrisches Signal wird zu einem Schallwandler gesendet, der dieses Signal mithilfe eines Elektromagneten in eine Bewegung umsetzt. Diese Bewegung überträgt sich auf eine Membran, deren Hub wiederum dazu dient, Luft zu verdrängen und somit Schallwellen zu erzeugen. Bei Aktivboxen wird das elektrische Signal zuvor innerhalb der Lautsprecher verstärkt, um einen ausreichenden Hub zu gewährleisten. Das ist im Grunde die Funktionsweise eines Lautsprechers. Die technischen Herangehensweisen, das Design des Resonanzkörpers (also dem Lautsprechergehäuses) können sehr divers ausfallen. Obendrein unterscheiden sich die Treiber häufig in ihrer Güte, den Materialien und dem Ansprechverhalten sowie bei der akustischen Genauigkeit und dem Volumen des potentiellen Hubs der Schallwandler. Das grundlegende Funktionsprinzip ist jedoch in praktisch allen Fällen simpel und sehr ähnlich.

Dies ist einer der Gründe, weshalb Lautsprecher nur sehr langsam veralten: Zwar gibt es über die Zeit hinweg besser geeignete Materialien, potentere Magnete, bessere, sparsamere und kompaktere Verstärker oder neue Anschluss-Techniken - aktuell ist etwa Bluetooth merklich auf dem Vormarsch. Doch Lautsprecher, die vor 20 Jahren gut waren, sind mit einiger Gewissheit selbst im Vergleich mit heutigen Boxen noch immer gut. Viele Hersteller von Lautsprechern halten daher lange an erfolgreichen Produkten fest oder aktualisieren diese nur geringfügig, um beispielsweise Bluetooth-Support zu bieten.

Neben Bluetooth ist aber auch ein weiterer Trend zu beobachten: Viele, insbesondere zuvor für Gaming-orientierte Soundsysteme bekannte Hersteller fahren insbesondere in den letzten Jahren eine kaum übersehbare Qualitätsoffensive. Offensichtlich, um mit den schick designten, ansprechend verarbeiteten Lautsprechern auch die anspruchsvollere Klientel zu bedienen - eine schöne Sache, schließlich werden auch ehemalige Jugendliche - einmal stolze Besitzer von 2.1-"1000-Watt-PMPO"-Rumpelkisten - irgendwann älter und über die Jahre vielleicht auch weiser. Hersteller wie beispielsweise Wavemaster und Edifier scheinen mit einigen ihrer neuen Produkte genau auf dieses Marktsegment abzuzielen, liegen mit rund 250 bis 300 Euro aber noch im preis-/leistungstechnisch günstigen Bereich.

Kaufkriterien für aktive Lautsprecher: Verstärkung

Bei Boxen gilt ähnlich wie bei Kopfhörern oder Headsets: Den größten Einfluss auf die klanglichen Eigenschaften und die Güte des Sounds haben die Schallwandler, also die Lautsprecher selbst. Anders jedoch als bei guten Kopfhörern, die zumeist eine kräftige Verstärkung beispielsweise durch eine Soundkarte benötigen, tritt dieser Punkt bei aktiv verstärkten Lautsprechern logisch nachvollziehbar in den Hintergrund - schließlich ist die Verstärkereinheit bereits integriert. Dabei sollten Sie trotzdem einen genaueren Blick auf die Leistung des Amplifiers werfen, denn nicht selten wird dabei seitens des Herstellers die P.M.P.O-Leistung (Peak Music Power Output) angegeben. Hierbei handelt es sich um einen Spitzenwert, der mit wenig seriösen oder gar beliebigen Testmethoden ermittelt wird (z.B. jene maximale Leistung, die für einige Millisekunden durch ein Lautsprechersystem gejagt werden kann, bevor sich die Technik in Rauch auflöst und das System zerstört).

Die Angabe der P.M.P.O ist zwar seit vielen Jahren rückläufig, doch insbesondere bei günstigen Lautsprechern findet sich häufig die gegenüber der RMS-Leistung (Root Mean Square) deutlich imposanter wirkende P.M.P.O. Die einzig international anerkannte Angabe ist die per aufwendiger Messung mittels einem rosa Rauschen (Pink Noise) ermittelte RMS-Leistung. Lassen Sie sich daher nicht vor großen, eindrücklich wirkenden Zahlen irritieren. Spätestens, wenn ein 25-Euro günstiges, kaum 3 Kilo schweres und per 5V-Netzteil gespeistes Audiosystem eine Leistung angibt, die mit rund 1 KW etwa dem Level eines Mofas, einer guten Profi-Schlagbohrmaschine oder drei GTX 1080 Ti im SLI-Verbund entspricht, ist Skepsis geboten.

Lautsprecher mit und ohne Subwoofer: Abmessung und Aufstellung

Ein weiterer wichtiger Punkt bei Lautsprechern ist ihre Bauweise, die Abmessungen sowie das Abstrahlverhalten der verbauten Schallwandler. Diese Aspekte können (nicht müssen!) sehr deutliche Einflüsse auf den Sound, die Eignung für einen bestimmten Einsatzzweck sowie die Praxistauglichkeit haben. Sind Boxen etwa zu groß, passen sie eventuell nicht auf Ihren Schreibtisch - logisch, doch leider ist die Thematik deutlich komplizierter. Ist die Aufstellung trotzdem möglich, passt eventuell das Abstrahlverhalten der (zu großen) Lautsprecher nicht für ein kleines Stereo-Dreieck. Strahlen (große) Lautsprecher den Ton in einem weiten Kegel ab, was tendenziell für die Raumbeschallung vorteilhaft wäre, sind diese für den Einsatz am Desktop mit einiger Gewissheit eher ungeeignet. Es könnten beispielsweise bestimmte Frequenzen zuerst auf die Tischoberfläche treffen und von dort zurückgeworfen ins Ohr gelangen und somit nicht nur die tonale Wahrnehmung stark verändern, sondern außerdem Aufgrund der Verzögerung durch den längeren Weg der Schallwellen und durch die menschliche Psychoakustik eine verfälschte räumliche Darstellung begünstigen.

Aus diesem Grund sollten Sie für einen kleinen Hörplatz Boxen bevorzugen, die verhältnismäßig kompakt ausfallen und ein kleines Stereo-Dreieck ermöglichen. Sogenannte Studio-Lautsprecher oder -Monitore sind beispielsweise für ein solches Einsatzgebiet optimiert und erlauben ein präzises Ausrichten der Boxen auf den Hörplatz. Das sogenannte Stereo-Dreieck stellt dabei das theoretische Optimum und ein auf den Kopf gedrehtes, gleichseitiges Dreieck dar. Der Abstand zwischen rechter und linker Box ist bestenfalls derselbe, wie der Abstand Ihres Sitzplatzes zu der jeweiligen Box. Dabei darf dieser Abstand aber auch nicht zu klein ausfallen, ansonsten leidet die räumliche Wahrnehmung. Ist der Abstand dagegen zu groß, wird ein Großteil des Sounds einfach an Ihnen vorbei projiziert. Bestenfalls sollte sich außerdem der Hochtöner der Lautsprecher auf Ohrhöhe befinden - oder mittels eines Keils so angewinkelt werden, dass eine gedachte Linie von dort direkt auf den jeweiligen Lauscher trifft.

Die Bauweise ist ebenfalls von größerem Belang und betrifft nicht nur die Abmessungen der Lautsprecher, sondern auch ihr Ansprechverhalten, die Tiefton-Performance und eventuell tonale Balance. Häufig vertretene Bassreflexsysteme liefern beispielsweise einen zumeist kräftigeren Bass als vergleichbare geschlossene Lautsprecher. Allerdings geht dies zumeist auf die Kosten der Präzision. Des Weiteren kann scharf ein- und austretende Luft an ungünstig geformten Reflex-Rohren unschöne Strömungsgeräusche verursachen. Die Position dieser Öffnungen kann außerdem Einflüsse auf den wahrgenommenen Sound haben, etwa wenn eine rückseitig angebrachte Reflex-Öffnung von einer Wand verdeckt wird. Ebenso können ungewollte Schallreflexionen in einem Regalstellplatz (Regallautsprecher) oder unter dem Schreibtisch (Subwoofer) auftreten und vor allem den Tiefton stark beeinflussen.

(Semi-)Professionelle Studio-Lautsprecher oder "Abhör"-Monitore

Beim Kauf eines Lautsprechersystems kann es sich lohnen, den Blick auch einmal über den Horizont der spezifisch für den PC entwickelten Boxensysteme schweifen zu lassen. Insbesondere sogenannte "Studiomonitore" erfreuen sich großer Beliebtheit unter der etwas anspruchsvolleren Klientel und jenen, die es werden wollen. Prinzipiell ist diese Art Lautsprecher für Soundstudios zum Abhören erdacht. Die zumeist einzeln von jeweils einem Aktivmodul mit teils mehrern Verstärkern befeuerten Boxen sind normalerweise nach dem 2-Wege-Prinzip aufgebaut, sehr kompakt, besitzen im Regelfall ein schmales Abstrahlverhalten und einen nicht deutlich über fünf Zoll großen Tieftöner. Diese Eigenschaften erlauben den Einsatz an einem eher begrenzten Platz, etwa um ein Mischpult herum. Der "Sweetspot", also jener Ort, an dem die Lautsprecher am besten klingen, passt aber nicht nur zu einem kleinen Soundstudio, sondern auch zu einem Schreibtisch, auf dem beispielsweise ein PC steht. Außerdem ist die Klangqualität bei solchen Lautsprechern natürlich ausgesprochen wichtig, auch wenn nicht jeder "Studiomonitor" wirklich Studioqualitäten bietet, die unter anderem wären: möglichst neutral aufspielen, um eine saubere Abmischung im Studio zu ermöglichen. Die Bezeichnung Nahfeld- oder Multimedia-Lautsprecher wäre in vielen Fällen geeigneter.

Es gibt unzählige Angebote für diese Art Lautsprecher, Dutzende Hersteller bieten Hunderte Lautsprecher in allen Preisklassen an. Gute Alternativen gibt es in beinahe jedem Preisrahmen reichlich. Wenn Sie sich für ein solches Lautsprecher-Set interessieren, sollten Sie sich vor dem Kauf ein wenig informieren, denn die meisten Studio-Boxen sind etwas anders aufgebaut als herkömmliche PC-Systeme. Das betrifft insbesondere die Anschlüsse: Einige, wie etwa das regulären PC-Lautsprechern sehr ähnliche M-Audio AV 32.1 oder Mackies CR4, können wie gewohnt per Cinch-Klinkenverbindungen angeschlossen werden. Die NuPro A-100 lassen sich ebenfalls problemlos (u.a) per USB mit dem PC verbinden. Von einigen Exemplaren gibt es Versionen mit Bluetooth-Unterstützung, viele der neueren Modelle haben die kabellose Verbindung standardmäßig im Gepäck. Doch im Regelfall nutzen Studiolautsprecher professionelle XLR- und 6,3-mm-TRS-Klinkenstecker was das Verbinden mit dem PC etwas verkompliziert und meist das Nutzen von Adaptern notwendig macht. Außerdem gilt bei Studiomonitoren häufig der Stückpreis, was es bei der Schnäppchenjagt tunlichst zu beachten gilt.

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  2. Seite 2 2.0 Stereo-Lautsprecher
  3. Seite 3 2.1-Systeme mit Subwoofer
  4. Seite 4 5.1- und 7.1-Surround-Systeme
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ion_Tichy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ToZo1
        ... und ich bei meinen bald 30 Jahre alten Canton Fonum 401 (die letzten überlebenden Teile der HiFi-Anlage meiner Eltern aus den 90ern).
        Canton Fonum 401 | Hifi-Wiki.de
        Ich habe vor ca. 25 Jahren für unser Vereinsheim die Fonum 601 gekauft. Dort haben wir bei jeder größeren Feier die Hochtöner gegrillt...
      • Von Ion_Tichy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von ToZo1
        ... und ich bei meinen bald 30 Jahre alten Canton Fonum 401 (die letzten überlebenden Teile der HiFi-Anlage meiner Eltern aus den 90ern).
        Canton Fonum 401 | Hifi-Wiki.de
        Ich habe vor ca. 25 Jahren für unser Vereinsheim die Fonum 601 gekauft. Dort haben wir bei jeder größeren Feier die Hochtöner gegrillt...
      • Von Hubacca Software-Overclocker(in)
        Ein Kollege hat die A-125 schon seit 5 Monaten auf dem Schreibtisch stehen und deshalb habe ich sie als nicht mehr so neu betrachtet, aber wen ich sehe was da noch so alles "getestet" besser gesagt
        vorgestellt wird dann ist ein halbes Jahr wohl recht neu.
        Was mich allerdings auch stört ist diese wild durcheinander präsentierten Systeme - verschieden "Arten" und verschiedene Preisbereiche !?
        Wenns jetzt wenigsten eine Kaufempfehlung für jedes System und jeden Preisbereich wäre, aber so sinds einfach Lautsprecher aller Art - PC Lautsprecher, Nahfeldmonitore, Multimedialautsprecher, aktive Regallautsprecher -
        aus verschiedenen Preisbereichen die vorgsetellt werden.
        Als Einkaufshilfe, Kaufberatung oder gar Vergleich finde ich den Artikel wenig hilfreich - zumal auf wichtige Punkte wie Anschlußarten usw. sehr oberflächlich eingegangen wird !
        Wer hier im Forum mitliest kennt doch die am häufigsten gestellten Fragen ?

        Edit: Die nuPro A-100 sind ürigens so aktuell das sie als Auslaufmodell angeboten werden und der Preis bei €245,- /Stück liegt !-O
      • Von DuckDuckStop BIOS-Overclocker(in)
        ~6 Monate alt würde ich durchaus als neu bezeichnen.
      • Von Hubacca Software-Overclocker(in)
        Zitat: "Nach den neuen NuBox A-125 sind die Nubert NuPro die kleinsten volldigitalen Aktivlautsprecher von Nubert. "

        Neu ? Die A-125 sind glaube ich im Oktober 2019 auf den Markt gekommen und wurde hier im Forum schon mehrfach empfohlen ....
      • Von DuckDuckStop BIOS-Overclocker(in)
        Ich bin ein bisschen verwirrt wegen der Auswahl.
        Während in der 2.0 Rubrik fast ausschließlich wirklich gute "Lautsprecher" getestet wurden kommt bei 2.1 und 5.1 mit Logitech, Razer und Teufel die Creme de la Creme des Joghurtbecherrammschs.
        Warum nicht konsequent fortgeführt und einfach die guten 2.0 Systeme um empfehlenswerte Subwoofer ergänzt?
      Direkt zum Diskussionsende
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