Vergleichs-Test: Die schnellsten SSDs von Intel, Mtron und Memoright

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Test Henner Schröder Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

SSDs sind fix - das hat sich herumgesprochen. Doch wie schlagen sich die schnellsten SSDs auf dem Markt gegen die schnellste SATA-Festplatte?

Mit steigender Performance und fallenden Preisen bieten sich SSDs aus Flash-Chips immer mehr als schnelle Systemlaufwerke an. Wir haben drei der momentan schnellsten SSDs auf dem Markt miteinander verglichen und sie überdies gegen die schnellste SATA-Festplatte antreten lassen. Folgende Kontrahenten baten wir ins Testlabor:

Intel X25-M: SSD (MLC), 80 GB, ca. 580 Euro (Preisvergleich)
Mtron Pro 7500 32: SSD (SLC), 32 GB, ca. 430 Euro (Preisvergleich)
Memoright GT 32: SSD (SLC), 32 GB, ca. 690 Euro (Preisvergleich)
Western Digital Velociraptor WD3000GLFS: HDD, 300 GB, ca. 220 Euro (Preisvergleich)

Noch immer ist der Gigabyte-Preis von SSDs viel höher als jener einer Magnetfestplatte - selbst wenn es sich um WDs Velociraptor mit ihren 10.000 U/min handelt, die nicht gerade zu den günstigsten Laufwerken gehört. Lohnt sich dieser Aufpreis?

Test 1: Transferraten
Uneinheitlich ist das Bild bei der mittleren Übertragungsrate, die vor allem beim Umgang mit großen Dateien von Bedeutung ist: Intels X25-M liegt trotz günstiger MLC-Chips beim Lesen mit über 200 MB/s weit vorn, fällt jedoch bei Schreibvorgängen auf durchschnittlich 75,9 MB/s zurück - das Niveau älterer Festplatten. Nah beieinander liegen die Laufwerke von Memoright, Mtron und Western Digital, wobei die Festplatte in beiden Disziplinen etwas abfällt. Positiv überrascht hat uns das Memoright-Modell, das zumindest bei Schreibvorgängen eine leicht höhere Performance erreichte als vom Hersteller angegeben: Statt 120 kam es auf über 123 MB pro Sekunde.
Mittlere Transferrate in MB/s Mittlere Transferrate in MB/s
Test 2: Zugriffszeiten
Dies ist die Domäne der SSDs - vor allem die Lesezugriffszeiten dieser Laufwerksgattung sind exzellent, da hier keine schwerfälligen Leseköpfe ausgerichtet werden müssen. Schnelle Zugriffe sind wichtig für Anwendungen und das Betriebssystem, da diese in der Regel viele kleine Dateien beanspruchen. Beim Lesen liegen wie erwartet die drei SSDs bei unter 0,1 Millisekunden, die WD-Platte hat keine Chance. Beim Schreiben jedoch brilliert nur die Intel-SSD mit durchschnittlich ebenfalls unter 0,1 Millisekunden, alle anderen brauchen länger - die Mtron fällt sogar deutlich hinter die Festplatte zurück. Allerdings liegen die maximalen Zugriffszeiten aller SSDs viel höher als diese durchschnittlichen Werte, Schreibvorgänge sind und bleiben die große Schwäche der NAND-Chips.
Mittlere Zugriffszeit in ms Mittlere Zugriffszeit in ms
Test 3: Kopierzeiten
Wie schlagen sich die Probanden in der Praxis? Das Kopieren einer 5 GiByte großen Datei innerhalb des Mediums erledigt die Intel trotz schwacher Schreibrate überraschend zügig, die Memoright liegt aber praktisch gleichauf. Nur die Mtron hält nicht ganz mit.

Ein echter Härtetest ist das Kopieren eines ebenfalls 5 GiByte großen Ordners - der jedoch nicht nur eine, sondern 25.000 größere und kleinere Dateien enthält. Hierbei entscheiden Transferraten und Zugriffszeiten ebenso wie Cachegröße und Controller. Die Intel macht hier keine so gute Figur mehr: 2 Minuten und 54 Sekunden nimmt der Vorgang in Anspruch. Das schaffen die anderen schneller, vor allem die Memoright, die 44 Sekunden eher fertig ist.
Kopierzeit in min:s Kopierzeit in min:s
Fazit
Der Kopiertest zeigt: Transferraten und Zugriffszeiten allein sagen noch nicht alles über die Performance eines Laufwerks aus. Im Praxiseinsatz ist die ausgeglichene Memoright-SSD am schnellsten - und selbst die in der Theorie unterlegene Festplatte schlägt sich sehr gut. Das Duell zwischen Speicherchips und Magnetscheiben bleibt spannend.

Wenn Sie mehr Platz brauchen, als diese vier Laufwerke zu bieten haben, empfehlen wir Ihnen unseren Kurztest elf aktueller Festplatten von 640 bis 1.500 GB.

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Stormbringer BIOS-Overclocker(in)
        okay, und dafür holst du den ollen thread wieder hoch?
        inzwschen ist das wissen hier sowieso überholt...
      • Von Stormbringer BIOS-Overclocker(in)
        okay, und dafür holst du den ollen thread wieder hoch?
        inzwschen ist das wissen hier sowieso überholt...
      • Von winnigorny1 Kabelverknoter(in)
        Genau, a4711! Voll zustimm! ich hab ein slc Laufwerk von Intel und ich kann nur sagen: im Vergleich ist die Velo ein gaaaanz lahmer Gaul! Und: Ja, man sollte schon ein paar Details wissen, bevor man ne SSD in Betrieb nimmt.

        Nicht nur die Dateiindizierung sollte man abschalten. - Wichtig ist auch, die Thumbs aus zu schalten und die TEMPS sollte man auch auf ein anderes Laufwerk verschieben.

        Das gilt allerdings vor allem für die MLC-Laufwerke. - Bei den SLCs ist das (fast) wurscht......
      • Von a4711 Schraubenverwechsler(in)
        lass mich raten...du hattest dir ein MLC laufwerk geholt und dann auch noch vergessen, die leidige dateiindizierung unter windoof abzuschalten?!

        dass SSDs, insbesondere MLC laufwerke, eine erhebliche schreibschwaeche besitzen, ist hinreichend bekannt und dokumentiert, die neue intel mal ausgenommen. der einsatz von MLCs als systemlaufwerk verbietet sich somit eigentlich, zumindest wenn das page file auf der SSD liegt, es sei denn man moechte unbedingt ein laggendes system haben. ausweg: man kompensiert das ganze mit einem gescheiten non-onboard controller, denn ein aktivierter schreibcache vermag hier wunder zu bewirken. aber dann kann man eigentlich auch gleich ein SLC laufwerk kaufen...
      • Von Arrow1982 Freizeitschrauber(in)
        Danke PCGH, schöner Test. Habe letztes Jahr zu Weihnachten eine SSD gekauft und bin kräftig auf die SCHN*** gefallen damit. Lesezugriff war 0,1 ms. Aber der sehr langsame Schreibzugriff (vorallem das umschalten von Lese auf Schreibmodus, welches gut in sequentiellen Kopiertests nachgewiesen werden kann) machte Windows extremst langsam. Das wird nun langsam besser aber solange die SSDs nicht in 99% aller Benchmarks bedeutend schneller sind als meine Raptor kaufe ich mir keine. Sonst gebe ich wiedermal 400 Euro aus und komme drauf, daß die Sache einen Haken hat, nein danke!
      • Von a4711 Schraubenverwechsler(in)
        aehm sorry PCGH(X), aber das test-fazit ging ja mal voellig in die hose, oder? denn was zur hecke hat ein (mehr oder weniger sequentieller) kopiertest mit "praxis" zu tun?! man mag zwar sehr bedingt vergleiche zur performance bei der installation von software etc. ziehen koennen, aber am ende ist dennoch rein gar nichts darueber gesagt, wie performant das system mit einer SSD im praxis-alltag ist! und das duerfte die mehrheit der leser - sofern sie nicht auch die performance ihrer graka in 3dmarks "messen" - wohl am meisten interessieren. und genau da tritt naemlich schnell der gravierende unterschied zu HDDs zu tage, wenn es beispielsweise um bootzeiten oder start- und ladezeiten von applikationen und spielen geht, also genau das, was man so im normalfall mit dem pc macht. dass selbige durch SSDs teilweise auf weit weniger als die haelfte reduziert werden und sich das ganze system daher erheblich "direkter" und "responsiver" anfuehlt, darueber verliert ihr kein wort. ich selbst bin im besitz einer der beiden nicht-intel SSDs (will nur den anschein eines werbetextes vermeiden) und freue mich ueber weniger als 50% system-startup times und ueber ladezeiten von firefox, email client, bildbearbeitungssoftware und spiellelevels, die stellenweise auf 1/5 geschrumpft sind.

        sicher sind SSDs - zumindest die performanten - zzt. noch sehr teuer. aber hey - da gibt man 400 euro fuer eine graka aus, um 5% mehr fps rauszuschinden, da scheint es doch eigentlichen wesentlich sinnvoller, 400 euro fuer das beseitigen des schwaechsten glieds in der hardware-kette und 100..400% mehrleistung beim "vorbereiten" der graka-arbeit zu investieren.
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