Test: Kingston Hyper-X Max 3.0 - Luxus-SSD mit USB 3.0 und 128 GByte

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Hochperformante SSDs mit einem USB-3.0-Anschluss auszustatten und dann als rasend schnelle mobile Speicher zu verkaufen ist "in". Das hat auch Kingston erkannt und bringt die Hyper-X Max 3.0 auf den Markt - eine USB-3.0-SSD mit Toshiba-Technik im Inneren. PC Games Hardware macht den Test.

Kingstons Hyper-X Max 3.0 ist eine SSD im schicken, blauen Metallgehäuse, welche für den externen Einsatz mit einem USB-3.0-Anschluss ausgerüstet wurde und darüber alles in den Schatten stellen soll, was bisher am USB-2.0-Port hing.

Wir stellen das 128-GB-Modell SHX100U3/128G, welches voraussichtlich knapp unter 300 Euro kosten wird (280 US-Dollar plus Steuern) auf den Prüftstand und vergleichen es mit OCZs Enyo, welches einen ähnlichen Ansatz verfolgt und bereits von PC Games Hardware und im Lesertest unter die Lupe genommen wurde.

Test: Kingston Hyper-X Max 3.0 - Luxus-SSD mit USB 3.0 und 128 GByte Kingston Hyper-X Max 3.0 - Blau, schick und flott
Das blaue Metallgehäuse, von welchem die Technik der Hyper-X Max 3.0 geschützt wird, wirkt stabil und wertig, die Kanten allerdings etwas rauh. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass ein Stoß oder Schubser, der die Max 3.0 vom Tisch befördert, dem Innenleben etwas anhaben könnte.

Kingston HyperX Max3.0 SHX100U3 128G: Unter der Haube stecten Toshiba-Chips und eine Toshiba-Platine. Quelle: PC Games Hardware Kingston HyperX Max3.0 SHX100U3 128G: Unter der Haube stecten Toshiba-Chips und eine Toshiba-Platine. Unter der Haube finden wir Toshiba-Technik in unserem Testmuster vor. Der Flash-Controller Toshiba T6UG1XBG regelt den Datenverkehr von und zu den acht, je 16 GByte fassenden 32nm-Flash-Chips vom Typ TH58NVG7D7FBAK2, unterstützt von einem üblichen DRAM-Cache. Dicke Kunststoffpolster sorgen dafür, dass die empfindliche Platine innerhalb des festen Metallgehäuses nicht herumgeschüttelt werden kann und verhindern überdies einen kurzschlussverheissenden Kontakt zu metallenen Außenwand.

Wie OCZs Enyo wird auch Kingstons Hyper-X Max 3.0 per USB 3.0-Kabel an den PC angeschlossen - natürlich abwärtskompatibel zu USB-2.0-Ports. Ebenfalls wie bei der Enyo kommen wir auch hier gleich auch zum ersten kleinen Kritikpunkt: Durch den mit USB 3.0 geänderten Micro-Stecker müssen Sie als Nutzer immer das passende Kabel dabeihaben - ein weit verbreitetes Micro-USB-2.0-Kabel nutzt da nicht viel. Die Portabilität ist dadurch gegenüber einem normalen USB-Stick eingeschränkt und auch im Vergleich zu einem anderen USB-2.0-Speicher ist der Kabelaspekt immer zu berücksichtigen. Für kleinere Datenmengen, bei denen die Übertragungsgeschwindigkeit nicht so ins Gewicht fällt, ist der klassische USB-Stick immer noch "portabler".

Doch wer puren Speed will, den interessieren solche Kleinigkeiten eher nicht.

Kingston HyperX Max3.0 SHX100U3 128G - Lieferung mit 47cm-Kabel (Buchse-zu-Buchse) Quelle: PC Games Hardware Kingston HyperX Max3.0 SHX100U3 128G - Lieferung mit 47cm-Kabel (Buchse-zu-Buchse) SSD + USB 3.0 = Superspeed!
Externe Datenträger waren bislang meist über USB 2.0 oder E-SATA mit dem PC verbunden. Während letzteres überzeugte, aber nicht an allen PCs verfügbar war, konnte die allgegenwärtige USB-Schnittstelle Daten nur relativ gemächlich übertragen. Was bei kleineren Office-Dokumenten oder einigen wenigen Bildern nicht weiter stört, fällt bei der Vorbereitung von Urlaubsvideo-Abenden mit Freunden schon eher ins Gewicht. Geht alles glatt, muss man für einen 16-Gigabyte-Stick mit USB 2.0 schon etwa 9 Minuten einrechnen, um ihn komplett zu befüllen. USB 3.0 schafft hier Abhilfe und erreicht theoretisch den zehnfachen Durchsatz. Durch die Abwärtskompatibilität zu USB 2.0 und 1.0 ist die Kingston Hyper-X Max 3.0 an praktisch jedem PC problemlos nutzbar.

Weitere Informationen finden Sie in unserem detaillierten Wissensartikel zum Thema USB 3.0.

Wir haben Kingstons Hyper-X Max 3.0 im Klick-Vergleich dem Supercrypt-Stick von Supertalent und OCZs Enyo gegenüber gestellt.

Benchmark: 3DMark Vantage
Beginnen wollen wir mit der HDD-Suite des aktuellen PC Mark Vantage. Dessen je nach Sub-Test unterschiedliche Zugriffsmuster zeigen, dass nicht alle Arten von Anwendungen gleich stark auf die SSD-Stärken reagieren. In manchen Sub-Tests liegt die Max 3.0 deutlich vorn, in anderen wiederum hinter OCZs Enyo.

Der zweite Test im Bunde ist der AS SSD-Benchmark. Wir verwenden in diesem Falle die Standard-Tests. Hier kann die Hyper-X Max 3.0 insgesamt selbst den bereits sehr flotten Enyo übertrumpfen und liegt insbesondere bei den Schreib-Tests deutlich in Front.

Auch die integrierten Tests des Crystal Diskmark 3.0 zeigen überzeugende Werte bei beiden USB-3.0-SSDs. Die Kingston Hyper-X Max 3.0 geht bei den 4K-Test im Schreibzugriff jedoch knapp drei Mal flotter zu Werke, was den 20-prozentigen Rückstand beim Lesen mehr als ausgleicht..

Kingston Hyper-X Max 3.0: Fazit
Schnell, schneller, Hyper-X - die Kingston-SSD mit USB-3.0-Anschluss ist insgesamt der schnellste externe Speicher, den wir bislang im Testlabor vermessen haben. In Einzeldisziplinen, besonders beim Lesen, muss Kingstons Hyper-X Max 3.0 jedoch die OCZ Enyo ziehen lassen, gleicht dies durch die teils deutlich höhere und für einen externen Datenträger wichtigere Schreibleistung aber mehr als aus.

Die Kehrseite der Medaille sind die hohen Kosten. Knapp 300 Euro erwarteter Verkaufspreis sind ein ziemlicher Batzen Geld, sodass die Hyper-X Max 3.0 für viele sicherlich ein Traum bleiben wird. Auch das mit 47 Zentimetern und seiner Starrheit nicht optimale USB-Kabel, welches aufgrund fehlenden, direkten USB-Steckers immer dabei sein muss, mindert die Hosentaschenkompatibilität.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von locojens BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Minotaur
        Seh ich das richtig? ist das eigentlich eine IDE-SSD mit ner Adapter-Platine auf USB 3.0?
        Evtl. wäre sie dann direkt am IDE-Port schneller?
        Es handelt sich um einen SATAII Anschluß +den dazu gehörenden Stromanschluß.

      • Von locojens BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Minotaur
        Seh ich das richtig? ist das eigentlich eine IDE-SSD mit ner Adapter-Platine auf USB 3.0?
        Evtl. wäre sie dann direkt am IDE-Port schneller?
        Es handelt sich um einen SATAII Anschluß +den dazu gehörenden Stromanschluß.

      • Von Razor2408 BIOS-Overclocker(in)
        Wäre mir viel zu teuer.
      • Von SoJiro Schraubenverwechsler(in)
        Hui was bin ich froh dass die breiten Kabel der Vergangenheit angehören Und das jumpern....
        Kann schon theoretisch eine IDE SSD sein, Ultra ATA/133 schafft 133mb/s...., eigentlich egal was "drin ist" aber mehr als 133mb/s könnte ne USB3.0 SSD schon schaffen sonst kann man ja gleich eSATA nehmen... xD
      • Von GoldenMic Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Minotaur
        Seh ich das richtig? ist das eigentlich eine IDE-SSD mit ner Adapter-Platine auf USB 3.0?
        Evtl. wäre sie dann direkt am IDE-Port schneller?
        Hat denn heute noch jeder IDE?
      • Von Minotaur Komplett-PC-Käufer(in)
        Seh ich das richtig? ist das eigentlich eine IDE-SSD mit ner Adapter-Platine auf USB 3.0?
        Evtl. wäre sie dann direkt am IDE-Port schneller?
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