Test: Hitachi Deskstar 7K1000 mit 1.000 GByte
Quelle: Hitachi
Mit Hitachis neuer Deskstar erreicht erstmals eine Festplatte die Terabyte-Grenze. Unser Test klärt, ob der Riesenspeicher mehr zu bieten hat als schiere Kapazität.
Schon im letzten Jahr wollte Hitachi die Terabyte-Grenze bei Desktop-Massenspeichern erreichen, der Schritt gelang allerdings erst Anfang Januar dieses Jahres. Und erst jetzt, im Mai 2007, ist die TB-Festplatte unter dem Namen Deskstar 7K1000 in nennenswerten Stückzahlen erhältlich.
Hoher technischer Aufwand ist nötig, um 1.000 Gigabyte (931 GiB) in einem 3,5-Zoll-Laufwerk unterzubringen: Sie besteht aus fünf Scheiben (Plattern) mit jeweils 200 GByte Kapazität; die hohe Datendichte wird dank Perpendicular Recording erreicht. Anders als beim Longitudinal Recording sind dabei die einzelnen Datenbits in Form magnetischer Momente senkrecht auf dem Datenträger platziert, was eine zehnmal höhere Datendichte erlauben soll als die waagerechte Anordnung.
Mit steigender Datendichte geht meist auch höhere Performance einher - und tatsächlich glänzt die 7K1000 in dieser Disziplin: Wir ermittelten eine durchschnittliche Lese- und Schreibrate von 68,5 beziehungsweise 61,3 MiB/s. Zumindest beim Lesen wird die Deskstar somit nur noch von WDs Raptor WD1500 geschlagen, die aber mit 10.000 U/min deutlich schneller dreht. Sehr schwach ist dagegen die mittlere Zugriffszeit von 19,3 Millisekunden, und das trotz des 32 MByte großen Caches.
Mit fast 700 Gramm ist die Terabyte-Platte relativ schwer, die fünf Platter fordern hier ihren Tribut - wie auch bei der Lautstärke: Bei deaktiviertem Akustik-Management (AAM) erreicht die ausgebaute Platte 0,4 (Idle) bis 0,8 Sone. Damit ist sie lauter als alle 7.200-U/min-Modelle aus unserem letzten Vergleich; zudem wird das Laufwerk im Betrieb sehr warm. Doch wer das volle Terabyte braucht, nimmt diese Nachteile sicher gern in Kauf - obwohl zwei 500-GByte-Platten noch deutlich günstiger sind.
