Extrememory XLR8 Plus im Test: Schnelle SSD mit Sandforce-Controller zum fairen Preis
Die Extrememory XLR8 Plus ist eine SSD mit Sandforce-Controller. Im Test beweist das Modell seine Stärken und holte sich in der Marktübersicht 02/2011 den zweiten Platz plus Spar-Tipp. Diesen müssen wir im heutigen Einzeltest jedoch wieder aberkennen.
Quelle: PC Games Hardware
Extrememory XLR8 Plus im Test: SSD mit Sandforce-Controller (1)
Mit Dreijahresgarantie und günstigem Preis schaffte es die Extrememory XLR8 Plus auf den zweiten Platz in der Marktübersicht der Ausgabe 02/2011. Den damals vergebenen Spar-Tipp müssen wir ihr aber nun aberkennen, da die SSD seit dem Test im Preis angezogen hat.
Die theoretische Leistung der mit einem Sandforce-Controller bestückten XLR8 Plus liegt in der Spitzengruppe, besonders bei der traditionellen Sandforce-Stärke: der Schreibrate. Aber auch die Leseleistung kann sich mit knapp über 217 Megabyte pro Sekunde sehen lassen. All das erreicht die XLR8 Plus auch ganz ohne die "IOPS"-optimierten Firmware-Versionen, die manch anderer Hersteller inzwischen nutzt. Diese scheinen gut dazu geeignet, um Benchmark-Rekorde aufzustellen, schlagen sich in der von uns gemessenen Übertragungsleistung aber nicht unbedingt positiv nieder. In der Praxisleistung jedoch liegen die Corsair-, OCZ- und Gskill-Modelle drei bis vier Sekunden vor XLR8 Plus und Teradrive. Ansonsten bekommen Käufer der günstigsten Sandforce-SSD im Test eine überzeugende Leistung, gepaart mit einer dreijährigen Garantie, die der XLR8 Plus auch den zweiten Platz gegenüber dem ansonsten ziemlich ähnlichen Supertalent-Modell zementiert. Negativ schlägt die kaum vorhandene Ausstattung zu Buche: Keine Dokumentation und keinerlei Einbauhilfen sind selbst für SSD-Verhältnisse etwas knapp bemessen.
Extrememory XLR8 Plus - Benchmark-Werte kompakt:
Im folgenden Abschnitt finden Sie die Benchmark-Werte der Extrememory XLR8 Plus noch einmal kompakt zusammengefasst (in Klammern finden Sie die Werte einer WD Velociraptor WD6000 HLHX (600 GB):
- PCGH-Kopiertest, 25.000 Dateien (5 GiByte): 79 Sekunden (108 Sekunden)
- PCGH-Kopiertest, 1 Datei (5 GiByte): 43 Sekunden (59 Sekunden)
- H2benchw 3.16, Leserate: 338,3 Megabyte/Sek. (133,3 Megabyte/Sek.)
- H2benchw 3.16, Schreibrate: 240,5 Megabyte/Sek. (131,6 Megabyte/Sek.)
- H2benchw 3.16, Zugriffszeit Schreiben: 0,18 ms (3,5 ms)
- H2benchw 3.16, Zugriffszeit Lesen: 0,17 ms (6,8 ms)
Extrememory XLR8 Plus - Fazit:
Die Extrememory XLR8 Plus mit 120 GByte zeigt insgesamt eine überzeugende Leistung, die im Großen und Ganzen im üblichen Rahmen von SSDs mit dem starken Sandforce-Controller liegt, die immerhin dreijährige Herstellergarantie ist ein willkommener Bonus.
Der vergebene Spar-Tipp muss derweil aberkannt werden, da der aktuelle Preis bei 190 Euro (lieferbar) liegt. Das Laufwerk liegt so im Preisgefüge der Konkurrenz, die sich so gut wie nicht von der Extrememory XLR8 Plus unterscheidet. Eine Empfehlung bleibt sie und sollte der Preis wieder in den Bereich von 160/170 Euro fallen, darf auch wieder vom Spar-Tipp gesprochen werden. (Extrememory XLR8 Plus SSD 120GB, 2.5", SATA II im PCGH-Preisvergleich)
| Produktname | XLR8 Plus 120 GB |
|---|---|
| Modellnummer | PL120AB |
| Hersteller/Webseite | Extrememory (www.extrememory.de) |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | ca. 190,- Euro/Ausreichend |
| Preis in Euro pro GByte | 1,58 Euro/GByte |
| MTBF* | 1.000.000 Stunden |
| Firmware | 320A13F0 |
| Ausstattung (20 %) | 2,95 |
| Kapazität binär/dezimal | 111,8 GiByte/120 GByte |
| Cache | nicht vorhanden |
| Herstellergarantie | 3 Jahre |
| Zubehör/Besonderheiten | Schrauben |
| Eigenschaften (20 %) | 2,20 |
| Schnittstelle | SATA 3,0 GBit/s |
| Controller | Sandforce SF-12xx |
| Flash-Technik | MLC |
| TRIM/Garbage Collection | Ja/Ja |
| Leistung (60 %) | 1,47 |
| Mittlere Transferleistung lesend/schreibend | 217,4/241,5 MByte/s |
| Mittlere Zugriffszeit lesend/schreibend | 0,2/0,2 ms |
| Kopierzeit 5 GiByte 1 Datei/25.000 Dateien | 0:43/1:09 min |
| Gesamtnote | 1,91 |
| Fazit 1 | + sehr gute Schreibgeschwindigkeit |
| Fazit 2 | + tendenziell günstiger Preis |
| Fazit 3 | - nur 120 Gbyte Speicherplatz |

Vom einschalten des Rechners, bis zum endgültigem hochgefahren dauert es bei mir knapp 40 sek...
Ich wüsste sonst keine Vorteile mehr ausser noch schnelleres Booten, die mir ein deutliches Kaufargument liefern würden.
Und ich bin seit seligen c64 / Schneider CPC 464-Zeiten dabei... meine erste "HDD" nannte sich "Filecard" und hatte 20 MB...
Und die war ungefähr so viel schneller als eine Floppydisk, wie es heute eine gute SSD im Vergleich zu einer HDD ist.
Es ist einfach cool, den Firefox in weit weniger als 1 Sekunde zu öffnen. Oder im Fifa Manager 11 einen Spielstand in weniger als 5 sec zu laden. Mit HDD dauert dies an die 30 sec.
Aber selbst einfach nur in die Systemsteuerung - bla - blub zu gehen, geht einfach augenblicklich - es kommt einem vor, als hätte man plötzlich einen PC aus dem Jahr 2020!
Die Preise sinken kontinuierlich. Wem es jetzt zu teuer ist, der kann ruhig noch 1-2 Jahre warten. Ich bereue die Investition von 160 Euro nicht, wie ich oben schon schrieb einen ähnlichen Performance-Boost hatte ich seit langer Zeit nicht mehr (zuletzt beim Umstieg von nem Athlon XP 3000+ auf einen E6600), für so wenig Geld.
Preis
Garantie
Die SandForce SSDs sind allesamt nahezu identisch. Die XLR8 hat die gleiche FW wie Vertex und co. Siehe Test in ComputerBase.