Blu-ray am PC in der Praxis
Das HD-Zeitalter ist im Wohnzimmer angekommen: Mit der PS3 sind auch Spielekonsolen in der Lage, Blu-ray-Medien und damit hochauflösende Filme abzuspielen. Doch wie sieht es am PC aus? PCGH macht den Praxis-Test mit Blu-ray.
Quelle: HD-Channel.com
PAL vs. HDV (720p) (Bild: HD-Channel.com) (3)
Rein von der Rechenleistung sind aktuelle PCs ohne weiteres in der Lage, den Film einer Blu-ray-Disc abzuspielen. Zudem betonen Grafikkartenhersteller immer wieder, ihre Produkte könnten die Wiedergabe solcher Filme beschleunigen. Doch in der Praxis steht man all zu oft vor Problemen.
Denn: Um die Datenübertragung vor unbefugtem Zugriff zu schützen, wird der Datenstrom verschlüsselt. Die High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP) begleitet die digitalen Bild- und Tondaten vom HD-Laufwerk bis zum Ausgabegerät. Das Abfangen von Daten zum Zwecke einer unerlaubten Weiterverwendung soll so verhindert werden.
Auch auf dem PC muss diese digitale Weitergabe des Datenstroms funktionieren. Alle eingesetzten Komponenten, sei es Hard- oder Software, müssen den HDCP-Handshake beim Blu-ray-Laufwerk, dem Betriebssystem, der eingesetzten Software, der Grafikkarte und dem Monitor erfolgreich vollziehen. Spielt eine Komponente nicht mit, wird die Filmwiedergabe verhindert. Besonders wichtig ist ein Monitor, der HDCP unterstützt - dafür ist nicht zwingend eine HDMI-Schnittstelle nötig, DVI ist genauso in der Lage, ein HDCP-Signal zu verarbeiten, wenn die entsprechende Logik im System steckt. Mit HDMI sind Sie aber auf der sicheren Seite.
Ist mein PC "HD ready"?
Quelle: PCGH
Cyberlink Advisor checkt, ob HD-Wiedergabe möglich ist.
Ob der PC überhaupt Blu-ray-Disc-tauglich ist, lässt sich mit dem Tool Cyberlink BD Advisor überprüfen, welches auf der Cyberlink-Webseite heruntergeladen werden kann. Sofern die Grafikkarte dem Computer bei der Wiedergabe des komprimierten Bildmaterials nicht unterstützend zur Seite steht, benötigen Sie einen leistungsstarken Prozessor. Programme, die die Grafikkarte während des Abspielens belasten, sollten ebenfalls deaktiviert werden - dazu gehört zum Beispiel der GPU-Client von Folding@Home, welcher beim Autor mit einer 8800 GT zu einer stockenden Wiedergabe führt.
Wenn Grafikkarte oder Monitor als Schwachstelle in der Datenkette erkannt wurden, kann die Wiedergabe noch gelingen. Mit einem per VGA-Kabel an den Computer angeschlossenen Monitor lässt sich, nunmehr nicht mehr digital, das Videobild einer Blu-ray-Disc ausgeben, sofern dies nicht vom Rechteinhaber für die betreffende Videodisc untersagt wurde. Beim Ton muss man in der Regel nachbessern.
Da den Laufwerken meist nur eine eingeschränkte Version der jeweiligen Player-Software beiliegt, sollten Sie hier auf eine kostenpflichtige Version von WinDVD oder dem Konkurrenten PowerDVD setzen, um vollen Mehrkanal-Ton zu genießen. Um eine eventuell vorhandene Heimkino-Anlage mit dem PC zu verbinden, reicht der Onboard-Sound, sofern eine digitale Übertragung möglich ist: Ob das Signal von einer X-Fi oder dem Onboard-Chip weitergereicht wird, macht letztlich keinen Unterschied; viele aktuelle Mainboards verfügen entweder über Toslink oder S/PDIF-Ausgänge.

im moment hab ich 60 hd-dvd´s und 40 blu-rays und ausser das der pc abstürzte bei 4x3,5 ghz obwohl er in games 1a ging ist mir noch nichts aufgefallen. und wer das bild auf nem 94 cm fernseher und ner 3,xm Leihnwand gesehen hat der bestätigt mir das es sich lohnt
Vermutung anhand eines Bildes über die Qualität anzustellen ist schon sehr arm.
Es ist ein großer Unterschied, ob du einen HD-Film oder DVD guckst (Wenn man davon ausgeht, dass du keinen 500euro+ DVD Player besitzt, der "perfekt" upscalet, da wäre der schritt wirklich zu überlegen).
Gerade auf größerem Bildschirmen macht es einen großen unterschied.
Schönes beispiel: Geh mal auf Moviemaze und lade dir z.B. "I Am Legend" die Trailer in 480p (DVD) und 1080p(HD) runter und guck sie dir beide auf einen Full-HD Bildschirm an (da reichen schon 24' aus, um den unterschied zu sehen...)
Darum bleibe ich bei der guten alten DVD und hole mir irgendwann man einen Blu-Ray-Brenner, wenn die Dinger unter 50€ kosten. Bis dahin reichen mir nämlich meine externe Platte und der DVD-Brenner für die Backups völlig aus.
Und ich muss mich nicht mit diesem dämlichen HDCP herum schlagen. Wegen dem würde ein HD-PC für mich nämlich glatte 600€ kosten!