Weltweite Festplatten-Knappheit im ersten Quartal 2012 - Update: weiter steigende Preise, Vorsicht vor Lockvögeln
Nach der Flutkatastrophe in Thailand, die zahlreiche Fabriken zerstörte, steigen die Festplattenpreise unaufhaltsam an. Noch sind die Lager einigermaßen gefüllt und die Preise halbwegs erträglich. Anfang 2012 könnte sich das ändern - dann sind die Lagerbestände Experten zufolge aufgebraucht.
Quelle: WD
Weltweite Festplatten-Knappheit voraussichtlich im ersten Quartal 2012.
Update: Der obligatorische Blick zu Wochenbeginn in den PCGH-Preisvergleich offenbart weiter drastische steigende Preise - und zwar selbst bei den Angeboten, wo keine lieferbare Menge dahinter steht. So ist die Samsung EcoGreen F4 2000GB nun bei einem Preis angelangt, der über dem Doppelten dessen liegt, was noch Ende Oktober amtlich war. Die Western Digital Caviar Green 2000GB ist sogar noch teurer: Mit einem Plus von 138 Prozent markiert diese beliebte Festplatte den unrühmlichen ersten Platz bei den Preiserhöhungen. Bekanntlich hat die Flutkatastrophe Western Digital besonders hart getroffen. Die Samsung Spinpoint F3 1000GB ist ebenfalls schon an die 100-Euro-Marke gesprungen.
Und das sind noch nicht einmal die schlechtesten Nachrichten: Lieferbar sind die genannten Platten sogar nur zu wesentlich höheren Preisen, als der Preisverlauf suggeriert. Rund 130 Euro müssen Sie für eine namhafte 1-TB-Platte ausgeben, 150 Euro für eine 2-TB-Platte aus den Top 3. Auffällig: Es gibt einen Anbieter für alle genannten Festplatten, der die "alten" Preise offeriert. Die schlechte Bewertung für den Shop durch Geizhals-User sollte aber zu denken geben.
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Seit der Flutkatastrophe in Thailand entwickeln sich die Festplattenpreise weiter nach oben. Und wie es aussieht, wird sich das noch deutlich verschärfen. Schon im ersten Quartal 2012 könnten die Lagerbestände endgültig aufgebraucht sein. Bis die zerstörten Fabriken ihre Produktion wieder aufnehmen können, wird voraussichtlich mindestens ein weiteres Quartal vergehen. Laut dem Branchendienst Digitimes seien die Produktionsanlegen der Festplattenproduzenten dabei das kleinste Problem. Die könnten einigermaßen schnell ihren Dienst wieder aufnehmen. Doch neben den Festplattenproduzenten hat es auch die Fabriken der Zulieferer schwer erwischt. Darunter auch den Hauptlieferanten von Festplattenmotoren, Nidic, der 80 Prozent Marktanteil hält und rund 30 Prozent seiner Anlagen in Thailand betreibt.
Western Digital, die von der Flut am schwersten getroffen wurden, hat seine Produktion in China, den Philippinen, Malaysia und Singapur hochgefahren, um den Lieferengpass abzumildern. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen noch 58 Millionen Festplatten ausgeliefert. Nach der Katastrophe beträgt die Kapazität der Firma nur noch 40 Prozent, was einem Rückgang auf 24 Millionen Festplatten im vierten Quartal entsprechen würde. Und das ist noch eine optimistische Schätzung unter Berücksichtigung voller Komponentenlager. Vermutlich wird es darauf hinaus laufen, dass im ersten Quartal nicht mehr genug Schlüsselkomponenten zum Bau von Festplatten zur Verfügung stehen werden.
Wie die Preisentwicklung von Geizhals zeigt, sind die Preise in den vergangen Tagen stark gestiegen. In Anbetracht der Lage könnte Western Digital seine Liefersituation überdenken. Zurzeit vertreibt das Unternehmen 55 Prozent seiner Laufwerke an Endkunden und 45 Prozent seiner Ware an OEMs. Möglicherweise wird der Hersteller den Endkundenmarkt künstlich limitieren, damit die OEMs einigermaßen zuverlässig versorgt werden können.
Quelle: digitimes

Und andere Unternehmen lassen sich auch noch vor dereen Karren spannen. Mit Fadenscheinigen Ausreden.
diese preise sind echt der hammer (hab mir überlegt mir 2 neue spinpoints (F3) anzuschaffen, was ich aber nun wohl lassen werde...gut das ich noch platz habe (die caviar blacks von vor 1 jahr laufen heute noch sehr gut
vll sollte ich gucken ob ich ein paar aus meinem "fundus" verkaufen kann?
mfg LAX
ps: ob sich nun wohl echt ne SSD lohnt?
pps: so fundus durchgeguck: hab 4 platten als ersatz da, alle so um die 250 GB rum
Wenn das echt noch bis zum zweiten Quartal anhält und bis dahin gar keine Festplatten mehr hergestellt werden können, dann werden die herkömmlichen Platten vllt wirklich noch so teuer wie SSDs pro GB.