Urheberabgaben auf externe Festplatten laut Studie deutlich überzogen
Laut einer aktuellen Studie sind die geforderten Urheberabgaben der Verwertungsgesellschaften deutlich überzogen. Damit reagiert die IT-Branche auf den Anstieg der Abgaben an die Verwertungsgesellschaften.
Der IT-Branchenverbandes Bitkom belegt mit einer Studie, dass die Forderungen der Verwertungsgesellschaften nach höheren Urheberabgaben bei IT-Produkten teils deutlich überzogen sind. So zeigt die in Auftrag gegebene GfK-Studie beispielsweise, dass der Hersteller pro externer Festplatte bis zu 9 Euro höhere Abgaben an die Verwertungsgesellschaften leisten sollen. Dem entgegen steht eine Rechnung, nach der vom Speicherplatz auf den externen Festplatten durchschnittlich nur 3 Prozent für vergütungsrelevante Privatkopien verwendet wird. Im November 2011 haben ZPÜ, VG WORT und VG Bild-Kunst rückwirkend neue Tarife für externe Festplatten veröffentlicht - Laufwerke mit einer Speichergröße unter 1 TByte sollen die Hersteller 7 Euro und Laufwerke mit einem Speicherplatz über 1 TByte sollen 9 Euro kosten.
Laut der GfK-Studie besitzen rund 32 Prozent der Deutschen eine externe Festplatte, die durchschnittliche Größe beläuft sich auf 607 GByte. 55 Prozent des Speicherplatzes auf den im Umlauf befindlichen Festplatten wird nicht genutzt, 24 Prozent werden durch Sicherheitskopien belegt. Weitere 8 Prozent nutzen die Anwender für berufliche Dateien und 7 Prozent nehmen private Bilder ein. Die restlichen 6 Prozent belegen zwar Videos oder Musik, aber nur die Hälfte entfällt laut der Bitkom auf vergütungsrelevante Inhalte. Möglicherweise kann dieser Interessenstreit nur vor Gericht beigelegt werden. Da die Hersteller diese Kosten in der Regel vollständig auf den Kunden umlegen, dürften externe Festplatten demnächst teurer werden.
Quelle: bitkom

Warum auch ?
Das Problem ist nämlich das diese GEMA Sätze keine verbindliche Rechtsgrundlage darstellen, da die ZPÜ einen einseitigen Eintrag im Bundesanzeiger vollzogen hat. Das war's aber auch schon, denn der ist nicht rechtskräftig. Es ist so wie bei Rohlingen, wonach bereits auch hier vor Gerichten zwischen der Industrie und der ZPÜ prozessiert wird. Das gleiche gilt für Flash Memory und externe Festplatten.
D.h. Kein Markteilnehmer weiss, was tatsächlich an GEMA Gebühren rechtsverbindlich kommen wird und das kann noch Jahre dauern, da es neben dem Länder- auch um EU Recht geht. Zwischenzeitlich müssen eben Rückstellungen gebildet werden, von dem der importiert, wobei hier kein Unterschied zwischen Hersteller und Grosshändler relevant ist.
Ich hatte mir irgendwie eingebildet, dass die Händler diese Abgabe zahlen müssen und nicht die Hersteller.
Aber du liegst scheinbar richtig, denn in Österreich hat der Computerhersteller HP gegen Austro Mechana, dem österreischen Pendant zur GEMA, geklagt und vor dem Oberlandesgericht Wien Recht bekommen (klick):
Vielleicht klagt in Deutschland ja auch demnächst ein Hersteller, um der GEMA zu zeigen, dass sie nicht einfach willkürlich Abgaben einfordern kann.
Wäre jedenfalls wünschenswert
Es ist ja vor allem in Deutschland das Problem das die Verwertungsgesellschaften so derbe über die Stränge schlagen. In anderen Ländern ist das wesentlich humaner.
Von daher wäre Amazon (Deutschland) schon mal nicht schlecht.
Diese ganze Bezahlkette ist sowieso völlig absurd.
Für alles muss man extra drauf zahlen, egal ob man es nutzt oder nicht.
Computer, Brenner, DVDs, HDDs, Sticks, Handy, ...
Die GEMA bereichert sich hier auf kosten der Allgemeinheit ohne Rechtfertigung.
Und was bekommt man dafür?
Nichts, absolut gar nichts.
So gerät das vorhaben der Sicherung eigener Daten zur Abgabentortur.
Naja es ist ja nur eine Möglichkeit. Und vielleicht haben sie Angst davor, weil die GEMA nun mal mehr Geldmittel und wahrscheinlich auch bessere Anwälte hat.
Also Geld ja.... ist ja logisch, aber das scheffeln die sich in die eigenen Tasche.
Aber Anwälte... naja ich weiß nicht... Den ich war bei einem Prozess, wo es gegen die GEMA ging.
Die Anwältin war gar nicht gut und auch rein gar nicht vorbereitet.
PC= Abgabe, Brenner = Abgabe, Festplatte = Abgabe usw. Ich finde deren Verhalten dreist. Es gibt ja immer mehr Leute die Online den Datenstrom kaufen, und wirklich billig ist das auch nicht. Wenn das so weiter geht bekommt man die Hardware bald nurnoch auf Rezept von staatlichen Stellen