Kahlschlag bei Spotify: Tausende KI-generierte Songs entfernt

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Spotify: Tausende KI-generierte Songs entfernt
Quelle: Alexander Shatov @Unsplash

Seit Mai entfernt der Streaming-Anbieter Spotify tausende Songs auf seiner Plattform. Alle gelöschten Songs sollen mit dem KI-Tool Boomy erstellt worden sein.

Bei ChatGPT und anderen KI-Tools handelt es sich um Software, die durch Texteingabe ganze Texte, Bilder und mehr generieren kann. Hierzu nutzen die KI-Tools unzählige Trainingsdatensätze und werden durch jede neue Eingabe besser. Jüngst sorgte ein Fall in der Musikindustrie für genaues Hinhören. So sind auf Spotify, Youtube, Tiktok und einigen anderen Streaming-Plattformen ein gemeinsamer Song von Drake und The Weekend hochgeladen worden, der jedoch nie von diesen Künstlern produziert wurde. Seit 1. Mai entfernt der schwedische Streaming-Anbieter Spotify tausende Songs von der Plattform, die von KI-Tools erstellt wurden.

Mit KI-Tool Boomy wurden mehr als 14,5 Millionen Songs erstellt

Alleine via Boomy sollen mehr als 14,5 Millionen Songs via KI generiert worden sein. Hierbei werden etwa Lieder mit täuschend echt klingenden Stimmen erstellt, die tatsächlichen Künstler gehen jedoch leer aus, da sie diese Lieder nicht erstellt haben und folglich keine Tantieme bekommen. Laut der offiziellen Boomy-Webseite wurden mehr als 14,5 Millionen Songs mit dem KI-Tool erstellt. Auf Spotify gibt es zudem keinerlei neue Releases mehr von Boomy.

Mittels KI erstellte Songs ohne Kennzeichnung könnten eine Gefahr für die Musikindustrie darstellen. Laut dem Produzenten von Jay-Z, Young Guru, gibt es ein KI-Problem für Musiker. Schließlich klingen die Stimmen zumindest beim ersten Hinhören sehr echt. Die Musiker fürchten um ihre Einnahmen, die Rechte der Kunstschaffenden müssten geschützt werden, so der Produzent. Zudem ist die Urheberrechtsfrage ein Streitthema, da sich die KI-Tools der Stimmen von Musikern bedienen, ohne diese vorher um Einverständnis gefragt zu haben.

Ebenfalls lesenswert: Angeblicher Drake-Song Heart On My Sleeve zeigt KI-Problem für Musiker

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Sammlung zu entfernten, KI-generierten Songs bei Spotify:

  • Der Musik-Streaming-Anbieter Spotify hat tausende Songs entfernt, die von einem KI-Tool erstellt wurden.
  • Alleine via Boomy sollen mehr als 14,5 Millionen Songs via KI generiert worden sein. So werden etwa Lieder mit täuschend echten Stimmen erstellt, obwohl die Künstler gar nicht diese Songs aufgenommen haben.
  • Die Musiker fürchten um ihre Einnahmen und sehen die Urheberrechte verletzt.

Quellen: Musicbusinessworldwide

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von TurricanVeteran
        Ähm... Nö? Es geht doch nichts über echte künstler...
        Ob die KI so etwas wie die Johnny Cash Variante von Hurt schafft? Und selbst wenn, ist es nicht das gleiche.
        Bei dem ganzen aktuellen Deutschschlager würde es mich ja nicht wundern, hört sich das eh alles gleich an.

        Zitat von TurricanVeteran
        roxette
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von TurricanVeteran
        Ähm... Nö? Es geht doch nichts über echte künstler...
        Ob die KI so etwas wie die Johnny Cash Variante von Hurt schafft? Und selbst wenn, ist es nicht das gleiche.
        Bei dem ganzen aktuellen Deutschschlager würde es mich ja nicht wundern, hört sich das eh alles gleich an.

        Zitat von TurricanVeteran
        roxette
      • Von VeriteGolem BIOS-Overclocker(in)
        Oh nein, böse KI übernimmt Musikindustrie und zerstört echte, tolle Autotunestimmen und phatte Lines sowie Melodien die der Künstler hart aus ner Bibliothek ins Arrangement geschoben hat. Frechheit.

        Echte Musik findest du in dem Bereich, der jetzt Angst hat, eh nicht mehr. Haste noch nie. Bei genannten Künstlern ist es vollkommen egal, es kommt eh immer aus dem PC. Die können Live nicht mal singen.

        einfache Faustregel: Wenn die Listener dein Originalmaterial nicht von schnell KI generiertem Schlonz unterscheiden kann, wars wahrscheinlich vorher auch nicht so geiles Zeuch. Mach das mal mit Kreator
      • Von TurricanVeteran Volt-Modder(in)
        Zitat von Maddoc6
        Wäre ich die Musikindustrie, würde mir der Arsch auf Grundeis gehen.
        Wieso? Die freuen sich doch eher über mitarbeiter die nur ihren strom bezahlt haben wollen.
        Zitat von Maddoc6
        Irgendwann produziert die KI eigene Stimmen, welche wahrscheinlich geiler klingen als die echter Künstler.
        Ähm... Nö? Es geht doch nichts über echte künstler... (in meinem fall hämatom, feuerschwanz, electric callboy oder auch roxette, sheryl crow, shania twain usw.)
        Zitat von Maddoc6
        Die heutige Musik kommt doch zu 95% eh aus dem Computer, da ist KI nur der nächste Schritt.
        Das mag für das generische zeug gelten was man meist täglich im radio hört, aber muß man sich das an tun?
        Zitat von Brexzidian7794
        Wird bei der KI-Musik regeneration/keration auch berücksichtig(Programmierung) auf schon vorhanden Musikstücke ...sprich Urheberecht?Den eine KI...kann man schlecht anklagen vor einem Gericht falls diese einen Stück kreiert,was einem von Mensch erzeugtes Stück sehr ähnlich ist.
        Die KI vieleicht nicht, aber den dahinter der das geld kassiert.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von dailydoseofgaming
        Die ganze Content Branche hat massiv Angst vor KI.

        Den wenn man sich irgendwann Content nach Bedarf generieren lassen kann (egal ob Bilder, Videos oder Musik) dann bricht deren Geschäftsmodell weg. Und je mehr an Content generiert wird, desto schwerer ist es überhaupt eine lukrative Nische zu finden, wo man erfolgreich sein kann. Das kann man jetzt schon bei "menschlichem Content" beobachten.

        Ich bin sehr gespannt wie sich Instagram und Co. verändern sobald Text- und Bildgenerierung eine Marktreife erreichen, die für Laien nutzbar ist.
        Erste Prototypen zeigen da schon sehr erschreckende Ergebnisse.
        Wenn ich mit 20 Bildern von mir und einen entsprechenden KI-Tools beliebigen Content generieren kann vom Sofa aus, welche Existenzberechtigung haben dann noch Influencer?
        Welchen Sinn hatten Influencer denn bislang

        Das gerade die Musikindustrie als erste auf die Kacke haut, überrascht mit allerdings. Für bildgebende Künstler ist die Situation "mein Job wird ersetzt" neu. Aber Musik-Produzenten? Live-Musiker wurden durch Schelllack ersetzt, Orchester durch E-Orgeln, Chöre durch Effektmaschienen und Multispur, Instrumentalisten durch Keyboards und schon vor 40 Jahren hat man ggf. auch den Sänger gegen eine Kombination aus Schauspieler für die Vermarktung und Backgroundsänger für den Sound ersetzt. Wo nicht sorgt nicht-künstlerisch verwendetes Autotune für das real nicht vorhandene Talent. Von der Sampling-Szene, die Teils Alltagsgeräusche oder namenloses Altmaterial arrangiert, ganz zu schweigen. Wo liegt da der Unterschied, wenn KI-Töne nach Vorstellungen eines Menschen zusammenfließen? Haben die Pop-Produzenten Angst, dass jetzt jeder Retorten-Titel zusammenklickt?
      • Von Freakless08 Volt-Modder(in)
        Wird so oder so kommen, genauso wie diese Fotofilter, welche für irgendwelche Insta, TikTok, etc. Post verwendet werden und die Person auf dem Foto kaum noch etwas mit dem echten Aussehen zu tun hat.
      Direkt zum Diskussionsende
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