OpenAI beendet überraschend die Sora-App: KI-Video-Plattform wird eingestellt
OpenAI kündigt das Aus für die Sora-App an - gerade einmal sechs Monate nach einem eigentlich vielversprechenden Start. Beweggründe nennt das KI-Unternehmen indes nicht.
Vor gerade einmal sechs Monaten brachte OpenAI die Sora-App zur KI-gestützten Videogenerierung auf den Markt - jetzt ist sie schon wieder Geschichte. Wie der offizielle X-Account zur App nüchtern ankündigt, wird die Anwendung eingestampft.
"Wir verabschieden uns von Sora. An alle, die mit Sora erstellt, es geteilt und eine Community darum aufgebaut haben: Danke. Was ihr mit Sora gemacht habt, hatte Bedeutung, und wir wissen, dass diese Nachricht enttäuschend ist."
Eine kurzlebige Erfolgsgeschichte
Hintergründe zu dieser Entscheidung gibt es zumindest in dieser offiziellen Stellungnahme nicht, doch spekulieren einige Portale wie Business Insider über die mögliche Ursache.
- So soll sich die Sora-App für OpenAI auf finanzieller Ebene schlicht nicht rechnen.
- Sora-Chef Bill Pebbles hatte hierzu einst kurz nach dem Release der Anwendung bereits erklärt, dass die "Nachfrage nicht nachhaltig und Videomodelle wirklich teuer" sind.
Wann genau die Abschaltung der Sora-App erfolgen soll und was mit der zugehörigen API passiert, will OpenAI zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Wankt der Disney-Deal?
Die Nachricht kommt vergleichsweise aus dem Nichts, zumal die Sora-App auf den ersten Blick reges Interesse erzeugte. Neben dem erwähnten App-Start, der OpenAI-Angaben zufolge nach fünf Tagen mit über einer Million Downloads allein im US-amerikanischen Store glänzte, hatte Sora auch prominente Geldgeber an der Angel.
Mediengigant Disney kündigte nämlich im vergangenen Dezember an, mit OpenAI einen Dreijahres-Lizenzvertrag abgeschlossen zu haben.
- Demnach sollten Sora-Nutzer Zugriff auf über 200 Charaktere aus dem Disney-Universum - darunter befinden sich auch Franchises wie Marvel oder Star Wars - erhalten, um damit KI-Videos zu erstellen.
- Zusätzlich dazu plante der zugehörige Streaming-Dienst Disney Plus, soragenerierte Inhalte prominent zu präsentieren.
Neben diesem Lizenzvertrag war auch eine Beteiligung Disneys an OpenAI in Milliardenhöhe vorgesehen. Ob dieser Deal nun ins Wasser fällt - was OpenAIs Börsenplänen einen Dämpfer versetzen würde -, ist noch unklar.
Disney selbst äußerte sich bereits zur Abschaltung von Sora und sprach davon, "OpenAIs Entscheidung zu respektieren, sich aus dem Video-Generierungsgeschäft zurückzuziehen und seine Prioritäten neu auszurichten".
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Mich würden die Gründe aber dennoch interessieren.
Ist aber vermutlich wirklich (noch) so teuer, dass man es der breiten Masse nicht gewinnbringend verkaufen kann.
OpenAI verbrennt ja eh Geld ohne Ende. Sobald die Pleite sind, wird das einen Schock nach sich ziehen und die Börsen erstmal erschüttern. Naja, müssen wir wohl aushalten, bis dann alle mal von ihrem KI-Größenwahn runter kommen und sich diese Technik in gesundem Ausmaß entwickelt.
Jetzt beginnt wohl deren Kampf ums Überleben. Cut your losses und so...
So soll sich die Sora-App für OpenAI auf finanzieller Ebene schlicht nicht rechnen."