Dank Vera: Nvidia will der weltgrößte CPU-Anbieter werden
Einst vor allem für Grafikprozessoren bekannt, will Nvidia nun AMD und Intel mit seiner Vera-CPU in Rechenzentren den Rang ablaufen.
Nvidia hat kürzlich bekannt gegeben, dass sich die hauseigenen "Vera-Prozessoren" in voller Produktion befinden und erste CPU-Racks persönlich an große KI-Unternehmen wie OpenAI, SpaceX, Anthropic und Oracle ausgeliefert wurden. Neben der CPU als Grundbaustein des sogenannten "Extreme Co-Design"-Ökosystems, das gepaart mit GPU die Vera-Rubin-Plattform antreibt, betritt Nvidia erstmals auch den Markt für eigenständige CPUs.
Die ARM-basierte CPU mit 88 eigens angepassten Olympus-Kernen wurde laut Nvidia von Anfang bis Ende gemeinsam mit Rubin-GPUs und NVLink-Verbindung entwickelt. Im Vergleich zu x86-basierten Alternativen soll Vera eine bis zu 1,5-mal schnellere Leistung pro Kern, eine doppelt so hohe Leistung pro Watt und eine viermal so hohe Dichte pro Rack bieten.
Gemäß Colette Kress, CFO von Nvidia, soll die Vera-CPU einen völlig neuen Markt für das Unternehmen erschließen, mit einem Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Alle großen Hyperscale-Anbieter und Systemhersteller arbeiten laut Kress mit Nvidia zusammen, um die Technik einzuführen. Daher rechne man in diesem Jahr mit einem Gesamtumsatz von fast 20 Milliarden US-Dollar im CPU-Bereich, was das Unternehmen auf den Weg zum weltweit führenden CPU-Anbieter bringen würde, so Kress.
Quelle: Nvidia
Nvidia-CEO Jensen Huang stellte dazu abermals klar, dass sich die 20 Milliarden US-Dollar allein auf die eigenständige CPU beziehen und demnach nicht auf die Rubin-Plattform mit GPU-Paarung. Zudem merkte Huang an, dass Vera auf drei verschiedene Arten als eigenständige CPU eingesetzt werde bzw. eigentlich sogar auf vier Arten:
"Die erste Variante ist Vera Rubin. Wir werden Millionen von Rubins verkaufen, und jeweils zwei davon sind mit einer Vera verbunden. Natürlich legen wir auch dafür Preise fest. Und diese sind angemessen. Das ist also der erste Anwendungsfall. Der zweite Anwendungsfall ist die eigenständige Vera-CPU. Der dritte ist Vera mit CX9 [Nvidias Netzwerkbeschleuniger ConnectX-9 SuperNIC, Anm. d. Red.] und dem Software-Stack für Speicher. Und dann Vera mit CX9 mit einem Software-Stack für Sicherheit und Rechenisolierung sowie vertrauliches Rechnen."
Jeder dieser Anwendungsfälle basiere laut Huang also auf Vera und er gehe davon aus, dass das Unternehmen während der gesamten Lebensdauer von Vera Rubin mit Lieferengpässen zu kämpfen haben werde. "Vera wurde als agentische CPU konzipiert. Die CPUs der Vergangenheit waren so ausgelegt, dass sie viele Kerne hatten, damit sie leicht vermietet werden konnten. Die Leute mieteten Kerne. Nun, Agenten mieten keine Kerne. Sie wollen einfach nur, dass die Arbeit schnell erledigt wird. Die Wirtschaftlichkeit der Vergangenheit basierte auf Dollar pro Kern", so der Nvidia-CEO.
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Quelle: via Wccftech
