Nvidia-CEO: "Unsere Lebensaufgabe ist es nicht, CUDA-GPUs zu bauen"
Auf Nachfrage nach der Zukunft von GPUs gibt sich Nvidia-CEO Jensen Huang flexibel: Demnach ist Nvidia nicht auf den Bau von CUDA-GPUs festgelegt. Und neue Lösungen sind laut ihm jederzeit möglich.
Nvidia-CEO Jensen Huang war kürzlich bei der Chinese American Semiconductor Professional Association (CASPA) zu Gast und stellte sich dort einem Q&A. Dabei wurde er unter anderem auch nach der Zukunft für GPUs gefragt, und ob er davon ausgeht, dass diese bei Berechnungen weiterhin dominant sein werden. Passend dazu wird beispielsweise im KI-Bereich, in dem Nvidia momentan sehr erfolgreich ist, auch an anderen Rechenmethoden geforscht. Dazu zählen unter anderem optische Lösungen wie Microsofts Analog Iterative Machine.
Anpassen und breiter denken
Trotzdem sieht Huang das eigene Geschäftsmodell und damit die eigenen GPUs nicht bedroht. Gleichzeitig betont er aber, dass es nicht Nvidias Hauptaufgabe ist, CUDA-GPUs zu bauen. Stattdessen sei es das Ziel des Unternehmens, mit den eigenen Produkten neue Probleme zu lösen, die bisherige Computer nicht lösen können. Ebendies gelingt aktuell insbesondere über die GPGPU-Fähigkeiten, also die Möglichkeit, mit Grafikchips mehr als nur Grafikberechnungen abzuarbeiten.
"There are always good ideas— in fact, if there is a good idea, we'll change to it. You know, we're not stubborn. Our life goal is not to build CUDA GPUs."
"Es gibt immer gute Ideen - und wenn es eine gute Idee gibt, werden wir sie auch umsetzen. Wissen Sie, wir sind nicht starrköpfig. Unsere Lebensaufgabe ist es nicht, CUDA-GPUs zu bauen."
Dieser Ansatz war ursprünglich aber gar kein Teil von GPUs, er kam erst in den letzten Jahren immer mehr auf. Der Begriff "GPU" - Graphics Processing Unit - ist laut Huang deshalb schon lange nicht mehr ganz treffend, trotzdem hat er überlebt. Nvidias CEO will sich deshalb auch in Zukunft anpassen. Wenn sich ein besserer Ansatz ergibt, würde dieser demnach auch bei seinem Unternehmen Anklang finden. Zudem empfiehlt Huang, dass man sich nicht auf eine konkrete Lösung, sondern auf das Ziel konzentrieren soll. Als Beispiel nennt er ein Transportunternehmen, das sich gedanklich mit allen Transportwegen befassen und sich nicht beispielsweise in das Thema Züge verbeißen sollte.
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Mit seiner Antwort dürfte Nvidias CEO gewissermaßen auch auf eine Aussage von Intel-Chef Pat Gelsinger reagieren, der kürzlich davon sprach, dass die ganze Branche Nvidias CUDA loswerden möchte. Passend dazu arbeiten große Unternehmen wie AMD und eben auch Intel daran, Nvidias proprietäre Programmiersprache abzulösen. Wie sich das Unternehmen anpassen will, falls das gelingt, bleibt dabei abzuwarten. Das Konzept der GPUs an sich dürfte dadurch in jedem Fall kaum in Bedrängnis geraten. Dafür stellen eher komplett neue Rechenansätze ein Risiko dar.
Quelle: via Tom's Hardware


Schon jetzt hat jede Nvidia Karte, Cuda, Tensor und RT Kerne. AMD hat auch einen Wechsel von GCN auf RDNA und irgendwann kommt auch da etwas neues. Warum sollte also Nvidia nicht die Cudas irgendwann rauswerfen und deren Operationen mit einer anderen Architektur durchführen, das ist ein ganz normaler Prozess.
Ich vermisse jedenfalls die alte Zeit vor Raytracing.Da musste man sich weniger Gedanken machen als jetz.Manche Einstellung sind eben nix sagendes,aber gut zum Glück kann man da im Internet nachschauen.
Und naja damals scheitere es wegen anderen Gründen an so 4k und co.