Neue Prozessoren von Amazon: Graviton 4 und KI-Beschleuniger Trainium 2 vorgestellt

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Quelle: Amazon Web Services (AWS)

Auf der Hausmesse Reinvent stellte Amazon Web Services eigens entwickelte Prozessoren vor, die ARM-CPUs und KI-Beschleuniger der Konkurrenz schlagen sollen und dabei sogar günstiger sind.

Der US-amerikanische Cloud-Computing-Anbieter Amazon Web Services (AWS) bietet nicht nur Speicherplatz auf seinen Servern an, sondern entwickelt auch eigene Prozessoren. Auf der AWS-Messe "Reinvent", die vom 27. November bis zum 1. Dezember dieses Jahres stattfindet, hat das Großunternehmen nun ARM-Prozessoren und KI-Beschleuniger vorgestellt.

ARM-Chip Graviton in vierter Version und Trainium 2

Zum ARM-Chip Graviton 4 ist bisher bekannt, dass die ARM-CPU laut AWS gegenüber der Vorgängergeneration Graviton 3 bis zu 30 Prozent mehr Rechenleistung, 50 Prozent mehr Kerne und 75 Prozent mehr Speicherbandbreite bieten soll. Eine Graviton-4-CPU würde demnach 96 Cores bieten, die auf DDR5-5600-RAM zugreifen sollen. Der neue ARM-Chip, der verschlüsselt arbeiten soll, ist für Arbeitslasten in der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) optimiert, die skalierbare Rechenkapazitäten in der Cloud bereitstellt.

Dem gegenüber steht der KI-Beschleuniger Trainium 2, der offenbar dem KI-Hardware-Pionier Nvidia Konkurrenz machen soll. Im Vergleich zu seinem 2020 vorgestellten Vorgänger bietet der Trainium 2 eine bis zu viermal höhere KI-Trainingsleistung und kann in Clustern mit bis zu 100.000 KI-Chips eingesetzt werden. "Damit können Foundation Models (FMs) und Large Language Models (LLMs) in einem Bruchteil der Zeit trainiert werden, während sich die Energieeffizienz verdoppelt", schreibt AWS in einer Pressemitteilung zu den neuen Chips.

Auf einer Abbildung des Trainium 2 sind zwei Chips pro Package zu erkennen. Es handelt sich also vermutlich um ein Chiplet-Design, das laut Golem zusätzlich zwei High-Bandwidth-Memory (HBM)-Speichermodule sowie ein I/O-Modul beherbergt. Amazon Web Services wird die Trainium-2-KI-Beschleuniger in seinen neuen Trn2-Instanzen anbieten, die in Kombination als "Ultra Cluster" mit 100.000 KI-Chips eine Rechenleistung von bis zu 65 Exa-Flops erreichen können.

Quelle: Amazon Web Services (AWS) via Golem

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RyzA
        65 Exa-Flops ist schon ne Hausnummer.
        Vorsicht, gerade bei KI-Beschleunigern, wenn kein Format angegeben ist. Mehr als 8 Bit ist sehr unwahrscheinlich, aber einige Entwickler haben auch schon mit 4-Bit-Formaten geliebäugelt. Da erreicht man natürlich spielend leicht ein Vielfaches der bei SC500 und ähnlichem üblichen Double-Precision-Operationen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RyzA
        65 Exa-Flops ist schon ne Hausnummer.
        Vorsicht, gerade bei KI-Beschleunigern, wenn kein Format angegeben ist. Mehr als 8 Bit ist sehr unwahrscheinlich, aber einige Entwickler haben auch schon mit 4-Bit-Formaten geliebäugelt. Da erreicht man natürlich spielend leicht ein Vielfaches der bei SC500 und ähnlichem üblichen Double-Precision-Operationen.
      • Von COReduct Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Nun für die "Hausmacht" bei KI-Beschleunigern von Nvidia wird's wohl in Bälde recht ungemütlich werden bei der vielen Konkurrenz. AMD holt ja auch schnell auf.

        Bin schon angespannt ab wann sie dann plötzlich wieder die Gamer entdecken werden - und die Gamer wieder wie die Blöden nachlaufen werden
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Alexander Pensler
        Amazon Web Services wird die Trainium-2-KI-Beschleuniger in seinen neuen Trn2-Instanzen anbieten, die in Kombination als "Ultra Cluster" mit 100.000 KI-Chips eine Rechenleistung von bis zu 65 Exa-Flops erreichen können.
        65 Exa-Flops ist schon ne Hausnummer.
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