Deepfake-Videos: Nächste US-Schauspielerin leitet rechtliche Schritte gegen KI-Firma ein
Für ein Werbevideo einer KI-Firma wurde ein generiertes Abbild sowie eine künstliche Stimme der Schauspielerin Scarlett Johansson genutzt. Diese reagiert nun mit einer Klage, die potenziell einen Präzedenzfall schaffen könnte.
Für ein 22-sekündiges Werbevideo haben die Betreiber der App "LisaAI" ein KI-generiertes Abbild sowie eine künstlich generierte Stimme der US-Schauspielerin Scarlett Johansson (bekannt aus Marvel's Avengers, Lucy, Ghost in the Shell) genutzt - ohne ihr Einverständnis. Angesichts dessen leitet Johansson nun rechtliche Schritte gegen die App-Entwickler ein, wie das Portal Variety berichtet. Dem Anwalt Kevin Yorn zufolge werden in der nächsten Zeit "alle rechtlichen Möglichkeiten" genutzt, um gegen die KI-generierte Werbung vorgehen zu können.
Der mittlerweile von sämtlichen Kanälen gelöschte Werbeclip zu LisaAI soll demzufolge mit einer Originalaufnahme von Johansson hinter den Kulissen von Marvel's Black Widow starten; im Anschluss wandelt sich die Szene in eine KI-generierte Person mitsamt künstlich produzierter Stimme um. Diese soll den Betreibern zufolge "nichts mit der Person im Video zu tun haben", Johansson selbst soll allerdings eindeutig zu erkennen sein.
In US-Bundesstaaten wie etwa Kalifornien bringt ein solcher Disclaimer entsprechend herzlich wenig, schließlich führe die "unbefugte Verwerdung des Namens, der Stimme, des Fotos oder des Bildes einer Person zum Zweck der Werbung" zu zivilrechtlichen Klagen. Wie der Variety-Bericht weiterhin erklärt, ist Johansson nicht die erste Prominente, die sich mit solchen KI-Fakes rechtlich auseinandersetzen musste. Ähnliches sei bereits Tom Hanks widerfahren, dessen KI-generiertes Abbild für eine Zahnzusatzversicherung genutzt wurde. Einen echten Präzedenzfall vor Gericht gibt es bisher nicht, die meisten solcher Angelegenheiten werden mit Unterlassungsaufforderungen beigelegt.

Man muss nichts außer sterben.
Hatsune Miku und co. machen es ja vor, dass man auch mit "virtuellen Stars" viel Geld verdienen kann, wenn man sie richtig vermarktet.
Und im zweiten Satz beschreibst Du genau eines meiner Probleme mit dieser Branche: die Auswahl wird mehr oder weniger auf Äußerlichkeiten reduziert. Für mich gibt kein "mehr oder weniger hübsch", nur Branchen, für die es nicht auf andere Werte oder Fähigkeiten ankommt. Und da ich Menschen nicht nach ihrem Äußeren beurteile, sondern danach, wie sich mir gegenüber verhalten, kann so eine Branche bei mir keinen höheren Stellenwert erreichen. Abgesehen davon ist es wohl auch eine Frage der persönlichen Moral, ab welchen Betrag man "alles dafür machen würde", was umgekehrt ein Zeichen des aktuellen Wandels ist: ich sehe immer weniger Ethik und Moral und immer mehr "nur das Geld". Gefällt mir das? Nein! Und auch das ist ein Beweggrund meine Posts.
Mal schauen, ob ich recht behalte.
Hatsune Miku und co. machen es ja vor, dass man auch mit "virtuellen Stars" viel Geld verdienen kann, wenn man sie richtig vermarktet.
Und was hat eine Professur damit zu tun, was für "Voraussetzungen" nötig sind? Meinst du etwa, dass hübsche und weniger hübsche Menschen genau das gleiche Geld fürs Pimpern vor der Kamera bekommen?
Mir fallen da eher unterbezahlte Supermarkt Angestellte ein, die auch keine besondere Vorbildung haben müssen, dafür aber u.U. jeden Tag von irgendwelchen Idioten angeschissen werden.
Insgesamt find ich deinen Kommentar doch etwas unterschwellig arrogant.
Ggf. wenn die Zeit voran schreitet, aber aktuell sehe ich das nicht.
Letzten Endes müsste man von allen Positionen mal eine Art Schablone machen, das kann die KI sicher schnell lernen, denn es gibt im Internet wahrscheinlich wesentlich mehr "Daten" (Videos) dazu die es zum lernen verwenden kann als es immergleiche Filmbewegungen gäbe.
Guckt mal 40 Jahre zurück als in Star Wars noch alles Handarbeit war. Die Effekt Macher sind heute alt und haben ihren Lohn für die Arbeit bekommen. Aber heute braucht man sie quasi nicht mehr, zumindest nicht in der Menge.