KI-Boom: Ein GTX-580-SLI-Verbund legte den Grundstein - und Nvidia sprang darauf an
Nvidia-CEO Jensen Huang sprach in einem Podcast über die Entstehungsgeschichte der modernen KI-Systeme. Den Grundstein legten demnach drei Forscher im Jahr 2012 - mit einem SLI-Verbund aus zwei Grafikkarten vom Typ Geforce GTX 580.
In der neuesten Ausgabe des Podcasts The Joe Rogan Experience sprach Nvidias CEO Jenen Huang mit dem US-Prominenten Joe Rogan ausführlich über die Geschichte des Unternehmens. Natürlich waren dabei auch KI-Systeme ein großes Thema, denn schließlich hat der anhaltende KI-Boom Nvidia zu dem Erfolg verholfen, den das Unternehmen aktuell genießt. Als Startpunkt für diese Entwicklung nannte Huang ab 1:02:22 dabei eine 2012 veröffentlichte Bilderkennungs-KI: Alexnet, das von Alex Krizhevsky, Ilya Sutskever und Geoffrey Hinton entwickelt und mit einem GTX-580-SLI trainiert wurde.
Ein Durchbruch - und Glück
Erste Trainingsnetzwerke auf Basis von Deep Learning gab es zwar schon lange zuvor. Mit Alexnet gelang es aber erstmals, Convolutional Networks in einer praktischen Anwendung einzusetzen. Damit wurden die Möglichkeiten zur Erkennung, Verarbeitung und Erzeugung von Bildern drastisch verbessert. Alexnet konnte alle bisherigen Ansätze zur Bilderkennung deutlich übertrumpfen. Das sorgte wiederum für großes Aufsehen in der Forschung - und bei Nvidia.
Laut Huang sprang er damals auf die Vorstellung des KI-Netzwerks an, er sah Potenzial in der Technik. Deshalb investierte Nvidia und brachte einige Jahre später, 2016, den ersten Deep-Learning-Beschleuniger namens Nvidia DGX auf den Markt. In diesem kamen bereits bis zu acht Grafikkarten zum Einsatz. Der Gedanke war: Die Parallelisierung sollte nicht nur innerhalb von Grafikkarten genutzt werden, sondern es sollten auch möglichst viele Grafikkarten zusammenarbeiten. Dass dieses Konzept aufgegangen ist, zeigt sich heute in riesigen Rechenzentren, bei denen unzählige GPUs gemeinsam ein KI-Netzwerk trainieren.
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Gleichzeitig gibt sich Huang aber auch zumindest ein Stück bescheiden: Demnach war auch Glück im Spiel, dass Alexnet mit der Nvidia-Sprache CUDA entwickelt und Nvidia dann darauf aufmerksam wurde. Hätte das Forschungsteam statt eines GTX-580-SLI damals ein paar Radeon-Grafikkarten zur Hand gehabt, wäre die Geschichte womöglich anders gelaufen. Andererseits hätte AMD wohl nicht so stark in den Bereich investieren können wie Nvidia, denn damals hatte das Unternehmen ganz andere Probleme.
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Quelle: Powerful JRE (Youtube) via Tom's Hardware
