Forscher vermutet: Googles KI könnte so viel Strom fressen wie ein europäischer Staat
Der niederländische Doktorand Alex de Vries hat einen Artikel veröffentlicht, in dem er den möglichen Stromverbrauch der KI-Industrie behandelt. Darin schätzt er, dass Google bei kompletter Umstellung der Google Suche auf KI-Interaktionen so viel Strom im Jahr verbrauchen würde wie ein ganzer europäischer Staat.
Das Thema künstliche Intelligenz ist im Zuge diverser LLM-Modelle und anderer generativer KI noch immer hoch im Kurs. Viele Unternehmen glauben, das Potenzial erkannt zu haben, welches ihnen künstliche Intelligenz bietet und sind bereit, tiefer in den Bereich einzutauchen. Was dabei bislang nur beiläufig eine Rolle spielt, ist der Energieverbrauch, den die KI-Industrie verursacht. Dieser könnte jährlich im Bereich des Stromverbrauchs eines kompletten Staates angesiedelt sein, wie nun ein Forscher vermutet.
Der KI-Stromverbrauch ist nicht ohne
Am Beispiel von Google verdeutlichte der niederländische Doktorand Alex de Vries von der VU Amsterdam School of Business and Economics kürzlich in einem veröffentlichten Artikel, wie viel Strom der Tech-Gigant jährlich verbrauchen könnte, wenn jede Standard-Suchanfrage zu einer LLM-Interaktion werden würde. Laut den Angaben des Forschers betrug im Jahr 2021 der Gesamtstromverbrauch von Google 18,3 TWh, von denen 10 bis 15 Prozent auf KI-Operationen entfielen. Das Worst-Case-Szenario beim kompletten Wechsel auf KI könnte für Google einen jährlichen Stromverbrauch von 29,3 TWh bedeuten, was in etwa dem Verbrauch eines europäischen Staates wie Irland entspräche.
Das geschätzte Szenario in Alex de Vries' Artikel würde aber eine umfassende KI-Einführung unter Nutzung aktueller und effizienter Hard- und Software erfordern, was der Doktorand erst einmal nicht so schnell kommen sieht. So könnte also der Stromverbrauch von Anwendungen wie die Google-Suche durch Integration von KI erheblich angehoben werden. Andererseits sollen diverse Ressourcenfaktoren das Wachstum des weltweiten KI-bezogenen Stromverbrauchs kurzfristig bremsen können. Sollte der Gebrauch von KI immer bedeutender in Zukunft werden, sei es auch durchaus möglich, dass GPUs, die einst zum Schürfen der Kryptowährung Ethereum verwendet worden sind, für KI umfunktioniert werden könnten.
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Schlussendlich rät Alex de Vries daher in seinem Artikel: "[...] es wäre für Entwickler ratsam, sich nicht nur auf die Optimierung von KI zu konzentrieren, sondern auch die Notwendigkeit des Einsatzes von KI kritisch zu hinterfragen, da es unwahrscheinlich ist, dass alle Anwendungen von KI profitieren oder der Nutzen immer die Kosten überwiegt."
Quelle: "The growing energy footprint of artificial intelligence" von Alex de Vries

Leider sind wir unfähig den Strom effizient zu verwalten oder zu speichern, Teile der Stromproduktion müssen zeitweise vom Netz genommen werden, damit unser wunderbares Stromnetz nicht überlastet.
Aber immer erstmal schön neue Technologien verteufeln. Wir könnten doch auch das gesamte Internet abschalten, verbraucht auch unmengen an Strom sich auf Pornhub irgendwas anzuschauen, aber darüber beschwert sich keiner.
Zitat des Threads " Festung der Finsternis". Schön, erstmal herzlich gelacht.
Hier ein Beispiel (ich glaube, ich habe es dir schon mal erklärt):
Wenn du eine Unze Gold kaufst, dann zahlst du den Weltmarktpreis, momentan so um die 1800€. Diesen Preis bekommt jeder, egal, wie sie beschafft wurde. Die Profitable Mine, die das ganze für 100€ aus der Erde holt genausoviel, wie die unprofitable Mine, die das ganze für 200€ tief aus der Erde holt. Der Recyclingbetrieb, der das ganze für 200€ wiederverwenden kann, genausoviel, wie der Einkäufer, der irgendwelche Reserven zum Marktpreis kauft.
Alle erhalten das gleiche, wirklich jeder.
Das führt dann dazu, dass mit dem gesamten Gold wirtschaftlich umgegangen wird und auf der anderen Seit die Erzeuger dazu angehalten sind, ihr Angebot entsprechend dem Markt auszubauen. Die profitable Mine wird dazu angehalten mehr zu produzieren, die unprofitable zu schließen und der Recyclingbetrieb noch mehr wieder zu verwerten. Die Goldreserven werden entsprechend dem Marktpreis angezapft.
Was dir vorschwebt, ist etwas, das man im Sozialismus gemacht hat. Man nimmt die Produktionskosten und teilt sie durch die Summe der erzeugten Güter. Hört sich erstmal gut an, nimmt jedoch den Produzenten den Anreiz zu investieren und auf der Nachfrageseite werden die Leute dazu ermutigt, die Güter zu verschwenden. Wie es ausgegangen ist wissen wir.
Die jetzige Strombörse ist sowieso ein Pseudomarkt, wenn man das Merit Order Prinzip streicht, dann entfernt man das letzte bisschen Marktwirtschaft. Fun Fact, dann wird es auch endgültig nie einen marktwirtschaftlichen Ausbau der Erneuerbaren oder sonstigen Energien geben. Dann muß man alles mit Garantien machen und damit wird die dümmste Energiepolitik noch etwas dümmer.
Googles KI könnte so viel Strom fressen wie ein europäischer Staat