Bose Connect: Nutzer sollen Datensammeln künftig abstellen können

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Bose Connect: Nutzer sollen Datensammeln künftig abstellen können
Quelle: Bose

Die Nutzer sollen das Datensammeln der App Bose Connect künftig abstellen können. Das teilte das Unternehmen mit. Man wolle ein Opt-out in die App einbauen. Rückwirkend will man Daten von Kunden, die diesen Weg wählen, anonymisieren. Dass Daten gesammelt wurden, scheint mittlerweile klar. Die Frage ist, wie und ob sie an Dritte gingen.

Es war eines der großen Tech-Themen der vergangenen Woche: In den USA wurde Klage gegen Bose eingereicht. Das Unternehmen steht im Verdacht, über die App Bose Connect die Hörgewohnheiten der Nutzer ausspioniert und die Daten an Dritte weitergegeben zu haben. Gegen die Vorwürfe verwahrt man sich angesichts ausufernder Sammelklagen und des noch offenen Verfahrens, aber dennoch will man auf die Vorwürfe reagieren.

Klingt ein wenig komisch, ist aber so. Offenbar sammelt man nämlich durchaus Daten, sonst müsste man jetzt nicht mitteilen, dass man künftig Opt-out in der App Bose-Connect einbauen wird. Warum es kein Opt-in wird, bleibt wohl Boses Geheimnis. Daten werden also offenbar gesammelt, an Dritte verkauft haben will man sie aber weiterhin nicht. Und nun fangen die Spitzfindigkeiten an: Bose spricht von "verkauft" - möglicherweise wurden die Daten kostenlos weitergegeben.

All das wird die laufende Klage klären. Gefallen dürfte die Situation Bose nicht, denn das Image leidet mit fortlaufender Berichterstattung über das Datensammeln. Dem Nutzer dürfte es am Ende auch einerlei sein, ob Daten verkauft oder kostenlos weitergegeben wurden - oder ob überhaupt. Alleine das Datensammeln missfällt so manchen.

Bisher gesammelte Daten sollen beim Widerspruch so verändert werden, dass "sie nicht länger mit Ihnen oder Geräten Dritter in Verbindung gebracht werden können." Weiter ins Detail geht man aber nicht. Weder ist klar, welche Daten dann künftig nicht mehr gesammelt werden, noch, wie man die vorhanden Daten anonymisiert. Zwischenzeitlich kann man wohl nur raten, Bose Connect nicht zu verwenden, wenn man keine Datensammlung wünscht.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        AW: Bose Connect: Nutzer sollen Datensammeln künftig abstellen können

        Zitat
        Warum es kein Opt-in wird, bleibt wohl Boses Geheimnis.
        Geheimnis? Es ist pure Gier und sie verlassen sich auf die Unwissenheit/Unfähigkeit der Mehrzahl ihrer Nutzer. Aber so wird das ja mittlerweile von 90% aller Smartphone-Apps gehandhabt.

        Zitat von nibi030
        Und vor allem, wie kommt man auf die Idee dem Konsumenten 380€ aus der Tasche für den Kopfhörer zu ziehen und dann noch weiteren Wert durch Verkauf der persönlichen Daten zu schöpfen? Ich kann da echt nur mit Kopf schütteln...
        Ich hab 3 Worte für dich: Wachstum, Wachstum und Wachstum. Willkommen im Kapitalismus.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        AW: Bose Connect: Nutzer sollen Datensammeln künftig abstellen können

        Zitat
        Warum es kein Opt-in wird, bleibt wohl Boses Geheimnis.
        Geheimnis? Es ist pure Gier und sie verlassen sich auf die Unwissenheit/Unfähigkeit der Mehrzahl ihrer Nutzer. Aber so wird das ja mittlerweile von 90% aller Smartphone-Apps gehandhabt.

        Zitat von nibi030
        Und vor allem, wie kommt man auf die Idee dem Konsumenten 380€ aus der Tasche für den Kopfhörer zu ziehen und dann noch weiteren Wert durch Verkauf der persönlichen Daten zu schöpfen? Ich kann da echt nur mit Kopf schütteln...
        Ich hab 3 Worte für dich: Wachstum, Wachstum und Wachstum. Willkommen im Kapitalismus.
      • Von ni-bi BIOS-Overclocker(in)
        AW: Bose Connect: Nutzer sollen Datensammeln künftig abstellen können

        ...und wie immer: keiner regt sich auf. Die Konsumenten nehmen es mal wieder hin, frei nach dem Motto: ich hab ja nichts zu verbergen

        Leider bin ich auf die tatsächlich sehr gute App angewiesen, für mich nicht das große Problem dank Root und IP Tables Firewall... per default blocke ich jede app die ich installiere und gebe dann nur bei Bedarf frei. Aber wer macht das schon?

        Und vor allem, wie kommt man auf die Idee dem Konsumenten 380€ aus der Tasche für den Kopfhörer zu ziehen und dann noch weiteren Wert durch Verkauf der persönlichen Daten zu schöpfen? Ich kann da echt nur mit Kopf schütteln...
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