Apple In-Ear-Kopfhörer: AirPods Pro sind nicht reparierbar
Nach dem Auseinanderbauen der neuen Apple AirPods Pro erlebte die Reparatur-Webseite iFixit eine Überraschung. Die Reparaturfreundlichkeit der In-Ear-Kopfhörer ist quasi nicht gegeben. Ein einziges Bauteil lässt sich - theoretisch - austauschen, wenn es dieses denn zu kaufen geben würde.
Neben den neuen iPhone 11-Modellen hat Apple seit kurzem auch die neuen In-Ear-Kopfhöhrer namens AirPods Pro im Angebot. Die drahtlosen Ohrstöpsel offerieren eine aktive Geräschunterdrückung und bieten auswechselbare Ohreinsätze. Im Teardown bei iFixit wurden die In-Ohr-Kopfhörer auseinander genommen, um zu überprüfen, wie gut sich diese bei einem Defekt reparieren lassen.
AirPods Pro irreparabel
Die Pro-Version der AirPods kommen unter anderem mit einer integrierten Belüftung. So soll es sich für den Nutzer angenehm anfühlen, die Ohrhörer zu tragen. Zudem messen die verbauten Mikrofone den Lautstärkepegel im Ohr und gleichen diesen mit der Audioausgabe ab. Außerdem soll die aktive Geräuschunterdrückung mittels Mikrofone funktionieren. Mit einem Druck auf den Drucksensor lassen sich die Kopfhörer steuern. All die ganze Technik steckt in einem geschlossenen Gehäuse. Laut der Webseite iFixit können die In-Ohr-Kopfhörer AirPods Pro gar nicht repariert werden. Der gesamte Aufbau sei nicht modular und stark verklebt. Einzig die proprietären Silikonspitzen, die helfen, eine dichte Abdichtung zu gewährleisten und die Rauschunterdrückung zu liefern, könnte man austauschen. Allerdings bietet Apple keinerlei Ersatzteile für die Ohrhörer an, sodass ein Austausch von einzelnen Komponenten nicht wirtschaftlich sei. Falls ein einzelner Ohrhörer kaputt ist, kann man diesen für 99 Euro bei Apple bestellen, wenn man sich außerhalb der Garantiezeit befindet. Das Set bestehend aus zwei Ohrstöpseln samt drahtloser Ladestation kostet 279 Euro.
Ebenfalls lesenswert: AirPods Pro - True-WirelessOhrhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung
Fakten zur Reparaturfreundlichkeit der Apple AirPods Pro:
- Wie die Webseite iFixit ermittelt hat, lässt sich die Pro-Edition der In-Ohr-Köpfhörer Apple AirPods nicht reparieren. Das Gehäuse sei nicht modular aufgebaut und zudem stark verklebt.
- Apple bietet zudem keinerlei Ersatzteile für die AirPods Pro an. Ein Austausch eines Ohrhörers kostet außerhalb der Garantiezeit 99 Euro.
- Das Set bestehend aus zwei Ohrhörern und einer kabellosen Ladestation kostet 279 Euro.

Am Mac II fx mußte sogar der Monitor "Apple" schreien, wenn er nach dem Namen gerufen wurde, genau so wie der Drucker und die gesamte andere Peripherie.
Sonst ging da gar nichts.
Mal eben einen anderen Monitor anstöpseln - Fehlanzeige.
Anderer Speicher - Pustekuchen.
Neue Grafikkarte - ja, aber nur von Apple.
Neues Laufwerk (egal was) - ja, aber nur von Sony (Apples Laufswerkslieferant).
Andere Tastatur - nur mit dem Apfel drauf.
Andere Maus - ebenso.
So war es, so ist es und so wird es bleiben.
Apple mauert sich ein mit fadenscheinigen Argumenten (Qualität, ...) um seinen Umsatz zu sichern.
In mein Samsung J7 kann ich jeden passenden Ersatzakku einbauen - ohne Kleben und Feilen und ohne Samsung zu fragen.
Auch ein miniSD-Kartenslot ist vorhanden und die Daten sind Nullkommasiebenunddreißig gesichert.
Das Wort kennt Apple gar nicht.
In meine alte VW-Bude ging jeder Wasserpumpe jedes Herstellers problemlos einzubauen, wenn sie für den Typ paßte.
Ich konnte auch alle mir zusagenden Reifenmarken fahren.
Und auch Motor- und Zubehörteile konnte man ohne VW-Logo verwenden (Bremsscheiben, Bremsbacken, Wärmetauscher, Zahnriemen, Zündkerzen, Zündspulen, ... ).
Solange ich die jeweiligen AirPods bei Apple zurückgeben kann, und diese fachgerecht recycelt werden, habe ich jedenfalls kein Problem damit, dass der Akku nicht tauschbar ist.
Beim Wechseln darf man sich für 90.- EUR bei Apple das Gerät freischalten lassen wegen geänderter Akku-ID.
Apple wir seit Jahren mehrfach wegen reparaturfeindlichen Konstruktionen angemahnt, geändert hat sich: nichts.
Außerdem gibt es noch viel mehr reparaturfreindliche Hersteller. Verstehe nicht, wieso jedes mal nur auf Apple rumgeritten wird. Genauso unnötig wie Intel/AMD Diskussionen. Jeder macht halt auf seiner Art und Weise seine Produkte, genauso wie in der Autobranche, gibt Hersteller die bauen gut und welche die bauen Dünnschiss zusammen das man bei der Kühlwasserpumpe den kompletten Motor ausbauen muss
Bei Grafikkarten sieht es natürlich anders aus, da wäre eine tauschbare GPU und VRAM aber auch nur mit ziemlichem Aufwand (alleine die Lagerhaltung bzw. Überproduktion und Lagerung von GPUs, die nach 1-2 Jahren veraltet sind) zu realisieren und imho sind das auch keine Sollbruchstellen.
Ich will hier aber auch nicht den Zeigefinger erheben, wir leben hier alle in einer Konsum und Wegwerfgesellschaft, da kann sich allenfalls ein Aussteiger wie Öff! Öff! von jeder Schuld rein waschen.
Ich würde mir aber gerne die Airpods Pro kaufen, die anderen Hersteller kommen an Apple irgendwie nicht ran. Mir wäre das auch 300 € wert, aber eben nicht, wenn die Teile nach einem Jahr intensiver Nutzung schon wesentlich weniger lange halten.
Erlebt habe ich das bei meinem Wireless Gaming Headset. Da war der 900 mAh Li-Po Akku nach nicht mal zwei Jahren intensiver Nutzung auch schon ziemlich durch, den habe ich dann selbst getauscht gegen einen mit 1200 mAh, der mühelos ins Gehäuse gepasst hat. Hat mich 10€ und ein bisschen Bastelspaß gekostet, danach lief das Headset länger als je zuvor.
Aus meiner (durchaus begrenzten) technischen Sicht wäre es nicht sehr aufwendig, den Akku in den Airpods tauschbar zu gestalten. Dann würde ich sofort zuschlagen und bei Bedarf für 20€ neue Akkus einbauen, sobald die Spieldauer nicht mehr akzeptabel ist.
Der Unterschied zu TV-Geräten oder ähnlichem ist halt, dass die Akkus der Airpods sehr günstige Standardmodelle sind, Varta Knopfzellen. Die muss man nicht vorproduzieren und die nehmen nicht extra Lagerplatz weg, die haben nicht nur einen Einsatzzweck, die sind nicht sehr teuer, so wie viele andere Ersatzteile.
Wie schon @wuselsurfer schreibt, hier scheint Apple (und die anderen Hersteller teilweise aus) aktiv gegen eine Reparaturmöglichkeit vorzugehen, oder zumindest große Reparaturpotenziale absichtlich nicht zu realisieren.
Da Apple durchaus eine Leitfunktion in Sachen Technologie hat, sollten sie mit gutem Beispiel vorangehen, auch wenn (wie schon mal geschrieben) mit wechselbaren Akkus natürlich nicht die Welt gerettet werden kann.
Naja, Apple Produkte waren schon immer sehr schwer zu reparieren. Bei dem Kleinzeug erst recht.