Handheld-PCs: AMD Zen 4 und RDNA 3 stemmen diverse AAA-Games und emulieren die Playstation 3

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GPD Win Max
Quelle: GPD

Der GPD Win Max, ein Handheld-PC auf Basis einer Zen-4-RDNA-3-APU, soll mit potenten Gaming-Handhelds wie dem Steam Deck und dem Asus ROG Ally konkurrieren. Auch Emulation ist ein valides Use Case für den portablen Windows-PC, welcher laut erster Reviews auch die Playstation 3 von Sony in voller Geschwindigkeit nachbilden kann, während Vorzeigespiele der Kategorie AAA sehr gut spielbar abgebildet werden.

Handheld-PCs, die als tragbare Spielkonsolen primär an Spieler adressiert sind, bleiben weiterhin groß im Kommen. Nachdem Valve mit seinem Steam Deck einen echten Trend losgetreten hat, haben auch erste Konkurrenzprodukte wie der bereits in wenigen Tagen erscheinende Asus ROG Ally nicht lange auf sich warten. Das GPD Win Max 2023, ein Handheld-/Notebookmix mit einem 10,1 Zoll großen Display, erhält jetzt in seiner neuesten Evolutionsstufe aktuelle Hardware in Form einer Phoenix-APU mit Zen 4 und RDNA 3. Jetzt wurde der Gaming-Handheld bereits gut einen Monat vor dem Release von den YouTube-Kanälen "ETA PRIME" und "The Phawx" getestet.

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Forza Horizon 5 in 1200p mit 90 Fps+ auf "High"

Im Review von ETA PRIME wird dem GPD Win Max und speziell der Phoenix-APU mit der Radeon 780M, einer RDNA-3-iGPU, eine hervorragende Leistung attestiert, was beispielsweise mehr als 90 Bilder pro Sekunde in Forza Horizon 5 belegen. Diese wurden nämlich nicht etwa in 720p auf "Medium" erreicht, sondern mit hohen Grafikeinstellungen und einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln (1200p).

Forza Horizon 5 in 1200p ("High") im Benchmark bei ETA PRIME
Forza Horizon 5 mit 90 - 100 Fps in 1200p ("High") mit 25 Watt TDP
Forza Horizon 5 mit 90 - 100 Fps in 1200p ("High") mit 25 Watt TDP Forza Horizon 5 mit 70 - 80 Fps in 1200p ("High") mit 15 Watt TDP

Quelle: ETA PRIME

Schlussendlich erreichte der GPD Win Max in Forza Horizon 5 durchschnittlich 94 Fps bei einer TDP von 25 Watt, während die APU das Rennspiel "gedrosselt" auf 15 Watt Verlustleistung noch immer mit 71 Fps im Schnitt rendern kann. Hierzu tragen die Spezifikationen, welche auch den Asus ROG Ally noch einmal übertreffen, im besonderen Maße bei. Der GPD Win Max möchte ein Gaming-PC sein.

Red Dead Redemption 2 und The Last of Us Part 1 laufen

Auch Red Dead Redemption 2 und The Last of Us Part 1 laufen in 1200p, wobei der Tester eher eine Auflösung von 800p und eine TDP von 25 Watt empfiehlt. Bei diesen Einstellungen können auch hier bis zu 60 Fps und mehr erreicht werden. Das 10,1 Zoll messende IPS-Display der Handhelds kann auf Wunsch bis zu 2.560 × 1.600 Pixel im Format 16:10 mit 60 Hz darstellen und laut Test sehr ordentlich skalieren.

The Last of Us Part 1 in 800p ("Low") im Benchmark bei ETA PRIME
The Last of Us Part 1 mit ~48 Fps in 800p ("Low") mit 15 Watt TDP
The Last of Us Part 1 mit ~48 Fps in 800p ("Low") mit 15 Watt TDP The Last of Us Part 1 mit ~60 Fps in 800p ("Low") mit 25 Watt TDP

Quelle: ETA PRIME

64 GiByte LPDDR5S-7500 und eGPU-Support

Der GPD Win Max mit AMD Ryzen 7 7840U verfügt wahlweise über 32 oder 64 GiByte LPDDR5X mit einer Geschwindigkeit von hohen 7.500 MT/s, die kleinere Version, die etwas später erscheinen soll, basiert auf einem AMD Ryzen 5 7640U und ist mit halbierter Speicherausstattung von 16 GiByte LPDDR5X-7500 bestückt. Auch Grafikkarten, die extern angebunden werden (eGPUs), werden unterstützt.

GPD Win Max mit einer eGPU Quelle: GPD Technology GPD Win Max mit einer eGPU Die eGPU wird entsprechend über USB 4.0 mit 40 GiBit/s angebunden. Der Anschluss verfügt zudem über eine Schnellladefunktion, die zu 100 Watt liefert und den Akku des Gaming-Handheld mit seinen 67 Wh innerhalb von 20 Minuten von 0 bis 50 Prozent aufladen soll. Alle weiteren Features des Handheld-PCs hat PCGH bereits in einer gesonderten Meldung zum GPD Win Max zusammengefasst.

Weitere Details zu den Spezifikationen und dem Featureset des GPD Win Max liefert das offizielle Datenblatt.

Windows 11 oder optional Steam OS 3.5

GPD Technology bietet den Win Max, der nach wie vor als Generation 2 geführt und nur als Produktpflege betrachtet wird, werkseitig mit Windows 11 an. Auf Wunsch kann der Gaming-Handheld aber auch mit einem auf das System optimierten SteamOS 3.5 bestellt werden. Das hatte sich schon länger angekündigt.

Handheld emuliert Playstation 3 dank AVX-512 schneller

Wie der YouTube-Kanal "The Phawx" demonstriert, emuliert der Handheld-PC die Spielkonsole Playstation 3 dank AVX-512 in voller Geschwindigkeit und das besonders effektiv. Hierfür kommt der Playstation-Emulator RPCS3 zum Einsatz. Spiele wie God of War 3 laufen dabei mit 60 Fps bei einer Gesamtleistungsaufnahme von 40 bis 45 Watt. Die TDP beträgt dabei die maximal vorgesehen 30 Watt.

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GPD Win Max erscheint nächsten Monat

Der GPD Win Max mit AMD Ryzen 7 7840U und wahlweise 32 oder 64 GiByte LPDDR5X-7500 erscheint im kommenden Monat, während die kleinere Version mit AMD Ryzen 5 7640U und 16 GiByte LPDDR5X-7500 im Juli folgen soll. Preise nannte der Hersteller bislang indes noch nicht.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich hatte GPD mal zum Win Max 2 befragt und die Anwort erhalten, eine Distributor hätte eine Charge mit QWERTZ-Tastatur bestellt. Prinzipiell bauen sie das also, auch wenn ein Anbieter ohne D/A/CH-Vertrieb sowas nicht regulär im Angebot hat. Leider sind die Geräte aber bis heute nicht beim genannten Shop verfügbar. (Oder sie waren zwischendurch so schnell ausverkauft, dass ich sie verpasst habe?)

        Bezüglich Arbeiten auf so kleinen Geräten: Solange alles linear abläuft, geht das ziemlich gut. Ich bin kein Coder und könnte mir die Bearbeitung eines bestehenden Programms umständlich vorstellen, aber etwas von Grund auf neu zu schreiben funktioniert sehr gut. Ich nutze bis heute einen 10-Zoll-Eee-PC als mobile Schreibmaschine: 26 cm Breite (einige heutige "kompakte" Notebooks sind tiefer) und trotzdem eine vollwertige, gut nutzbare Tastatur. Inklusive Nummernblock als Zweitbelegung, was aber vermutlich nur ASCII-Code-Abhängige Redaktuere interessiert. Der gleiche Body, nur mit einem hochwertigen 11-Zoll-Display (der Eee hat mächtig breite Ränder) und einem aktuellen i3 oder i5 ... wird wohl ein Traum bleiben.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich hatte GPD mal zum Win Max 2 befragt und die Anwort erhalten, eine Distributor hätte eine Charge mit QWERTZ-Tastatur bestellt. Prinzipiell bauen sie das also, auch wenn ein Anbieter ohne D/A/CH-Vertrieb sowas nicht regulär im Angebot hat. Leider sind die Geräte aber bis heute nicht beim genannten Shop verfügbar. (Oder sie waren zwischendurch so schnell ausverkauft, dass ich sie verpasst habe?)

        Bezüglich Arbeiten auf so kleinen Geräten: Solange alles linear abläuft, geht das ziemlich gut. Ich bin kein Coder und könnte mir die Bearbeitung eines bestehenden Programms umständlich vorstellen, aber etwas von Grund auf neu zu schreiben funktioniert sehr gut. Ich nutze bis heute einen 10-Zoll-Eee-PC als mobile Schreibmaschine: 26 cm Breite (einige heutige "kompakte" Notebooks sind tiefer) und trotzdem eine vollwertige, gut nutzbare Tastatur. Inklusive Nummernblock als Zweitbelegung, was aber vermutlich nur ASCII-Code-Abhängige Redaktuere interessiert. Der gleiche Body, nur mit einem hochwertigen 11-Zoll-Display (der Eee hat mächtig breite Ränder) und einem aktuellen i3 oder i5 ... wird wohl ein Traum bleiben.
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Naja, werd meinen Win 4 nicht eintauschen, denn Minimum Details bei hoher Leistungsaufnahme ist nicht wirklich toll fürn Handheld, darum nutze ich das nichtmal am 6800U außer ein bisschen Rumprobieren, was theoretisch möglich ist. PS3 Emulation mag teilweise volle Geschwindigkeit erreichen, aber 30W sind böse.
        Zitat von Freakless08
        Hm. Taugt das Teil (Tastatur usw.) auch für die Entwicklung/Programmierung aufgrund der kleinen Tastatur?
        Dann ne Dock oder eben ein Monitor mit USB-C oder HDMI dran, wenn man damit etwas groß zeigen möchte, ansonsten ist man überall mobil.
        Naja, willst du wirklich an einem 10" Display programmieren, abseits ein paar kleinerer Code-Änderungen? Sobald du nen externen Monitor anschließt, erübrigen sich potentiellen Probleme mit dem Keyboard (z.B. kein Numpad) von selber.
        Fürn ITler, der oft rumrennen und das Gerät auch beim Tragen bedienen muss / will, ist es potentiell interessant, aber dann trotzdem immer ein Abwägen zwischen Tragbarkeit und Bildschirmgröße.

        Übrigens glaube ich nicht, dass GPD die Geräte mit deutschem Layout anbietet, falls das einem wichtig ist. Der GPD Win 4 kam nicht mal mit einem EU-Netzteil, sondern die haben nen Adapter fragwürdiger Qualität ins Paket geworfen. Der landete sogleich im Müll. (sah übel aus, das Teil)
      • Von smartm124 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Der Win Max bedient bewusst Marktnischen für Leute, denen ein normaler Laptop zu groß ist und die einen integrierten Game-Controller wünschen.
        Aaaalles klar, nee jetzt raff *g* ichs ^^

        Zitat von PCGH_Torsten
        Schlepptops


        Spannend ist bei sowas dann sicher auch die Batterietechnologie, damits nicht allzu gewichtig wird.
        Steam OS: auch interessant. Bin gespannt wie sich das Gerät dann so macht
      • Von Freakless08 Volt-Modder(in)
        Hm. Taugt das Teil (Tastatur usw.) auch für die Entwicklung/Programmierung aufgrund der kleinen Tastatur?
        Dann ne Dock oder eben ein Monitor mit USB-C oder HDMI dran, wenn man damit etwas groß zeigen möchte, ansonsten ist man überall mobil.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von smartm124
        zumal die Kiste ja eh aussieht wie damals die ePc's von Asus. Wenn dann doch gleich n anständigen Laptop, da man das eh auf dem "lap" hat, oder?
        Der Win Max bedient bewusst Marktnischen für Leute, denen ein normaler Laptop zu groß ist und die einen integrierten Game-Controller wünschen. In dem Format der Eee PCs gibt es heute sonst nur noch Tablets und Lowest-End-Schul-Geräte mit grottigen Displays, grottigen Tastaturen und Atom-basierten Celerons. 13-14-Zoll-Schlepptops gibt es dagegen wie Sand am Meer, da braucht man sich als kleiner (hoho!) Hersteller gar nicht erst dran versuchen.
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