Erste E-Mail erreichte Deutschland vor 30 Jahren über kühlschrankgroßen Rechner in Universitätskeller
Am 3. August feiert die E-Mail hierzulande ihren 30. Geburtstag. Damals wurden die Nachrichten noch umständlich über einen kühlschrankgroßen Rechner im Keller einer Universität abgerufen. Er musste in Ermangelung einer Festanbindung noch mehrmals am Tag einen Server in den USA anrufen.
In Deutschland werden alleine in diesem Jahr voraussichtlich 504,4 Milliarden E-Mails verschickt. Als am 3. August 1984 hierzulande die allererste E-Mail von Laura Breeden aus Cambridge in einem Karlsruher Universitätskeller eintraf, hätten sich diese Zahl wohl nicht einmal die kühnsten Internet-Pioniere vorstellen können. Kommende Woche feiert die erste in Deutschland empfangene E-Mail ihren 30. Geburtstag.
Die erste E-Mail empfing damals ein kühlschrankgroßer Computer im Keller des Fachbereichs Informatik an der Universität Karlsruhe. Der E-Mail-Server des Typs VAX 11/750 setzte auf das Unix-Betriebssystem BDS und TCP/-IP-internetprotokolle. Festanbindungen gab es damals ebenso wenig wie die heute üblichen Internet-Adressen. So musste sich der schlicht "germany" genannte Rechner mehrmals am Tag mit einem Server in den USA verbinden, um dort die empfangenen Nachrichten abzuholen. Der heute immer noch als Dozent tätige Michael Rotert hatte den Computer so aufgesetzt, dass er mit anderen Universitäten in Deutschland verbunden werden konnte. Er selbst erhielt die Adresse rotert@germany.
Während man heute theoretisch unendlich viele E-Mails ohne Mehrkosten versendet, ging das Verschicken elektronischer Nachrichten vor drei Jahrzehnten ins Geld. Laut Rotert kostete das Äquivalent einer A4-Seite damals umgerechnet 20 Cent. Zusammen mit den sehr teuren digitalen Leitungen der Post waren im Monat schnell mal 30.000 Euro erreicht. Trotzdem gingen schon sehr bald die Universitäten Kaiserslautern und Saarbrücken ans Netz. Die erste Anfrage zur kommerziellen Nutzung von E-Mails erreichte Rotert im Jahr 1985 von einem wissenschaftlichen Verlag aus Heidelberg.
Quelle: Weser Kurier
Hachja, die gute alte E-Mail...nach wie vor mein Lieblingskommunikationsmedium.
MfG Jimini
und das ist der Rechner mit 3.125 MHz
Google-Ergebnis für http://home.iae.nl/users/...
ein echter NERD