Netzwerk: Wi-Fi 6E kann in Deutschland für schnelles WLAN genutzt werden

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Quelle: Honor

Die Bundesnetzagentur hat nun zusätzliche Frequenzen für Wi-Fi 6E freigegeben. So kann auch der 6-GHz-Bereich künftig in Deutschland verwendet werden.

Inzwischen gibt es die ersten Router und Endgeräte, die den Standard Wi-Fi 6 nutzen. Egal, ob man auf Wi-Fi 4, 5 oder 6 setzt, all diese Standards senden wahlweise im 2,4-GHz- oder 5-GHz-Bereich. Der Industrieverband Wi-Fi Alliance arbeitet seit einiger Zeit an der Erweiterung von Wi-Fi 6 namens Wi-Fi 6E, welches im 6-GHz-Bereich funken kann. Nun hat die Bundesnetzagentur offiziell die Frequenzen im 6-GHz-Band zur Nutzung im WLAN freigegeben, sodass ab sofort auch hierzulande entsprechend ausgerüstete Geräte verkauft und genutzt werden dürfen.

Welche Vorteile soll Wi-Fi 6E dem Nutzer bringen?

Für Wi-Fi 6E steht nun das Spektrum zwischen 5.945 und 6.425 MHz zur Verfügung. Bisher funkt Wi-Fi 6 auf 540 MHz im 2,4-GHz- und 5-GHz-Frequenzband. Mit den zusätzlichen Funkkanälen sollen sich WLAN-Systeme in dicht besiedelten Regionen besser unterscheiden lassen und somit weniger Störanfällig sein. Um Wi-Fi 6E nutzen zu können, braucht man aber einerseits einen kompatiblen Router und andererseits kompatible WLAN-Karten in Notebooks & Co. In den USA darf Wi-Fi 6E übrigens zwischen 5,9 und 7,1 GHz funken.

Die Grundmotivation sei es gewesen, der deutlich gestiegenen Zahl an Clients Rechnung zu tragen, so berichten die Kollegen von Golem. Zudem soll WLAN im 6-GHz-Bereich mehr Kanäle mit Breiten von 80 MHz (bis zu 14) beziehungsweise 160 MHz (bis zu 7) nutzen können. So könnte man tatsächlich Gigabit-WLAN erreichen. Bereits bei Wi-Fi-6 soll das WLAN-Signal besser an mehrere Nutzer des gleichen Netzwerks verteilt werden. Hierzu ist erstmals die neue Technik namens Multi User Orthogonal Frequency Division Multiple Access - kurz MU-OFDMA - in Wi-Fi 6 verfügbar. Im Endeffekt können mehr Nutzer im selben WLAN-Netzwerk aktiv sein, mit geringeren Latenzzeiten als beim bisherigen Standard 802.11ac.

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Ebenfalls lesenswert: Apple iPhone 13: Angeblich mit Wi-Fi 6E für schnellere Verbindungen

Sammlung zu neuen Frequenzen für Wi-Fi 6E:

  • Die Bundesnetzagentur hat den Weg freigemacht für die Nutzung von der 6-GHz-Frequenz im WLAN. So können ab sofort Geräte mit Wi-Fi 6E hierzulande verwendet werden, die nicht nur im 2,4-GHz- und 5-GHz-Band funken, sondern auch im 6-GHz-Bereich.
  • So sollen sich WLAN-Netze in dicht besiedelten Gegenden nicht mehr in die Quere kommen und das WLAN-Signal besser an mehr Nutzer im gleichen Netzwerk verteilt werden können.
  • Letztlich sinkt so die Latenz für WLAN-Nutzer, vorausgesetzt man betreibt einen Wi-Fi-6E-Router und ein Endgerät mit Wi-Fi 6E-Karte.

Quellen: Bundesnetzagentur, Golem

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von energy85 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        USA oder ziemlich viele Länder außerhalb der EU dürfen mit einer höheren Sendeleistung funken, wenn man seinen AP PROBEWEISE einmal auf USA Standard laufen lässt, merkt man einen gewaltigen unterschied was Stabilität und Reichweite angeht.
      • Von energy85 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        USA oder ziemlich viele Länder außerhalb der EU dürfen mit einer höheren Sendeleistung funken, wenn man seinen AP PROBEWEISE einmal auf USA Standard laufen lässt, merkt man einen gewaltigen unterschied was Stabilität und Reichweite angeht.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Einer der Dinge, bei denen uns die USA voraus sind, über 1GHz nur für WLAN, das ist eine Wucht.

        Zitat von Nebulus07
        Wahrscheinlich werden wir dann bald in jeder Glühbirne im Haus einen Wlan-Repeaeter haben, damit zukünftig WLAN überhaupt noch fuktioniert.
        Das wird auch so passieren, spätestens mit 60 GHz WLAN wird man einen Accesspoint an jeder Decke benötigen, um es optimal zu nutzen. Das ist etwas, das in heutigen Häusern nicht berücksichtigt wird. Man sollte Leerrohre verlegen, dann kann man dann später ein Netzwerkkabel durchschieben und den Accesspoint, der gleichzeitig eine Lampe ist, anschließen.

        Zitat von Nebulus07
        Wieso erweitert man nicht einfach den 2,4GHz Bereich?
        Weil alle Frequenzen schon belegt sind, oft sogar mehrfach. Man kann im Frequenzplan nachlesen, was da so alles herumfunkt, sehr interessant.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Malkolm BIOS-Overclocker(in)
        Hast du es mal mit besser Hardware und/oder besserem Aufstellort/Ausrichtung probiert? Ich habe zwei UniFi-APs im Haus hängen, jeweils an der Decke vom Flur im EG und 2. OG, und kann damit vom Keller bis zum Dachboden jeden Raum mit >50Mbit versorgen. Die "Haupträume" sogar mit bis zu 400 MBit.
      • Von Nebulus07
        Wird ja bestimmt genau so schlecht laufen wie 5GHz. Eher schlechter weil die Frequenz noch höher ist. Ich komme mit 5GHz nicht von einem Raum in den nächsten. Von einer Etage zur anderen, will ich gar nicht anfangen. Wahrscheinlich werden wir dann bald in jeder Glühbirne im Haus einen Wlan-Repeaeter haben, damit zukünftig WLAN überhaupt noch fuktioniert.

        Wieso erweitert man nicht einfach den 2,4GHz Bereich?
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