Breitbandausbau: Telekom mit mehr als 30 Millionen Haushalten mit mindestens 100 Mbit/s

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Breitbandausbau: Telekom mit mehr als 30 Millionen Haushalten mit mindestens 100 Mbit/s (1)
Quelle: Deutsche Telekom

Im April konnte die Deutsche Telekom zusätzliche Haushalte mit FTTH, also Glasfaser bis zum Hausanschluss, versorgen. 32,5 Millionen Haushalte in Deutschland sollen nun in der Lage sein, einen Vertrag für stationäres Internet mit mindestens 100 Mbit/s abschließen zu können. Glasfaser hingegen können weiterhin nur wenige Haushalte nutzen.

Die Deutsche Telekom bietet für den Ausbau von schnellem stationären Internet zwei Arten an. Einmal FTTH, welche Glasfaser bis zum Hausanschluss verlegt, und einmal FTTC oder auch Vectoring genannt. Wie das Bonner Unternehmen mitgeteilt hat, können nun 32,5 Millionen Haushalte in Deutschland prinzipiell einen Internettarif mit einfachem Vectoring und maximal 100 Mbit/s buchen. 23,4 Millionen Haushalte können gar einen stationären Internettarif mit bis zu 250 Mbit/s buchen.

Breitbandausbau in zwei Arten - 1,7 Mio. Haushalte in Deutschland mit Glasfaser der Telekom

Die Deutsche Telekom bietet in Deutschland zwei verschiedene Arten des Breitbandausbaus an. Bei Fiber to the Cube wird Glasfaser bis zum Verteilerkasten gelegt. Das letzte Stück vom Kasten hin zum Haus des Nutzers wird dann mittels alter Kupferleitungen erledigt - das sogenannte Vectoring. Für den Anbieter ist diese Methodik erheblich kostengünstiger als die zweite Möglichkeit. Bei Fiber to the Home wird die Glasfaser-Leitung direkt bis zum Hausanschluss gelegt. Dies hat den Vorteil, dass die Nutzer so auch erheblich höhere Datenraten erhalten als beim Vectoring. Die Deutsche Telekom hat mittlerweile nach eigenen Aussagen 1,7 Millionen Haushalte in Deutschland mit FTTH, also direkt mit Glasfaser angebunden. So hat man im April mehr als 34.000 weitere Haushalte mit Glasfaser nach FTTH-Standard ausgestattet. Perspektivisch will der Anbieter aus Bonn erstmal weiter mit dem günstigeren Vectoring weiter ausbauen. Erst ab Ende 2020 möchte die Telekom den FTTH-Ausbau in Deutschland stärker fördern.

Der Performanceunterschied zwischen FTTC und FTTH kommt vor allem dadurch zustande, da beim Vectoring auf alte, bereits verlegte Kupferleitungen gesetzt wird. So verkraftet FTTC derart hohe Datenraten nicht wie etwa beim FFTH mit maximal 1.000 Mbit/s. Zudem sind die Kupferbahnen durchaus störanfällig. Bei Glasfaser mittels FTTH werden üblicherweise immer mehrere Glasfasern pro Haus verlegt, sodass selbst bei einem Defekt die Internetverbindung aufrecht gehalten werden kann. Der Bedarf an stationärem Internet ist hoch, da bereits im letzten Jahr durchschnittlich 137 GiByte pro Monat über die stationäre Internetleitung geflossen sind. In diesem Jahr gibt es aber mit dem verstärkten Einsatz von Homeoffice in Zeiten der COVID-19-Pandemie wohl eine noch größere Netzauslastung.

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Ebenfalls lesenswert: Bundesnetzagentur bemängelt schlechte reale Bandbreite

Fakten zum Breitbandausbau der Deutschen Telekom:

  • Wie die Deutsche Telekom mitgeteilt hat, können nun 32,5 Millionen Haushalte in Deutschland prinzipiell einen Internettarif mit einfachem Vectoring und maximal 100 Mbit/s buchen.
  • Für 23,4 Millionen Haushalte besteht gar die Möglichkeit, auf einen stationären Internettarif mit bis zu 250 Mbit/s hoch zu rüsten.
  • Im April 2020 zählt die Telekom 1,7 Millionen Haushalte in Deutschland, die FTTH-Glasfaser über den Anbieter aus Bonn nutzen.
  • Allerdings gibt es neben dem FTTC-Ausbau mit maximal 250 Mbit/s auch den FTTH-Ausbau, welcher bis zu 1.000 Mbit/s über Glasfaser ans Haus liefern kann.
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Quellen: Deutsche Telekom, VATM

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    • Kommentare (186)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Icedaft
        Roundabout 9.500€ je Anschluss, finanziert aus Steuergeldern. Ob sich das rechnet? Allein aus den Monatsbeiträgen wohl eher nicht. Ebenso wenig dürften sich Strom, Wasser/Abwasseranschlüsse, Telefonanschlüsse, Busanbindung etc. in der Vergangenheit gerechnet haben bzw. rechnen. Was dabei immer in der Betrachtung vergessen wird ist: Diese Betriebe sorgen direkt oder indirekt dafür, das wir alle aktuell was zu Essen auf dem Tisch haben und in Zukunft haben werden....

        Breitbandausbau im Aussenbereich: Start im Januar 2020 - Nordwalde - Westfaelische Nachrichten
        Wasserwerke wurden von einigen Kommunen schon privatisiert und lassen sich mit Gewinnüberschüssen betreiben, die Stromanbieter verdienen sogar sehr gut und auch Telefonanschlüsse waren lange Zeit so teuer, dass sie einem privaten Unternehmen Profite gebracht hätten. Auch zu den ersten Kabel-TV-Anschlüssen mussten die Haushalte ansehnliche Summen zuzahlen. Das bei FTTH nicht-Staatskonzerne den Aufbau eines neuen Netztes, das anschließend ihnen gehört und dessen Gewinne komplett privatisiert werden, aus Steuermitteln bezahlt werden soll, ist also eine in Deutschland ziemlich einzigartige Entwicklung. Bislang galt immer: Bedarf und Zahlungsbereitschaft waren meist schon lange vorhanden, ehe mal die Technik kam. (Das lag natürlich auch daran, dass alle Ausbauten über den bekannt lahmen Amtsweg angestoßen wurden.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Icedaft
        Roundabout 9.500€ je Anschluss, finanziert aus Steuergeldern. Ob sich das rechnet? Allein aus den Monatsbeiträgen wohl eher nicht. Ebenso wenig dürften sich Strom, Wasser/Abwasseranschlüsse, Telefonanschlüsse, Busanbindung etc. in der Vergangenheit gerechnet haben bzw. rechnen. Was dabei immer in der Betrachtung vergessen wird ist: Diese Betriebe sorgen direkt oder indirekt dafür, das wir alle aktuell was zu Essen auf dem Tisch haben und in Zukunft haben werden....

        Breitbandausbau im Aussenbereich: Start im Januar 2020 - Nordwalde - Westfaelische Nachrichten
        Wasserwerke wurden von einigen Kommunen schon privatisiert und lassen sich mit Gewinnüberschüssen betreiben, die Stromanbieter verdienen sogar sehr gut und auch Telefonanschlüsse waren lange Zeit so teuer, dass sie einem privaten Unternehmen Profite gebracht hätten. Auch zu den ersten Kabel-TV-Anschlüssen mussten die Haushalte ansehnliche Summen zuzahlen. Das bei FTTH nicht-Staatskonzerne den Aufbau eines neuen Netztes, das anschließend ihnen gehört und dessen Gewinne komplett privatisiert werden, aus Steuermitteln bezahlt werden soll, ist also eine in Deutschland ziemlich einzigartige Entwicklung. Bislang galt immer: Bedarf und Zahlungsbereitschaft waren meist schon lange vorhanden, ehe mal die Technik kam. (Das lag natürlich auch daran, dass alle Ausbauten über den bekannt lahmen Amtsweg angestoßen wurden.)
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Icedaft
        Roundabout 9.500€ je Anschluss, finanziert aus Steuergeldern. Ob sich das rechnet? Allein aus den Monatsbeiträgen wohl eher nicht. Ebenso wenig dürften sich Strom, Wasser/Abwasseranschlüsse, Telefonanschlüsse, Busanbindung etc. in der Vergangenheit gerechnet haben bzw. rechnen. Was dabei immer in der Betrachtung vergessen wird ist: Diese Betriebe sorgen direkt oder indirekt dafür, das wir alle aktuell was zu Essen auf dem Tisch haben und in Zukunft haben werden....

        Breitbandausbau im Aussenbereich: Start im Januar 2020 - Nordwalde - Westfaelische Nachrichten
        Vergiss nicht das die Anbieter nicht über die Monatsgebühren ihr Geld verdienen sondern über Zusatzdienste und mehrere andere Dienste die kombiniert werden. Viele Dienste kann der Anbieter nicht anbieten wenn es keine Leitung gibt.

        Und auch die Monatsgebühren rechnen sich, ich hab z.B. 70€ im Monat hier im Schnitt als Rechnung für Internet und Telefon. In 10 Jahren sinds 8400€. Dazu nutze ich natürlich auch Mobilfunk von Vodafone was denen entsprechend mehr Geld gibt was sie dann investieren können.
        Und 9500€ pro Anschluss ist auch relativ günstig.
        Als Eigentümer würde ich diese Summe sofort investieren, wundert mich warum so viele es nicht tun.
      • Von Icedaft Lötkolbengott/-göttin
        Roundabout 9.500€ je Anschluss, finanziert aus Steuergeldern. Ob sich das rechnet? Allein aus den Monatsbeiträgen wohl eher nicht. Ebenso wenig dürften sich Strom, Wasser/Abwasseranschlüsse, Telefonanschlüsse, Busanbindung etc. in der Vergangenheit gerechnet haben bzw. rechnen. Was dabei immer in der Betrachtung vergessen wird ist: Diese Betriebe sorgen direkt oder indirekt dafür, das wir alle aktuell was zu Essen auf dem Tisch haben und in Zukunft haben werden....

        Breitbandausbau im Aussenbereich: Start im Januar 2020 - Nordwalde - Westfaelische Nachrichten
      • Von eclipso
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das Quasi-Monopol der Telekom auf Kupfer-TALs hat auf den Neubau eines FTTH-Netzes eben so wenig einen Einfluss, wie das echte Monopol Vodafones auf Koaxial-Anschlüsse und Kabel-Tarife. Ein Neubau ist eben ein Neubau, da startet jeder bei Null.
        So ist es und wenn der Markt stark umkämpft wird, die Telekom fürs Neuverlegen Subunternehmen beauftragen muss (sie sind ja nun mal keine Tiefbaufirma), die nicht existent sind und so große Auftragsvolumina auch nicht übernehmen, die Konkurrenz verhindert das bereits bei geöffneten Bereichen Kabel mitverlegt werden dürfen (gerichtlich erwirkt) und der politische Druck wächst endlich Ergebnisse zu liefern, nimmt man das aus dem Regal was man hat um Vorgaben zu erfüllen.

        Ich nehme die Telekom sicher nicht in Schutz, bei uns liefern die immer nur noch 16 mbit, haben aber das Kabel bis 100m ans Haus ran gelegt, nur alle anderen weigern sich weiter zu machen. Hier gibt es nämlich ein "Kabelmonopol", die das gut im Griff haben. So bekommt man tatsächlich nur max 100 mbit bei schwächelnder Bandbreite im Peak bei Hochlast, mehr wäre sicher möglich. Nur so, ist der Anbieter teurer als als Telekom. Nur gibt es keine Alternativen für eine hohe Bandbreite, ausser Mobil vllt. mit den bekannten Nachteilen.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Du belegst ein lineares Datenverkehr und prognostizierst einen exponentiellen Anschlussbedarf. Wieso? Die Daten des CIX besagen genau das Gegenteil: Wenn bei einer ständig zunehmenden Zahl von Anschlüssen (gerade die Zahl der mobilen Nutzer ist geradezu explodiert) der Gesamt-Datendurchsatz nur linear wächst, dann steigt der Bedarf an Transfergeschwindigkeit pro Anschluss immer langsamer.
        Genau das ist die Realität.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Heizungen beim Kunden haben alle Glasfaser-Uplink?
        Viele Heizungen haben gar keine Links und brauchen auch keine Fernwartung,
        Zitat von PCGH_Torsten
        Es gibt tatsächlich einen kleinen, aber stetig wachsenden Kreis von Leuten, die ganz bewusst kein aktuelles Auto wollen. Unter anderem weil bei einem Alter von weniger als 10 bis 15 Jahren die Ausfälle wegen Elektronikfehlern exponentiell zunehmen und im Gegensatz zu technischen Mängel steht man dann meist von heute auf morgen ganz ohne fahrbaren Untersatz da.
        Richtig.
        Aber es gibt auch leider sehr viel arme Menschen in Deutschland.
        Die müssen die Karre fahren, bis sie auseinanderfällt.
        Danach gibt es wieder eine 12 Jahre alte Karre.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wenn er pfleglich mit der Technik umgeht, muss keinen Benz gekauft haben, sondern kann auch bei anderen Marken ein Alter mit einer zwei vorne erreichen, ohne das es zu einer erhöhten Umweltbelastung kommt.

        Mei A4 hat 340.000 km auf der Uhr gehabt, als ich ihn verkauft habe und der hat nicht gequalmt.
        Verbrauch bis zum Verkauf: 6,5 l Diesel.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wer eine Limousine oder einen Kombi durch einen höher bauenden SUV ersetzt, kann den Verbrauch sogar steigern.
        Mein Tiguan säuft wie ein Loch (11l Super /100km).
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das Quasi-Monopol der Telekom auf Kupfer-TALs hat auf den Neubau eines FTTH-Netzes eben so wenig einen Einfluss, wie das echte Monopol Vodafones auf Koaxial-Anschlüsse und Kabel-Tarife. Ein Neubau ist eben ein Neubau, da startet jeder bei Null.
        Manche werden es wohl nie begreifen.
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