Telefon-Internet: AOL schaltet in den USA die Wählleitung ab

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Telefon-Internet: AOL schaltet in den USA die Wählleitung ab
Quelle: Unity Media

AOL hat angekündigt, dass der Support für Telefon-Internet per Wählleitung in den USA Ende September eingestellt wird. Entsprechende Kunden werden ab dann keinen Internetzugriff mehr haben. Es gibt aber Alternativen.

Breitband-Internetzugänge sind zwar längst Standard, stehen weltweit aber nicht überall zur Verfügung. Das gilt auch für die USA: Laut Daten der US-Regierung verfügten 2019 noch rund 265.000 Haushalte ausschließlich über eine Internetverbindung per Wählleitung - also über das Telefon. Seitdem dürfte diese Zahl zwar weiter gesunken sein, aber noch immer gibt es in den USA Haushalte ohne Breitband-Zugang. Sollten diese auf den Internetanbieter AOL setzen, dürften sie aber bald vor einem Problem stehen. Denn das Unternehmen hat angekündigt, dass der Support am 30. September eingestellt wird.

Schluss mit der Wählleitung

Ab dann können sich AOL-Kunden nicht länger per Wählleitung mit dem Internet verbinden, wobei das heutzutage wohl ohnehin nur selten passieren dürfte. Schließlich sind auf diesem Übertragungsweg nur Datenraten im Kilobit-Bereich möglich, die für moderne Anwendungen deutlich zu niedrig sind. Der Verlust dürfte also zu verschmerzen sein.

Warum AOL diesen Schritt gerade jetzt geht, wurde in der Pressemitteilung des Unternehmens nicht bekannt gegeben. Nachdem modernere Verfahren längst etabliert sind, ist der Schritt aber verständlich. Vermutlich übersteigen die Kosten längst den Nutzen. Selbst Software-Entwickler waren offenbar noch am Support beteiligt: Offenbar hat das Unternehmen bis heute noch die passenden Programme AOL Dialer und den Browser AOL Shield gepflegt. Beide werden Ende September ebenso eingestellt.

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Glücklicherweise gibt es für betroffene Kunden Alternativen. Falls diese überhaupt einen Internetanschluss benötigen, ist beispielsweise der Wechsel auf Breitband möglich - notfalls mit selbstständig finanziertem Ausbau. Eine günstige Möglichkeit für abgelegene Gegenden ist zudem das inzwischen weitverbreitete Satelliten-Internet - Stichwort Starlink.

Welche Internetanbindung hat Ihr Haushalt - und sind Sie damit zufrieden? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: AOL via Techspot

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei AOL ist jetzt vermutlich der Zeitpunkt erreicht, an dem die Einnahmen aus diesen laufenden Altverträgen die Unterhaltskosten für die Server unterschreiten. Selbst wenn letztere gar nicht genutzt werden, muss man sie schließlich unterhalten – und das in jedem Ortsnetz, in dem sich einer der verbliebenen "Nutzer" einwählen könnte. Alles andere wäre eine Verschlechterung der Verfügbarkeit und dann muss man die Vertragsinhaber informieren (= darüber informieren, dass da was ist, das sie mal kündigen sollten) oder die Altverträge gar direkt absägen – ein Schritt, den man genau dann geht, wenn man keinen Gewinn mehr mit diesen Leuten macht.
        Ich kann mir nie vorstellen, wie hoch diese Kosten sind und sein könnten. Zu Zeiten, in denen Telefonleitungen eigentlich nur noch digital arbeiten und die Vermittlung einfach steht, müsste am Ende nur noch eine zentrale Telefonanlage stehen. Wahrscheinlich würde sogar ein Einplatinencomputer dafür ausreichen die verbleibenden 100 Kunden zu bedienen.
        Man könnte natürlich auch einfach den Stecker ziehen, aber wer sagt schon Nein zu gratis Geld? Wäre ja noch schöner, wenn man die Infrastruktur einfach abbauen würde und niemand meckert und zahlt weiter. Naja.

        56kbits sind ein Witz. Ich bleibe auch bei der Meinung, dass man das einem Mobilfunkanbieter, der eine Flatrate verkauft, als Mangel anrechnen können sollte, weil nicht mal die einfachsten Dienste richtig funktionieren, weil alles einfach in einen Timeout läuft. Google Maps bekommt beim 5. Anlauf vielleicht mal eine Route hin. Webseiten laden praktisch unendlich lange. Messenger brauchen ewig um eine Textnachricht zu verschicken. Da wundert man sich, wieso ICQ das damals instant über Dialup hinbekommen hat.
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei AOL ist jetzt vermutlich der Zeitpunkt erreicht, an dem die Einnahmen aus diesen laufenden Altverträgen die Unterhaltskosten für die Server unterschreiten. Selbst wenn letztere gar nicht genutzt werden, muss man sie schließlich unterhalten – und das in jedem Ortsnetz, in dem sich einer der verbliebenen "Nutzer" einwählen könnte. Alles andere wäre eine Verschlechterung der Verfügbarkeit und dann muss man die Vertragsinhaber informieren (= darüber informieren, dass da was ist, das sie mal kündigen sollten) oder die Altverträge gar direkt absägen – ein Schritt, den man genau dann geht, wenn man keinen Gewinn mehr mit diesen Leuten macht.
        Ich kann mir nie vorstellen, wie hoch diese Kosten sind und sein könnten. Zu Zeiten, in denen Telefonleitungen eigentlich nur noch digital arbeiten und die Vermittlung einfach steht, müsste am Ende nur noch eine zentrale Telefonanlage stehen. Wahrscheinlich würde sogar ein Einplatinencomputer dafür ausreichen die verbleibenden 100 Kunden zu bedienen.
        Man könnte natürlich auch einfach den Stecker ziehen, aber wer sagt schon Nein zu gratis Geld? Wäre ja noch schöner, wenn man die Infrastruktur einfach abbauen würde und niemand meckert und zahlt weiter. Naja.

        56kbits sind ein Witz. Ich bleibe auch bei der Meinung, dass man das einem Mobilfunkanbieter, der eine Flatrate verkauft, als Mangel anrechnen können sollte, weil nicht mal die einfachsten Dienste richtig funktionieren, weil alles einfach in einen Timeout läuft. Google Maps bekommt beim 5. Anlauf vielleicht mal eine Route hin. Webseiten laden praktisch unendlich lange. Messenger brauchen ewig um eine Textnachricht zu verschicken. Da wundert man sich, wieso ICQ das damals instant über Dialup hinbekommen hat.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Also im Urlaub will ich vor allem meine Ruhe. Internet habe ich auf Arbeit genug.
      • Von RobertFoster PC-Selbstbauer(in)
        Ihr wollt weniger als 1 Mbit über 5G oder LTE? Dann begebt euch in den Urlaub auf Rügen. Dort ist das Netz so derbe überlastet, das ich froh bin, hier über WLAN (in der Ferienwohnung) zu verfügen, was über einen Telekom-Anschluss realisiert wird. Hier ist es egal, welchen Anbieter du hast. Alles scheiße.
        Das WLAN ist auch innerhalb von 1m entweder mies, oder hervorragend.
        Hab jetzt den Sweetspot erreicht und schaffe geile 13/14MBit/s mit 40ms.
      • Von 7seven7
        Zitat von PCGH_Torsten
        wie in den USA, nur eine Telefonleitung und Hoffen auf Mobilfunk. (Welcher in einsamen Karparten-Tälern stellenweise genauso schlecht sein könnte, wie auf abgelegenen Farmen in der Mitte von Nirgendwo.)
        Und genau diese Annahme ist falsch nur weil du Deutschland ausbledest wo man selbst in Hauptregionen kein GSM hat ist das in Rumänien, Serbien selbst in einem kaputen Land wie Bosien nicht der Fall selbst in Dörfern wo die Wäsche am Bach gewaschen wird haben sie zugang zum Interternetz via LTE 800 usw. und das mit 10,20,30,40,50 mbit.

        Da kann sich Deutschland mal eine Scheibe abschneiden selbst am Arsch der Welt 10 Mbit Internet,
        in Deutschland am Arsch der Welt via Kabel 2 Mbit.

        Edit:

        Bin selbst immer mal wieder im Osten unterwegs, GSM gibts immer, aber seit 2020 hab ich selbst am Arsch im Niergendwo VoLTE (Voice over LTE), in DE bekommts ihr im jahr 2025 nichtmal GSM flächendeckend hin.
      • Von keinnick Lötkolbengott/-göttin
        Soll das heißen, meine Sammlung von AOL-CDs wird dann wertlos? Ich hatte meine Freiminuten doch noch gar nicht aufgebraucht.
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